Der Musculus gluteus maximus (lat.: größter Gesäßmuskel) ist einer der Hüftmuskeln des Oberschenkels. Anatomisch betrachtet gehört er zur dorsolateralen (rückenwärts seitlich gelegenen) Hüftmuskulatur. Er ist beim Menschen der größte und kräftigste der Gesäßmuskeln und bildet den gesamten hinteren Bereich des Gesäßes. Er wird daher oft zur intramuskulären Injektion genutzt (intragluteale Injektion).
Unter dem Musculus gluteus maximus liegen noch der mittlere und der kleinste Gesäßmuskel. Bei den vierfüßigen Säugetieren ist er nicht der größte der Kruppenmuskeln, hier wird er aufgrund der ebenfalls oberflächlichen Lage als Musculus gluteus superficialis („oberflächlicher Kruppenmuskel“) bezeichnet. Bei den Paarhufern ist dieser Muskel mit dem Musculus biceps femoris zum Musculus gluteobiceps verschmolzen. Gluteus maximus.png
Bei Lähmung des mittleren Gesäßmuskels (Musculus gluteus medius), der unter dem Musculus gluteus maximus liegt, kommt es zum Trendelenburg-Zeichen: Wird ein Bein beim Stehen gebeugt, kippt das Becken auf die Seite des gebeugten Beins. Um ein Umkippen zu dieser Seite zu verhindern, wird der Oberkörper als Gegengewicht zur anderen Seite hin gebogen (Lateralflexion). Daraus entsteht ein „Watschelgang“.
Im Stehen liegt der Gluteus maximus über dem Sitzbeinhöcker (Tuber ischiadicum). Er wird jedoch beim Sitzen nicht gequetscht, weil der Unterrand des Muskels dabei zur Seite gleitet.
Gluteal muscles | Glúteo mayor | Pakaralihas | Gluteus maximus
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