| Strukturformel | |
|---|---|
| Glukose.png | |
| Allgemeines | |
| Name | Traubenzucker |
| Andere Namen | Glucose, Glukose, Dextrose |
| Kategorie | Einfachzucker, Kohlenhydrate |
| Summenformel | C6H12O6 |
| CAS-Nummer | 50-99-7 |
| Kurzbeschreibung | farbloses Pulver |
| Eigenschaften | |
| Molmasse | 180,16 g/mol |
| Aggregatzustand | fest |
| Dichte | 1,56 g/cm³ |
| Schmelzpunkt | 146 °C |
| Siedepunkt | |
| Dampfdruck | |
| Löslichkeit | 470 g/L (Wasser bei 20 °C) |
| ΔfH0l | |
| S0g, 1 bar | |
| Sicherheitshinweise | |
| Gefahrensymbole | |
| -- | |
| R- und S-Sätze | -- |
| MAK | -- |
| LD50 (Ratte, oral) | 25,8 g/kg |
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |
Der Traubenzucker kann im Körper über Glykolyse, Oxidative Decarboxylierung und Citratzyklus vollständig zu Wasser und Kohlenstoffdioxid abgebaut werden. Bei hohem Angebot von Glucose kann der Metabolit Acetyl-CoA aber auch zur Fettsäuresynthese genutzt werden. Ebenfalls wird durch Glucose der Glykogen-Speicher des Körpers wieder aufgefüllt, der vor allem in Leber und Skelettmuskulatur zu finden ist. Diese Vorgänge sind hormonell und durch den Blutzuckerspiegel reguliert.
Hergestellt wird Traubenzucker heutzutage durch eine Reihe enzymatischer Spaltungen von Stärke (z. B. aus Mais oder Kartoffeln), bis nur noch D-Glukose-Monosaccharide vorliegen.
Die oben abgebildete Darstellung der pyranoiden Form - im Beispiel die β-D-Glucopyranose (für eine Erklärung der Bezeichnungen D und L siehe Fischer-Projektion)* - wird als Haworth-Projektion bezeichnet. Dabei wird der Ring als eben dargestellt, was nicht der Realität entspricht, aber für viele Zwecke ausreichend ist. Durch den Ringschluss wird das 1. C-Atom zu einem Chiralitätszentrum, so dass die neue Hydroxylgruppe zwei Stellungen einnehmen kann. Die Struktur, bei der die Hydroxy-Funktion in der üblichen Haworth-Projektion der D-Glucose (C-Atom 6 nach oben) nach unten weist, wird als α-D-Glucose bezeichnet, die mit der Hydroxy-Funktion nach oben als β-D-Glucose. Allgemein gilt, dass bei der α-Form die beim Ringschluss gebildete Hydroxy-Funktion auf der entgegengesetzten Seite der Ringebene der Haworth-Projektion steht wie die Hydroxymethylengruppe (C-Atom 6), bei der β-Form auf derselben. In dieser Form gilt die Definition sowohl für die D- und L-Zucker, als auch für Aldosen und Ketosen. α- und β-D-Glucose sind Beispiele für als Anomere bezeichnete Strukturen. Anomere sind stereoisomere Zucker, die sich nur in der Konfiguration an dem beim Ringschluss gebilden Chiralitätszentrum unterscheiden. Anomere sind somit ein Spezialfall der Epimere.
(*) Eselsbrücke, um sich die Glucose-Konfiguration in der Fischer-Projektion zu merken: Ta-Tüü-Ta-Ta (wie das Martinshorn).
Anmerkung Ein Hinweis für die Ringform im festen Zustand sind zwei verschiedene Schmelzpunkte für reine D-Glukose. Gäbe es nur die offenkettige Aldehyd-Form, dürfte es nur einen Schmelzpunkt geben. Alpha-D-Glukose hat einen Schmelzpunkt von 146 °C, beta-D-Glukose von 150 °C.
Die industriell interessanten Produkte bzw deren Vorstufen sind fett gekennzeichnet:
Pflanze (Photosynthese) Amylasen
6 H2O + 6 CO2
--> Glucose <===> Stärke, (Glycogen)
|
V
Streptomycin <
-|
V
-> Biopolymere
Cystein <
---Serin<
-|
| |
V |
|
---> Penicillin, V
^ ^ Cephalosporin |
| \ | Sauerstoff
| \ | ^
| \ | |
| \ V /
> Milchsäure, Ameisensäure
| Valin <
Pyruvat
--> Ethanol, Essigsäure
| |
\ |
\ |
--Aspartat V
\ Acetyl-CoA
-->
--->\
\ ^ \ |
\ / V |
Methan <- Essigsäure <
--Oxalacetat Citronensäure |
^ | |
|Zitronensäurezyklus| |
| | |
| V |
\ / |
Oxoglutarat |
| |
| |
| |
V |
Glutamat |
| |
V |
Arginin V
|
Fettsäure <-- |
|
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|
Polyketide <-- |
|
|
Isoprenoide <--\ |
\ __|
/
Acetoacetyl-CoA <--/
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