Der Gonzen ist ein Berg im Kanton St. Gallen in der Schweiz, der Gipfel befindet sich auf 1'830 m.ü.M.
In der Schweiz gibt es keine grossen Eisenerzvorkommen, deshalb waren die meisten Bergwerke nur kurze Zeit in Betrieb. Eine Ausnahme bildet der Gonzen, der 1396 erstmals urkundlich als Bergwerk erwähnt wird, vermutlich wurde aber schon vorher abgebaut. Aus dem Gonzen wurde bis zu seiner Stilllegung 1966 etwa 2.7 Millionen Tonnen Erz gefördert. Die gesamte Länge der Stollen beträgt etwa 90 km, der tiefste Abbaupunkt befand sich auf etwa 350 m.ü.M., der höchste Abbaupunkt auf 1400 m.ü.M..
Als 1966 der Abbau stoppte, wurden Geräte, die man noch verkaufen konnte entfernt, unter anderem auch die Wasserpumpe, welche dafür sorgte, dass die unteren Stollen nicht überflutet wurden. Die unteren "Stockwerke" sind nicht mehr begehbar. Versuche von Tauchern, die gefluteten Stollen zu erkunden, scheiterten, da schon nach kurzer Zeit das Wasser sehr trüb wurde.
Ursprünglich wurde das Erz von oben her abgebaut, man musste zuerst auf den Berg hinauf und dann im Berg wieder hinunter. Das Erz wurde dann mit Schlitten auf steilen Wegen in die Schmelzen ins Tal gebracht. 1920 wurde die 1800 m lange Seilbahn von Naus (Bergbausiedlung auf 1000 m.ü.M.) in die Talstation Malerva in Betrieb genommen. Das Erz wurde in Gondeln verladen, und in die Talstation Malerva in Sargans geschickt. Dort wurde es sortiert, gewaschen und dann in Züge verladen.
Ende 1951 nahm man den Basisstollen auf 492 m.ü.M. in Betrieb, dadurch wurde der Erzabbau via Naus überflüssig. Im gleichen Jahr legte man die Seilbahn still, heute steht sie nicht mehr.
Seit 1966 ist das Eisenbergwerk Gonzen nicht mehr in Betrieb, die Eisenbergwerk Gonzen AG (EGAG) hat aber noch die Abbaulizenz. Der Verein Pro Gonzenbergwerk betreibt Führungen durch den Gonzen.
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