Gräuel bezeichnet eine Kette schauderhafter Schandtaten - vgl. Grauen.
Historisch wird speziell von den "Merowingischen Gräueln" gesprochen; gegenwärtig wird gelegentlich politischen und menschenrechtlichen Kritikern "Gräuelpropaganda" vorgeworfen.
In der Soziologie werden "Gräuel" als Kennzeichen barbarischer Epochen benutzt.
Der Sache nach wären im 20. Jahrhundert beispielsweise die Armenierverfolgung des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg, die Judenmorde im Herrschaftsbereich des Deutschen Reiches unter den Nazis, die "wilde Vertreibung" der Sudetendeutschen aus ihrer Heimat nach Ende des Zweiten Weltkrieges, die kambodschanischen Massenmorde unter Pol Pot und die Massenmorde an den Tutsi in Ruanda , aber auch die über 70.000.000 Toten unter Mao Zedong zu nennen.