article

Gotthilf Heinrich von Schubert.jpg Gotthilf Heinrich von Schubert (* 26. April 1780 in Hohenstein-Ernstthal; † 30. Juni 1860 in Laufzorn bei München) war ein deutscher Arzt und Naturforscher.

Leben


Er begann zuerst Theologie zu studieren, wechselte aber 1801 zur Medizin und ließ sich anschließend als praktizierender Arzt in Altenburg (Thüringen) nieder. Er gab seine Praxis allerdings auf und widmete sich in Dresden einer freien wissenschaftlichen Tätigkeit.

Er hielt vielbeachtete Vorträge über die Nachtseiten der Naturwissenschaft (animalischer Magnetismus, Hellsehen, Träume). 1819 bekam er in Erlangen einen Lehrstuhl für Naturgeschichte. Er las dort u.a. über Botanik, Geognosie, Mineralogie und Forstwissenschaften und wechselte 1827 letztmalig seinen Wohnort, da er als Professor für Allgemeine Naturgeschichte nach München berufen wurde, wo er in Lorenz Oken einen erbitterten Gegner fand. Schubert galt als Genie der Freundschaft.

Werk


Sein Interesse galt einer religiös fundierten Gesamtdeutung des Kosmos. Sein 1814 erschienenes Hauptwerk Die Symbolik des Traumes gehörte zu den einflussreichsten Büchern seiner Zeit, dessen Wirkung über E.T.A. Hoffmann bis zu Sigmund Freud und C.G. Jung reicht. Angeregt von den Philosophen der Romantik, erschloss Schubert seinen Schülern im Verweis auf die Spuren Gottes in der Natur und in der menschlichen Seele ein "erweckliches Christentum" von ökumenischer Weite. Durch seine Synthese von einfachem Bibelglauben und Schellingscher Naturphilosophie wurde er schließlich zu einem erfolgreichen Überwinder der Spätaufklärung. In seinem 1830 erschienenen Werk Die Geschichte der Seele, unternahm Schubert einen letzten Versuch, die romantisch-idealistische Natur- und Kulturphilosophie Herders und Schellings einer christlichen Gesamtdeutung zu unterziehen.

Weblinks


Gotthilf_Heinrich_von_Schubert

Mann | Deutscher | Mediziner (19. Jh.) | Naturforscher | Geboren 1780 | Gestorben 1860

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Gotthilf Heinrich von Schubert".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld