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Der Begriff Gopuram (tam. கோபுரம் – kōpuram – , "Königs-Feste") bezeichnet in der südindischen religiösen Architektur den Torturm, der den Zugang zum Tempelareal gewährt.
Die größten Gopurams entstanden etwa ab dem 10. Jahrhundert in der südindischen Region des heutigen Karnataka im Nagara-Stil und wurden zu einem charakteristischen Merkmal der südindisch-hinduistischen sakralen Architektur. Sie dienten dazu, den Reichtum und die Macht der Tempel nach außen hin zu demonstrieren und bestanden aus einem Steinsockel, auf dem ein gestuftes Dach ruhte. Auf der obersten Stufe fanden sich meist kleine Stupas, sogenannte Stupikas.
Bild:Karnataka Hampi IMG 0730.jpg|Gopuram des Virupaksha Tempels in Hampi
Bild:Tipu Sultans summer palace temple bangalore2.jpg|Gopuram im Sommerpalast des Sultans in Bangalore
Bild:Hindutempelcolombo.JPG|Gopuram in Colombo, Sri Lanka
Gopurams in SO-Asien
Auch in den
südostasiatischen Regionen des heutigen
Kambodscha,
Vietnam und
Thailand, die schon früh von indischer Kultur und Religion beeinflusst wurden, bildeten Gopurams die Zugangsportale von Tempelanlagen. Ausgehend von
Angkor wurden sie, obwohl ursprünglich aus dem Hinduismus kommend, auch auf
buddhistischen Tempelarealen errichtet.
Bild:Taprohmfacetower01.JPG|Gopuram mit Monumentalgesichtern, Ta Prohm, Angkor
Bild:Gopurataprohm.JPG|Ta Prohm-Gopuram, Angkor
Bild:Po Klong Garai.jpg|Po Klong Garai, nahe Phan Rang, Vietnam
Externe Links
Literatur
Cole, Emily:
Stilformen und Epochen der Weltarchitektur. Köln 2005.
ISBN3-89717-350-6.
Bauform | Tor | Turm | Bauwerk des Hinduismus | Architektur (Indien)
Gopuram | Gopuram