Als Goldreserve bezeichnet man nationale Goldbestände, die meist im Verantwortungsbereich einer Zentralbank oder eines Finanzministeriums stehen. Der Zweck nationaler Goldreserven bestand früher zumeist in der Deckung von Währungen (Goldstandard). Heute wird Gold vorwiegend als nationale Reserve für Krisenzeiten aufbewahrt. Der Staat kann durch Verkäufe des Goldes z. B. unerwartete Sonderausgaben bestreiten, und sich damit also gegen Katastrophen absichern. Da die deutsche Zentralbank unabhängig ist, obliegt es ihr allein, ob sie einen Teil ihrer Reserven verkauft oder nicht. Jedoch haben sich die Länder mit den größten Goldreserven darauf geeinigt, nicht ohne Absprachen Gold auf den Markt zu bringen, um so den Goldpreis zu stabilisieren. In dem aktuellen Vertrag von 2004 mit fünfjähriger Laufzeit, besitzt die Bundesrepublik eine Option auf einen Verkauf.
Die weltgrößten Goldreserven besitzen die USA, gefolgt von Deutschland und der Schweiz. Die Goldvorräte der USA werden z. B. in dem aus dem James Bond-Film Goldfinger bekannten Fort Knox gelagert.
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