| Grönlandwal | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bowheads42.jpg | ||||||||||||
| : | Laurasiatheria |
| : | Wale (Cetacea) |
| : | Bartenwale (Mysticeti) |
| : | Glattwale (Balaenidae) |
| : | Balaena |
| : | Grönlandwal |
Da der Grönlandwal nur in arktischen Gewässern lebt, hat er eine bis zu 60 cm dicke Fettschicht, die ihn vor der eisigen Kälte schützt. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper sehr groß, fast ein Drittel der Gesamtlänge wird vom Kopf eingenommen. Das hat den Vorteil, dass das Maul groß werden kann: Es kann bis zu fünf Metern lang, 4 Meter hoch und zweieinhalb Meter breit werden. Allein die Zunge kann ein Gewicht von fast 900 kg erreichen. Er besitzt zwei Blaslöcher, aus denen er zwei „Fontänen“ über vier Meter weit in die Luft blasen kann.
Der Grönlandwal hat eine dunkelblaue bis schwarze Farbe. Nur am Unterkiefer befindet sich ein weißer Fleck mit unregelmäßig angeordneten schwarzen Punkten. Am Bauch sind öfters weiße oder graue Striche vorhanden.
Der Grönlandwal hat keine Finne. Die Fluke kann eine maximale Länge von 8 Metern erreichen. Die Brustflossen sind im Verhältnis zur Körpergröße klein. Sie sind paddelförmig.
Ausgewachsene Männchen können bis zu 16 Metern lang werden und erreichen ein Gewicht von 50 bis 70 Tonnen. Die Weibchen werden sogar noch größer: Sie erreichen eine Länge von 18 Metern und ein Gewicht von bis zu 100 Tonnen.
Die durchschnittliche Lebensdauer beträgt vierzig Jahre. Anhand alter Harpunenspitzen im Körper erlegter Wale konnte man aber feststellen, dass Grönlandwale weit älter als 100 Jahre werden können. Mittels molekularbiologischer Untersuchungen wurde das Alter eines Tieres sogar auf 211 Jahre bestimmt. Damit sind sie die langlebigsten Säugetiere.
Durch Schutzmaßnahmen nehmen die noch geringen Bestände wieder zu. Weltweit gibt es nun schätzungsweise zwischen 5.000 und 8.000 Grönlandwale, die jedoch fast alle im Nordpazifik leben. Im Nordatlantik galt die Art Anfang des 20. Jahrhunderts als völlig ausgestorben, doch auch hier scheint eine kleine Population überlebt zu haben, die sich wieder zu vermehren beginnt.
Die ursprüngliche Bestandsgröße am Anfang des 17. Jahrhunderts, also noch vor dem systematischen Walfang, lässt sich schwer einschätzen, lag aber wahrscheinlich bei 50.000 Grönlandwalen. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Bestand aber fast ganz ausgerottet. Seit 1946 sind die Grönlandwale komplett geschützt und dürfen nicht mehr gejagt werden. Dennoch gibt es noch immer Sonderlizenzen, die es einigen Inuit-Stämmen erlauben, eine festgelegte Anzahl an Walen zu jagen, um ihr eigenes Überleben zu sichern. Um das Jahr 1900 wurden oft 200 Tiere pro Jahr erlegt. Damals waren die verwertbaren Teile eines solchen Tieres noch sehr wertvoll, aber seit der Erfindung von Ersatzstoffen lohnt sich ie Jagd kaum noch. Die momentane Population wird auf 7000 Tiere geschätzt. In den letzten Jahren wurden ca. 50 Tiere jährlich von der indigenen Bevölkerung der USA gejagt.*
Die Stirn so feucht, das Aug' so fahl,
so kenn ich ihn, den Grönlandwal.
Im Nordmeer, da ist er zuhaus,
er kommt nie aus dem Wasser raus.
Und holt man ihn, so sagt er knapp:
"Ihr schaufelt mir das trockne Grab."
Das Meer ist tief, die Welt ist schlecht,
wie ihr's auch dreht, der Wal hat recht.
(Aus:Robert Gernhardt: "Besternte Ernte"; 1976 S-Fischer, 1997 Zweitausendeins Frankfurt/M.)
Grønlandshval | Bowhead Whale | Grönlanninvalas | Baleine boréale | Grenlandinis banginis | Groenlandse walvis | Wieloryb grenlandzki | Baleia-da-groenlândia | Veľryba grónska | Grönlandsval | Chheⁿ-tē Hái-ang
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Grönlandwal".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world