Eine Grabkammer ist ein Bestattungsort für einen oder mehrere Tote. Familiengrabkammern werden auch Gruft genannt.
Als älteste Grabkammern sind die megalithischen Kammern der Jungsteinzeit (Dolmen etc.) anzusehen.
In einer Pyramide ist die Grabkammer der Ort, an dem die Toten bestattet wurden. Dabei befanden sich oft mehrere Kammern in einer Pyramide, die jedoch nicht alle belegt waren. In manchen Pyramiden gab es sogar drei Grabkammern die jeweils in eine andere Himmelsrichtung ausgerichtet waren. Zentral stand in der Grabkammer der Sarkophag.
Die Zugänge zu den Grabkammern verlaufen meist in einem steilen Winkel nach oben oder auch nach unten, auf ein Niveau unterhalb der Pyramide. Es gibt aber auch Gänge die parallel zum Boden verlaufen. Viele Grabstätten waren meist labyrinthartig angelegt und mit vielen Fallen versehen, um Grabräuber fernzuhalten oder abzuschrecken. Die Schätze oder auch Grabbeigaben wurden, um den Toten auf seinem späteren Lebensweg im Totenreich vorzubereiten, in einer Vorkammer aufbewahrt.
Weitaus mehr Grabkammern befinden sich aber im Tal der Könige und im Tal der Königinnen bei Theben-West am Nil. Die Zugänge, Nebenräume und Grabkammern selbst sind mit Ausschnitten aus dem ägyptischen Totenbuch verziert.
Siehe auch: Totenkult, Megalith
Archäologischer Fachbegriff | Grabbau | Archäologie (Ägypten)
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