| Wissenschaftlicher Name
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| Erica tetralix
|
| L.
|
Die
Echte Glockenheide (
Erica tetralix), auch
Moorheide genannt, gehört zu den
Heidekrautgewächsen (Ericaceae). Die zartrosa bis weißen Blüten sind für eine europäische Heideart sehr groß. Sie erscheinen im Sommer und Herbst.
Volkstümliche Bezeichnungen
Die Bezeichnungen Doppheide (Storman), Toppheide und Dopphehe (Ibbenbüren)beziehen sich auf die Form der Blütenkrone. "Dopp" bedeutet so viel wie: hohle Rundung.
Weitere Namen: Sumpfheide, Torfheide, Suerheid (bergisch), Forchheide, Frühlingsheide.
Verbreitung
Atlantisches Europa, Spanien, Portugal, Nordfrankreich, Britische Inseln, Dänemark, Polen. In Deutschland vor allem im Nordwestdeutschen Tiefland (Niederrhein, Münsterland, Senne, Lüneburger Heide) bis Schleswig-Holstein, in Mecklenburg-Vorpommern verstärkt in den küstennahen Gebieten. In Hessen sehr selten (früher nahe Offenbach). Neuerdings wurde die Art auch in bayerischen Mooren angesalbt, wo die Glockenheide natürlicherweise nicht vorkommt.
Standortansprüche und Lebensraum
Auf sauren, nährstoffarmen und anmoorigen Böden. In Feuchtheiden, an
Heideweihern und -mooren, auf Lichtungen. Siedelt auch auf Sekundärstandorten, z.B. in Sandgruben.
Gefährdung, Schutz
Die Glockenheide ist vor allem durch Entwässerung, Wiederbewaldung, bzw. Aufforstung und Eutrophierung der Standorte gefährdet. Größere Bestände finden sich oftmals nur noch in Naturschutzgebieten. An vielen Stellen wird sie nach Trockenlegung der Standorte durch das
Pfeifengras (
Molinia caerulea) verdrängt. Durch geeignete Biotopflegemaßnahmen (Wiedervernässung, Entbuschung) kann es zu einem Wiederausbreiten von
Erica tetralix kommen.
Weblinks
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Heidekrautgewächse
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