Als Gokishichidō (jap. 五畿七道, fünf Hauptstädte, sieben Straßen) wurden die Verwaltungseinheiten Japans im Mittelalter bezeichnet.
Nach dem Ritsuryō-System gegen Ende des 7. Jahrhunderts wurde in der Asuka-Zeit ein Verwaltungssystem mit fünf inneren Provinzen und sieben äußeren Regionen geschaffen. Als Vorbild diente die chinesische Verwaltung zur Zeit der Sui-Dynastie. In diese Regionen wurden die rund 60 Provinzen gruppiert.
Die äußeren Regionen waren nach den Fernstraßen (道 -dō) benannt, durch die sie erschlossen wurden. Die Straßen erleichterten Feldzüge, ermöglichten eine effektive Verwaltung und förderten den Handel.
Startpunkt aller Straßen war die jeweilige japanische Hauptstadt: Zuerst Heijō-kyō (Nara), dann Heian-kyō (Kyōto).
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