- | Gordon Cooper | - | Gordon Cooper mit Helm und Druckanzug.jpg | - | Land: | USA (NASA) | - | Datum Auswahl: | 2. April 1959 (1. NASA-Gruppe) | - | Anzahl Raumflüge: | 2 | - | Start erster Raumflug: | 15. Mai 1963 | - | Landung letzter Raumflug: | 29. August 1965 | - | Gesamtdauer: | 9d 9h 14min | - | Anzahl EVA: | 0 | - | Gesamtdauer EVA: | - | - | Raumflüge: | - | ausgeschieden: | Juli 1970 |
Leroy Gordon Cooper, genannt Gordo, (* 6. März 1927 in Shawnee, Oklahoma; † 4. Oktober 2004 in Ventura, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Astronaut, der mit Mercury-Atlas 9 und Gemini 5 ins Weltall flog.
Nachdem er 1946 aus dem Marine Corps ausschied, zog er nach Hawaii, wo seine Eltern inzwischen lebten, und studierte an der dortigen Universität. Im Jahre 1947 heiratete er. 1949 ging Cooper zur US-Luftwaffe und wurde in Texas und Arizona zum Piloten ausgebildet. 1950 wurde er nach Deutschland versetzt, wo er verschiedene Typen von Jets steuerte.
1954 kehrte er in die USA zurück und studierte am Air Force Institute of Technology in Ohio, wo er 1956 einen Abschluss in Luftfahrttechnik erhielt. Nach einem weiteren Jahr Ausbildung an der Edwards Air Force Base in Kalifornien arbeitete er dort als Testpilot.
Am 9. April 1959 wurde er mit den sechs anderen Astronauten der Öffentlichkeit vorgestellt. Jeder der Astronauten bekam eine Spezialaufgabe, und Cooper sollte sich dabei um die Redstone-Rakete kümmern, die an die Mercury-Kapsel angepasst werden musste. Außerdem war er damit beschäftigt, ein Mehrzweckmesser zu entwerfen, das die Astronauten im Falle einer Notlandung oder -wasserung gebrauchen konnten.
Während der ersten beiden Mercuryflüge in der Erdumlaufbahn im Frühling 1962 (Mercury-Atlas 6 und Mercury-Atlas 7) arbeitete Cooper als Verbindungssprecher (Capcom) in der Flugleitung. Am 27. Juni 1962 wurde er dann für den nächsten Flug, Mercury-Atlas 8 mit Walter Schirra, als Ersatzpilot nominiert. Dieser Flug fand am 3. Oktober statt.
Cooper, der als einziger der sieben Astronauten noch auf seinen Einsatz wartete (Deke Slayton war aufgrund von Herzproblemen nicht mehr flugtauglich), wurde am 13. November als Pilot der letzten Mercury-Kapsel nominiert. Während sich fünf seiner Kollegen neuen Aufgaben im Bereich von Gemini und Apollo zuwandten, konzentrierten sich Cooper und sein Ersatzpilot Alan Shepard auf die letzte Phase von Mercury.
Am 15. Mai 1963 startete Cooper dann mit Mercury-Atlas 9 zu seinem ersten Weltraumflug. Die Raumkapsel hatte er Faith 7 genannt. Er umkreiste die Erde 22 Mal und verbrachte damit mehr Zeit im All als seine fünf Vorgänger zusammen. Er war der erste Amerikaner, der in der Erdumlaufbahn schlief. Nacheinander fielen jedoch verschiedene Systeme aus, und Cooper musste die Bremsraketen manuell zünden.
34 Stunden und 19 Minuten nach dem Start wasserte er im Pazifischen Ozean und schloss damit das Mercury-Programm ab. Ein weiterer Langzeitflug, mit Alan Shepard als Astronaut und Cooper als Ersatzmann, war zwar noch in der Diskussion, wurde aber nicht mehr durchgeführt, um sich ganz auf das Gemini-Programm konzentrieren zu können.
Siehe auch: Liste der Raumfahrer
Mann | US-Amerikaner | Raumfahrer | Mercury-Programm | Gemini-Projekt | Pilot | Freimaurer (20. Jh.) | Freimaurer (21. Jh.) | Geboren 1927 | Gestorben 2004
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