Gottlob König (* 18. Juli 1779 in Hardisleben bei Weimar; † 22. Oktober 1849 in Eisenach) war ein deutscher Forstwissenschaftler.
Wegen seiner wesentlichen Beiträge zur Entwicklung der Forstwissenschaft wird König zumeist zu den so genannten „forstlichen Klassikern“ (Enzyklopädisten) gezählt, zu denen Georg Ludwig Hartig, Heinrich Cotta, Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil, Johann Christian Hundeshagen und Carl Justus Heyer gehören.
Nach der Entlassung aus dem Jägercorps wurde er 1805 als Revierförster nach Ruhla bei Eisenach versetzt. Im Ruhlaer Forst begann er mit der Ausbildung junger Forstleute. 1813 erwirkte König beim Herzog die Anerkennung seines Privatforstinstituts und wurde zum Oberförster ernannt, 1819 dann zum Forstrat. 1821 wurde er zum Vorstand der neu errichteten Forsttaxations-Kommission und 1829 zum Mitglied des Oberforstamtes Eisenach ernannt. Ein Jahr später zog er mitsamt seiner Forstschule dorthin um. Seine Lehranstalt wurde schließlich auch staatlich anerkannt und erhielt den Rang einer Landesforstschule, deren Direktor König bis zu seinem Tode war. 1837 wurde König aufgrund seiner Leistungen zum Oberforstrat befördert und erhielt 1840 den Ehrendoktor der Universität Jena wegen seiner Verdienste um die systematische Weiterentwicklung der Forstwissenschaft.
Mit seinem Hauptwerk, der 1849 kurz nach seinem Tode erschienenen „Waldpflege“ brachte er diesen Begriff in die Forstwissenschaft ein und trat darin für die Erhaltung der Bodenkraft, Bestandespflege und Mischwaldbegründung ein. König war ein Gegner der Kahlschlagswirtschaft. Er befürwortete die Naturverjüngung und die Erhaltung der Rotbuche.
König machte sich auch Gedanken zur Forstästhetik und unterrichtete über die „Verschönerung der Wälder“. Seine Ansichten dazu veröffentlichte er 1844 unter dem Titel „Poesie des Waldbaus“ im „Forstlichen Cotta-Album“. Praktische Beispiele entstanden rund um die Wartburg, wo König Waldwege mit Ausblicken anlegen ließ. Mit seinen Ideen wirkte er stark auf Heinrich von Salisch und Arnold Freiherr von Vietinghoff-Riesch. Von Herzen um forstliche Öffentlichkeitsarbeit bemüht, versuchte König stets, den Waldbesuch zu fördern. Dies gelang durch Wegebau, Sicherung von Wegen und Brücken und auch durch Reitverbote. Daneben beschäftigte sich König auch mit Fragen des Forstschutzes, der Landespflege, der Anlage von Windschutzstreifen und der Aufforstung von Halden.
Mann | Deutscher | Forstwissenschaftler | Autor Literatur (19. Jh.) | Literatur (Deutsch) | Sachliteratur | Geboren 1779 | Gestorben 1849
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