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Der Bezirk Goms (fr. District de Conches) im Kanton Wallis mit dem Hauptort Münster besteht aus folgenden Gemeinden: Karte_Bezirk_Goms.png | Karte Gemeinden des Bezirks Goms.png

Name der Gemeinde Einwohner
(31. Dez. 2002)
Fläche in km²
Bellwald 452 13.7
Binn 151 65.0
Blitzingen 90 11.8
Ernen 4 554 35.4
Fiesch 1002 11.3
Fieschertal 280 173.0
Grafschaft 1 206 22.6
Lax 312 5.0
Münster-Geschinen 2 489 48.7
Niederwald 66 4.7
Obergesteln 207 14.6
Oberwald 272 96.9
Reckingen-Gluringen 3 550 41.2
Ulrichen 244 44.4

1 Zusammenschluss der drei Gemeinden Biel, Ritzingen und Selkingen am 1. Januar 2001.

2 Zusammenschluss der beiden Gemeinden Münster und Geschinen im Herbst 2004.

3 Zusammenschluss der beiden Gemeinden Reckingen und Gluringen im Herbst 2004.

4 Zusammenschluss der vier Gemeinden Ausserbinn, Ernen, Mühlebach und Steinhaus im Frühjahr 2005.

Geographische Lage


Als Goms wird der oberste Talabschnitt des Oberwallis zwischen der Quelle der Rhone und der Talstufe von Grengiols in der Nähe von Brig beizeichnet. Es ist der östlichste Teil des Kantons Wallis. Das Goms wurde durch den eiszeitlichen Rhonegletscher ausgehobelt. Danach wurde der Talboden durch die Rotten, der jungen Rhone, aufgeschüttet.

Mit dem Auto erreicht man das Goms von Norden her bequem durch den Lötschbergtunnel (Autoverlad), von Osten und Süden durch den Furkatunnel (Autoverlad) mit Verladestationen in Realp und Oberwald oder im Sommer über den Furkapass, Grimselpass und Nufenenpass bzw. über den Simplonpass. Von Westen erreicht man das Goms über Sion entlang dem Rhonetal Richtung Brig. Durch die Matterhorn-Gotthard-Bahn ist das Goms bestens per Eisenbahn von Westen via Brig und Osten via Furkatunnel erreichbar. Der berühmte Glacier-Express durchfährt das Goms auf seiner Reise von St.Moritz nach Zermatt.

Geschichte


Das Goms war bereits während der Steinzeit bewohnt und während der Römerherrschaft ein Teil der Provinz Raetia. Über die Grimsel drangen gegen das 9. Jahrhundert die Alemannen ein und überlagerten die keltische Urbevörlkerung. Damals entstand im romanischen Wallis ein germanischer Sprachkern. 1362 verbündeten sich die Gommer mit den Urkantonen der alten Eidgenossenschaft. Die wohl berühmteste Persönlichkeit brachte das Goms mit dem Hotelkönig César Ritz hervor. Siehe auch unter: Geschichte des Wallis.

Wintertourismus


Durch seine Höhenlage gilt das Goms als schneesicheres Langlaufparadies. Über 100 km Loipen stehen den Langläufern und Skatern zur Verfügung. Die Loipen verbinden zwölf idyllische Gommer Dörfer miteinander. Ausserdem gibt es zwischen Obergesteln und Ulrichen eine Nachtloipe und zwei Hundeloipen zwischen Obergesteln und Oberwald sowie zwischen Reckingen und Ritzingen.

Ein kleines Skigebiet in Oberwald VS bietet Pisten aller Schwierigkeitsgrade. Eine Sesselbahn und die Skilifte führen die Skifahrer und Snowboarder in ein Skigebiet zwischen 1’380 m.ü.M. und 2'080 m.ü.M.

Ein grosse Zahl von gepfadeten Winterwanderwege laden zum Wandern ein.

In jedem Dorf befindet sich ein Bahnhof der Matterhorn-Gotthard-Bahn. Mit dem Zug kehren Langläufer und Wanderer wieder an ihren Ausgangspunkt zurück.

Sommertourismus


Im Sommer laden über 700 km markierte Wanderwege zu Wanderungen jeden Schwierigkeitsgrad ein. Der berühmte Gommer Höhenweg sowie der Rottenweg im Talboden verbinden die Dörfer im Goms miteinander.

Für Radfahrer und Biker bietet das Goms eine grosse Anzahl von leichten Radwegen für die ganze Familie bis zu steilen Trails für sportliche Biker an. Entlang dem Lauf der jungen Rhone führt eine familienfreundliche Tour von Oberwald bis Brig.

Ein Erlebnis besonderer Art ist eine Fahr in einem historischen Zug auf der Dampfbahn Furka-Bergstrecke zwischen Gletsch und Realp UR im Kanton Uri.

Binntal


Panorama binntal.jpg Durch sein Mineralienreichtum wurde das Binntal, ein abgelegenes Seitental des Goms, berühmt. Das ganze Tal steht als „Landschaft von nationaler Bedeutung“ unter Schutz. Seit der Steinzeit dient der Albrunpass als Übergang ins benachbarte Italien. Über den Albrunpass zogen die Walser im 13. Jahrhundert nach Italien.

Neuere Geschichte


Die einzige verbliebene Kommunanz des Bezirks Goms und des Kantons Wallis überhaupt ist die Kommunanz Reckingen-Gluringen/Grafschaft (BFS-Nr.: 6391). Sie hiess bis zum 31. Dezember 2003 offiziell Kommunanz Gluringen-Ritzingen und trug die BFS-Nr. 6072. Der Namenwechsel wurde nötig, weil sich bereits 2001 die frühere Gemeinde Ritzingen mit Biel VS und Selkingen zur neuen Gemeinde Grafschaft VS und im Oktober 2004 die frühere Gemeinde Gluringen mit Reckingen VS zur Gemeinde Reckingen-Gluringen zusammengeschlossen hatte.

Weblinks


Goms,_Bellwald,_Sicht_ueber_das_Tal.jpg

Schweizer Bezirk

Distrito de Goms | District de Conches Goms

 

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