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Goalball
 

Goalball ist eine Mannschaftssportart für blinde und sehbehinderte Menschen und wird fast auf der ganzen Welt gespielt.

Dieser Sport wurde vom Österreicher Hans Lorenzen und dem deutschen Sepp Reindle für Kriegsinvalide entwickelt und zum erstenmal 1946 gespielt.

Goalball ähnelt sehr dem Torball. Die größten Unterschiede bestehen darin, dass der Klingelball 1250 g wiegt, das Spielfeld eine Abmessung von 9 x 18 Metern hat und dass zwei Schiedsrichter benötigt werden. Zudem werden im Spielfeld keine Leinen gespannt. Im Gegensatz zum Torball gibt es aber eine Überwurflinie. Das heißt, dass der Ball vor einer speziellen Linie auf den Boden auftreffen muss.

Spielverlauf


Das Spiel, das mit verbundenen Augen gespielt wird, dauert 2x 10 Minuten. Der Ball darf erst geworfen werden, wenn vom Schiedsrichter die Anweisung "play" oder "spiel" erteilt wird. Die Mannschaft darf den Ball 10 Sekunden in ihrer Kontrolle behalten. Ein Spieler darf ihn jedoch nur zweimal in die Hände nehmen.

Strafsituationen


Zu einer Strafsituation kommt es wenn

  • der Ball mehr als zehn Sekunden in der Kontrolle einer Mannschaft ist
  • der Ball erst hinter der Überwurflinie auf den Boden auftrofft
  • die Dunkelbrille berührt wird
  • der Ball geworfen wird bevor der Schiedsrichter die Anweisung "play" oder "spiel" auspricht
  • illegale Anweisungen vom Mannschaftsbetreuer erteilt werden
  • der Ball von einem Spieler mehr als zweimal in den Händen gehalten wird.

Verbreitung


Goalball wird auf der ganzen Welt gespielt. In Mitteleuropa ist Goalball allerdings fast ausgestorben und ist fast komplett durch das Torball ersetzt worden.

Momentane Entwicklung


Goalball ist genauso wie die meisten anderen Behindertensportarten auf dem Rückzug. Die Gründe dafür sind zum einen der Rückgang der Zahl von jungen behinderten im allgemeinen und zum anderen die zum Teil nichtmehr vorhandenen Strukturen wie z.B. die Blindenschulen, die die Förderung des Sportes erleichterten. Beim Goalball kommen zudem die höheren Kosten für die Anschaffung des Materials und der höhere Trainingsaufwand erschwehrend hinzu. Ein Goalballspieler muss im Normalfall nebenbei noch ein ordentliches Fitness-Training absolvieren, um die Kraft für diesen Sport aufzubringen. Dies war besonders früher der Fall als noch der Ball 2 Kg wog. Dieser Umstand hat zur Folge, dass es kaum Damenmannschaften und relativ wenige Herrenmannschaften gibt. Aufgrund der Langsamkeit dieses Sportes wurde er in Mitteleuropa und in Teilen Lateinamerikas durch das leichter anwendbare und atletischere Torball ersetzt. Ein Torball-Spiel kann mit weniger Trainingsaufwand betriegen werden und das Spiel ist im Schnitt zwei bis dreimal so schnell.

Paraolympics


Goalball ist im Gegensatz zu Torball paraolympisch, weil es auf der Welt weiter verbreitet und zudem die ältere Sportart ist. Früher musste zudem mit einem zwei Kilogramm schweren Ball gespielt werden.

Mannschaftssport | Behindertensport

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