Der hl. Godehard oder Gotthard von Hildesheim (* 960 in Reichersdorf bei Niederalteich / Niederbayern; † 5. Mai 1038 in Hildesheim / Niedersachsen) war Bischof von Hildesheim und gehört zu den bedeutenden Heiligen des Mittelalters. Die Spuren seiner Verehrung (Benennung von Kirchen und Ortschaften) reichen von Italien und Kroatien bis nach Skandinavien. Mit dem Sankt-Gotthard-Pass in der Schweiz trägt einer der wichtigsten Alpenübergänge und -tunnel seinen Namen.
Nach dem Tod Bernwards wurde Godehard 1022 durch Kaiser Heinrich II. zum Bischof von Hildesheim berufen. Es war die Zeit der Sachsenkaiser, als Hildesheim eines der politischen und kulturellen Zentren des Reiches war. Godehard setzte die Aufbauarbeit seines Vorgängers mit Energie fort. Dreißig neue Kirchen entstanden im Bistum, in der Stadt wurde die Michaeliskirche vollendet, der Dom erhielt ein neues Westwerk. Durch Reisen und Synoden vertiefte Godehard aber vor allem das geistliche Leben seiner Diözese. Sein monastischer Ernst, aber auch seine gelassene Heiterkeit hinterließen tiefen Eindruck und werden in den Quellen vielfach gerühmt. Die Legenden, die sich rasch mit seinem Namen verbanden, spiegeln die Kraft und Wirkung seiner Persönlichkeit.
Godehard starb am 5. Mai 1038 im von ihm gegründeten Mauritiusstift bei Hildesheim.
Er wurde 1131 durch Papst Innozenz II. als erster Bayer heilig gesprochen. In Hildesheim entstand ihm zu Ehren die hochromanische St.-Godehards-Basilika. In der Domkrypta wird sein Reliquien-Schrein verehrt.
Godehard ist der Patron der thüringischen Stadt Gotha, in deren Wappen der Bischof auch abgebildet ist.
Abt | Heiliger | Römisch-katholischer Bischof (11. Jh.) | Geboren 960 | Gestorben 1038 | Hildesheim
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"Godehard von Hildesheim".
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