Goldfinger ist ein Roman von Ian Fleming und der dritte Teil der James-Bond-Filmreihe, die auf Flemings Bond-Romanen basiert.
Der Film Goldfinger ist als der am schnellsten Geld bringende Film aller Zeiten in das Guinness-Buch der Rekorde eingegangen, denn er spielte in den ersten zwei Wochen 2,9 Mio. Dollar ein und hatte nach nur drei Wochen seine Produktionskosten wieder eingespielt. Weltweit erwirtschaftete Goldfinger schließlich über 120 Mio. Dollar. Norman Wanstall erhielt 1964 den Oscar in der Kategorie Toneffekte.
Heute wird Goldfinger als ein Inbegriff der Bond-Filme gesehen. Fans betiteln ihn gar als den besten Bond-Film überhaupt. Er war außerdem einer der ersten Filme, für den ein intensives Merchandising betrieben wurde, bevor es dieses Wort überhaupt gab. So ging dem Kinostart eine groß angelegte Werbekampagne voraus, die sich u.a. in Agentenspielzeug mit 007-Pistolen, Aston Martin-Bausätzen etc. ausdrückte; die Premiere wurde schließlich von Mädchen im knappen Goldanzug begleitet.
Goldfinger war zudem der erste Bond-Film, dessen Titelsong die Charts stürmte. Gesungen von Shirley Bassey kam der Song Goldfinger sofort in die Top Ten, das Album wurde vergoldet.
Die Geschichte erzählt von Auric Goldfinger (Gert Fröbe), dem größten Goldschmuggler der Welt. („Ich liebe seinen Glanz und seine göttliche Schwere“). Der Engländer ist eingetragener Juwelier. Bond deckt einen teuflischen Plan von Goldfinger auf. Dieser will mit Unterstützung der Volksrepublik China die gesamten Goldreserven der USA aus dem Fort Knox radioaktiv verseuchen, damit der Wert von Goldfingers eigenen Beständen um ein Vielfaches steigt.
Die Truppen, die um Fort Knox stationiert sind, sollen dabei mit einem Giftgas getötet werden, damit Goldfingers Leute ungestört in das Lager eindringen können. Doch Goldfingers hauseigene Pilotin Pussy Galore (Honor Blackman) erliegt dem unwiderstehlichen Charme Bonds und lässt über den Soldaten ein harmloses Gasgemisch versprühen. Die Soldaten, die vorher informiert wurden, sinken nur zum Schein nieder und gehen zum Angriff über, nachdem Goldfingers Bande bis zum Tresor vorgedrungen ist. Bond wird während der Auseinandersetzung an die Atombombe gekettet und im Tresor mit Goldfingers Bodyguard Oddjob (Harold Sakata) eingeschlossen. Er kann sich aber befreien und liefert sich mit diesem einen tödlichen Zweikampf. Kurz (7 Ticks; auf der Anzeige 007) vor der Detonation kann die Bombe entschärft werden. Der geflüchtete Goldfinger versucht wenig später, sich dafür an Bord eines Flugzeugs an Bond zu rächen, wird nach einem Kampf aber spektakulär aus dem Fenster gesogen. Das Flugzeug stürzt ab, doch Bond und Pussy Galore können sich mit einem Fallschirm retten.
In einer Szene zu Beginn des Films wird eine Frau durch „Hauterstickung“ getötet. Ihr Körper war vollständig mit Gold überzogen worden und sie starb, da ihre Haut nicht mehr „atmen“ konnte. Angeblich basiert diese Idee auf der Geschichte eines Models aus der Schweiz, die ihren Körper mit Goldfarbe überzogen hatte und erstickte. Doch obwohl diese Erklärung plausibel erscheint, wurde darüber spekuliert, ob dies überhaupt möglich sei.
Menschen (wie auch alle Säugetiere) atmen durch Mund und Nase. Die einzigen Lebewesen, die durch die „Haut“ atmen, sind einige Insekten- und Amphibienarten. Wenn es wirklich wahr wäre, dass die Hautatmung für Menschen lebensnotwendig ist, wäre es unmöglich, ein längeres Bad zu nehmen, eine Taucherausrüstung anzuziehen oder sonstige Aktivitäten auszuüben, die eine großflächige Bedeckung des Körpers erfordern. Die eigentliche Gefahr liegt darin, dass die Farbe beim Trocknen ihre Oberfläche verringert und so einschnürend wirkt, was zu Erstickung führen kann. Außerdem wäre eine vollständige Bemalung der Haut insofern sehr gefährlich, als man nicht mehr schwitzen könnte und so eine Überhitzung riskierte. Des weiteren können sich bei einem Überzug mit Metallen (sogar bei Gold) Ionen bilden, die zu einer Vergiftung führen. Deshalb sind z.B. in Kosmetika Metalle verboten.
Filmtitel | Filmtitel 1964 | James Bond | Agentenfilm | Britischer Film | US-amerikanischer Film
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