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Die Graft-versus-Host-Disease oder -Reaktion (englisch die Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion), kurz GvHD ist eine Immunreaktion des Transplantats gegen den Empfängerorganismus und tritt häufig nach allogener Knochenmark- oder Blutstammzelltransplantation auf, welche manchmal bei gewissen Arten von Leukämien und generell Blutkrebsen die ultima ratio sein muss.

Dabei reagieren im Transplantat enthaltene, so genannte supravitale T-Lymphozyten gegen Zellen des Empfängerorganismus, die als fremd erkannt werden, und verursachen ein systemisches Krankheitsbild mit spezifischer Einbeziehung von Haut, Leber, Darm und Auge. Bei der komplexen Pathophysiologie der GvHD spielt die Gewebsschädigung des Empfängers durch die Konditionierung - Chemotherapie und/oder Bestrahlung - eine maßgebliche Rolle.

Um diese GvHD zu minimieren, müssen bei einer Transplantation Spender und Empfänger möglichst ähnliche Gewebeantigene (Haupthistokompatibilitätskomplexe, HLA) besitzen, weshalb Knochenmarkspender mit dem Empfänger nach Möglichkeit HLA-identisch sein sollten.

Immunsuppressiva wie Ciclosporin, Kortikosteroide, Antimetabolite und monoklonale Antilymphozyten-Antikörper werden heute routinemäßig eingesetzt, um die GvHD besser kontrollieren zu können. Obwohl die GvHD bei allogenen Stammzell- oder Knochmarktransplantationen ein beträchtliches Gesundheitsrisiko darstellt, kann eine moderate Form der GvHD dem Empfänger auch nutzen, da T-Zellen des Transplantats auch etwaige verbliebene Tumorzellen des Wirtes zerstören (der Graft-versus-Tumor-Effekt, kurz GvT).

Immunologie | Transplantationsmedizin

Graft-versus-host disease | 移植片対宿主病

 

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