Das Grab von Kivik nahe Kivik in Südost-Schonen in Schweden ist der heute gut restaurierte Überrest einer ungewöhnlich luxuriösen Bestattung aus der Nordischen Bronzezeit (ca. 1000 v. Chr.). Trotz der Tatsache, dass die Röse nicht nur als Steinbruch genutzt, sondern zunächst auch nachlässig restauriert wurde, ist es ein einzigartiger Fund. Sowohl in der Konstruktion als auch in den Ausmaßen mit 75 Metern Durchmesser weicht es von den meisten europäischen Gräbern der Bronzezeit ab. Die Petroglyphen des Steinsarges zeigen Menschen, Schiffe, Luren, Symbole und einen Streitwagen mit zwei Pferden. Es liegt etwa 320 Meter von der Küste entfernt. In der Nähe sind die Felsritzungen von Simrishamn.
Mehrere Jahre verstrichen, bevor entdeckt wurde, dass die Steinplatten mit Petroglyphen geschmückt waren und eine lange Reihe von Spekulationen begann. Dennoch wurden weiter Steine gebrochen und einige der Platten verschwanden.
1931–1933 wurde eine gründliche Ausgrabung durchgeführt und die Reste einer steinzeitlichen Siedlung unter dem Cairn gefunden, so etwa große Mengen an Feuersteinscherben. Aus der Bronzezeit wurden lediglich Zähne, Fragmente aus Bronze und Knochensplitter gefunden.
Jedoch enthielt der Hügel nicht nur eine Grabkammer, sondern zwei. Auf der linken Seite des südlichen Endes der ersten wurden Steinplatten einer 1,2 m langen und 0,65 m breiten zweiten gefunden. Aufgrund seiner Größe wurde es Prinzengrab genannt. Da das Prinzengrab mehrfach geplündert worden war, wurden keine verlässlichen Funde gemacht, es wird aber angenommen, dass die beiden Gräber zur selben Zeit angelegt worden sind.
Nach der Ausgrabung wurde das Grab restauriert, aber man weiß nicht, inwiefern die Restaurierung dem Originalzustand entspricht. Ein Vergleich mit zeitgenössischen Gräbern legt die Vermutung nahe, dass das Grab dreimal so hoch sein müsste, wie die jetzigen 3,5 m. Die Restaurierung stützte sich auf Radierungen des 18. Jahrhunderts und Vermutungen. Dabei wurde eine Kammer aus Beton hergestellt und ein Tunnel in die Grabkammer angelegt.
Heutzutage kann das Grab betreten und die Felsgravierungen besichtigt werden.
Archäologischer Fundplatz in Schweden | Bronzezeit | Kulturdenkmal (Schweden)
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