| ICD-10-Code Glioblastom
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| C71.- | Glioblastoma multiforme | Bösartige Neubildung des Gehirns
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| Die Lokalisation ist durch Angabe der 4. Stelle (0-9) zu ergänzen.
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Das
Glioblastom (medizinisch korrekt:
Glioblastoma multiforme) ist ein höchst bösartiger und schnell wachsender
Hirntumor, der von den Stützzellen (
Glia) des Gehirns ausgeht.
Epidemiologie
15% aller Hirntumoren sind Glioblastome. Es tritt am häufigsten in der Altersgruppe der 60-70jährigen auf. Männer sind öfter betroffen als Frauen (2:1).
Symptome
Die Symptome sind abhängig vom Ort des Tumorwachstums unterschiedlich. Wegen des raschen Wachstums entwickeln sich die Beschwerden meistens schnell innerhalb weniger Wochen bis Monate.
Erste Symptome können anhaltende und ungewohnte
Kopfschmerzen,
epileptische Anfälle,
Lähmungen,
Schwindel,
Sehstörungen oder auffällige
Persönlichkeitsveränderungen sein.
Diagnostik
Glioblastoma (1).jpg
Die
Diagnose wird durch bildgebende Verfahren (
CT,
MRT) und
feingewebliche Untersuchung gestellt. In der Bildgebung erscheint das Glioblastom unregelmäßig geformt mit randständig starker
Kontrastmittelaufnahme (ringförmiges
Enhancement). In der Umgebung des Tumors bildet sich typischerweise ein
Ödem aus.
Wegen der histologischen Eigenschaften entspricht das Glioblastom dem WHO-Grad IV eines Astrozytoms. Es ist zu unterscheiden vom gutartigen Gliom (Näheres siehe Astrozytom).
Therapie
Operationen mit Entfernung des Tumors können das Fortschreiten der Erkrankung nur verlangsamen, aber nicht dauerhaft verhindern, da einzelne Tumorzellen das gesunde Gehirngewebe durchwandern (infiltratives Wachstum). Diese weit verstreuten Tumorzellen können auch mit
Chemotherapie oder
Bestrahlung nicht vollständig abgetötet werden.
Gentherapeutische Verfahren werden derzeit in klinischen Studien erprobt. Dazu gehören Strategien, die sich auf tumorbiologisch relevante genetische Veränderungen oder die daraus resultierenden Proteine konzentrieren. Der epidermale Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR) stellt in diesem Zusammenhang ein herausragendes Zielmolekül dar.
Prognose
Das Glioblastom ist äußerst schwer zu behandeln. Zwar wurden einige Fälle beschrieben, in denen es zur völligen
Remission kam, die 5-Jahres-Überlebenszeit beträgt allerdings nur ca. 3 %.
Wegen der weit verstreuten Tumorzellen tritt auch nach der Behandlung in der Regel innerhalb von Monaten ein Rezidiv auf. Eine Therapie mit Operation sowie nachfolgender Bestrahlung und Chemotherapie kann die Überlebenszeit um einige Monate verlängern und Symptome mindern.
Pathogenese
Glioblastome können sowohl durch schrittweise Progression aus Grad II über Grad III
Astrozytome entstehen. Diese sogenannten sekundären Glioblastome weisen bevorzugt eine Mutation des
TP53-Gens auf, während die
de-novo entstandenen primären Glioblastome Verluste des
PTEN-Gens und eine Amplifikation des
EGFR-Gens aufweisen.
Literatur
- Marc-Eric Halatsch: Epidermale Wachstumsfaktorrezeptoren als Zielmoleküle experimenteller Therapiestrategien für das Glioblastoma multiforme, Baden-Baden: Deutscher Wissenschafts-Verlag 2004 ISBN 3-935176-32-5
Nicht wissenschaftlich:
- Gene O'Kelly ( = Eugene D. O'Kelly, Corinne O'Kelly): Chasing Daylight - How My Forthcoming Death Transformed My Life. Auf engl. McGraw-Hill, NY. 2005. ISBN 0071471723 . 160 S. Rezension von Marc Pitzke in SPIEGEL ONLINE - 24. Februar 2006.
Weblinks
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