Die Berliner Graefestraße verläuft in Kreuzberg vom Landwehrkanal (Planufer) bis zur Hasenheide in südwestlicher Richtung. Bereits 1875 wurde sie nach dem Augenarzt Albrecht von Graefe benannt (siehe auch Charite-Sammlung).
Von starken Kriegsschäden blieb der obere Teil der Graefestraße verschont. So findet man heute zwischen Planufer und Urbanstraße noch eine fast einheitliche Gründerzeitbebauung mit gleichmäßiger Traufhöhe. Lediglich die Fassadengestaltung orientierte sich seit den Nachkriegsjahren eher an wirtschaftlichen denn an denkmalschützerischen Gesichtspunkten. Seit 1995 steht das Viertel unter Milieuschutz.
Von der ruhigen und fußgängerfreundlichen Lage profitiert heute vor allem die Gastronomie. In den letzten Jahren hat sich die Graefestraße zu einer "Ausgehmeile" verwandelt: mit internationaler Küche, aber auch Studentencafés und Nachtbars. In den Sommermonaten herrscht ein fast mediterranes Ambiente zwischen Biertischen und den vielen Straßenbäumen. Manche Anwohner nennen den Graefekiez deshalb die "Toskana von Berlin".
- "Hoppeln durch den Graefekiez" (über die Verkehrsberuhigung), taz
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"Graefestraße".
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