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Unter Goldsynthese versteht man den uralten Traum der Alchemisten, unedle Metalle in Gold zu transmutieren. Die Goldsynthese ist mit Hilfe von Teilchenbeschleunigern oder Kernreaktoren möglich, aber in der Praxis viel zu aufwändig. Da es nur ein stabiles Goldisotop, Au 197, gibt, müssen Kernreaktionen zur Goldsynthese dieses liefern. Künstlich erzeugtes nicht radioaktives Gold kann daher nicht von natürlich gewonnenem Gold unterschieden werden.

Goldsynthese im Teilchenbeschleuniger


Eine Goldsynthese im Teilchenbeschleuniger ist auf vielen Wegen möglich. Da Teilchenbeschleuniger viel Energie verbrauchen und die Ausbeute gering ist, ist der Einsatz von Teilchenbeschleunigern hierfür generell ungeeignet, da das so gewonnene Gold teurer ist als herkömmliches.

Goldsynthese im Reaktor


In einem Kernreaktor kann durch Bestrahlung von Platin oder Quecksilber Gold hergestellt werden. Da Platin teurer als Gold ist, ist Platin als Ausgangsmaterial besonders unwirtschafltich. Vom Quecksilber kann nur das Isotop Hg196, welches im natürlichen Quecksilber mit einem Gehalt von 0,15 % enthalten ist, bei Bestrahlung mit langsamen Neutronen durch Neutroneneinfang und anschließenden Elektroneneinfang in das einzige stabile Goldisotop Au197 umgewandelt werden. Die anderen Quecksilberisotope wandeln sich bei Bestrahlung mit langsamen Neutronen ineinander um oder bilden Quecksilberisotope, die sich durch Beta-Zerfall in Thallium umwandeln. Mit schnellen Neutronen kann das Quecksilberisotop 198, welches im natürlichen Quecksilber zu 9,97 % enthalten ist, durch Abspaltung eines Neutrons in das Quecksilberisotop 197 umgewandelt werden, welches dann zu Gold zerfällt. Allerdings besitzt diese Reaktion einen geringeren Wirkungsquerschnitt und wäre nur in Schnellen Brütern oder mit Spallations-Neutronenquellen durchführbar. Denkbar ist auch, mit sehr energiereichen Neutronen aus den anderen Quecksilberisotopen mehrere Neutronen herauszuschlagen, um so Quecksilber 197 zu erhalten. Allerdings können so energiereiche Neutronen nur mit Hilfe von Teilchenbeschleunigern erzeugt werden.

Die Goldsynthese hat wegen ihrer geringen Effizienz keine wirtschaftliche Bedeutung, obwohl in den 50er Jahren zu Demonstrationszwecken in den USA durch Bestrahlung von Quecksilber im Atomreaktor nach oben erzeugten Reaktionen eine kleine Menge Gold erzeugt worden sein soll.

Über die Möglichkeit der Synthese anderer Edelmetalle, Edelmetallsynthese.

Goldsynthese durch den Stein der Weisen


Alchimisten haben sich jahrhundertelang der Transmutation der Elemente verschrieben und suchten den „lapis mineralibus“, den Stein der Weisen. Obwohl es sich dabei nicht wirklich um einen magischen Stein handelt, wie der Name suggeriert, sondern vielmehr um eine rote Substanz, die der Alchimist auch das Pulver der Projektion nannte.

Siehe auch


Kernphysik | Gold

Fabricatio auri

 

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