Bahr al-Dschabal.PNG im Sudan]]
Gondokoro (auch Ismailia) ist eine Stadt im sudanenischen Bundesstaat al-Istiwa'iyya al-wusta.
Die besondere Bedeutung liegt darin, dass der Nil von hier aus bis Khartum schiffbar ist, nachdem ein Kanal durch den Sudd von 1899 bis 1903 errichtet wurde.
Von alters her befand sich hier im Einflußgebiet der Bari der Hauptmarkt für Elfenbein und Sklaven, die von hier aus nach Khartum geschafft worden sind.
Hier wurde Anfang 1853 eine österreichische Station unter dem Provikar Ignaz Knoblechner errichtet, die allerdings wegen des sehr schlechten Klimas nach dessen Tod (13. April 1858) im darauffolgenden Jahr aufgegeben wurde.
Hier trafen am 15. Februar 1863 die Afrikaforscher Speke and Grant nach ihrer Entdeckung der Nilquellen auf Samuel Baker und dessen Frau, die den Oberlauf des Nils bereisten.
Um dem Sklavenhandel zu beenden, rüstete Ismail Pascha, der Khedive von Ägypten, 1871 eine Expedition unter Baker aus, der die umliegende Gegend annektierte und den Ort zu Ehren des Khediven Ismailia nannte. Er befestigte den Ort und legte eine Garnison an. Gordon Pascha verlegte die Station aus klimatischen Gründen 1875 nach Ladó.
Während des Mahdiaufstands 1885 fiel Gondokoro in die Hände der Araber. Nach der Zerschlagung des Mahdi-Staates 1898 fiel das Gebiet wieder in die Hände der Briten. Es wurde der nördlichste befestigte Punkt des Protektorats Uganda.
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