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In vierzehn Orten leben etwa 31.000 Menschen, die meisten in der Inselhauptstadt Victoria (Rabat) mit zirka 6.800 Einwohnern. Die übrigen Siedlungen haben dörflichen Charakter, in denen jeweils nicht mehr als 2.000 Menschen wohnen. Die Verbindung zur Insel Malta wird durch Autofähren gewährleistet, die tagsüber im 45-Minuten-Takt zwischen dem Gozohafen Mgarr und dem Fähranleger Cirkewwa an der Nordwestküste Maltas hin und her pendeln. Außerdem besteht eine regelmäßige Hubschrauberverbindung, die über die fünf Kilometer westlich der Inselhauptstadt gelegene Landestelle und dem Luqa Airport auf Malta realisiert wird.
Haupterwerbszweig auf Gozo ist die Landwirtschaft, in der etwa 1.000 Einwohner beschäftigt sind. Für ein Viertel von ihnen ist es aber nur ein Nebenerwerb. Immerhin wird die Landwirtschaft so intensiv betrieben, dass Gozo den gesamten Maltesischen Archipel zu 60 Prozent mit Nahrungsgütern versorgen kann. Daneben spielen die Meersalzgewinnung und der Kalksandsteinabbau ein Wirtschaftsfaktoren eine Rolle. Immer mehr gewinnt der Tourismus als Einnahmequelle an Bedeutung.
Im Juli 1551 überfielen Türken unter Sinan Pascha Gozo, verschleppten alle arbeitsfähigen Einwohner als Sklaven nach Libyen und brachten den Rest der Bevölkerung um. Daraufhin wurden durch die Johanniter die Befestigungsanlagen der Insel verstärkt. Für den Orden war Gozo ein nicht unbedeutender Wirtschaftsfaktor, denn auf dem der Insel vorgelagerten Felsen Fungus Rock ernteten sie den nur dort vorkommenden „Malterserschwamm“, eine Pflanze, der sie blutstillende Wirkung zuschrieben, und die sie neben der eigenen Anwendung für viel Geld an die die europäischen Fürstenhäuser verkauften. Später stellte sich heraus, dass die Pflanze keinerlei medizinische Wirkung entfaltet.
Als sich die Johanniter 1798 kampflos den Truppen Napoleons ergaben, begehrten Gozos Einwohner gegen die Besetzung ihrer Insel durch die Franzosen auf. Die im September auf der Insel gelandeten Soldaten wurden gefangen genommen und in der Zitadelle von Rabat festgesetzt. Im darauf folgenden Oktober rief Gozo seine Unabhängigkeit aus und gab sich den Namen „La Nazione Gozitana“ (Der Staat Gozo). Mit der Inbesitznahme des Maltesischen Archipels durch die Briten hatte die Selbstständigkeit im September 1800 schon wieder ein Ende. (Siehe auch Hauptartikel: La Nazione Gozitana)
Der britischen Herrschaft verdankt Gozo unter anderem die Ausgrabung des Ggantija-Tempels, die 1827 vom britischen Inselkommandanten Otto Bayer angeordnet wurde, die 1897 vorgenommene Umbenennung ihrer Hauptstadt Rabat in Victoria und 1915 die Einrichtung des Stadtparks von Victoria.
1987 erreichte Gozo ein Stück Autonomie zurück, als die Insel zusammen mit ihrer Nachbarinsel Comino zu einem eigenständigen Verwaltungsbezirk erhoben wurde. Für diesen Verwaltungsbezirk wurde eigens ein Minister mit eigenem Etat ernannt.
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