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Ein Gley ist ein vom Grundwasser beeinflusster Boden. Man unterscheidet Gley, Nassgley, Anmoorgley, Moorgley und Tundragley. Gebildet wird er durch eine Vergleyung, bei der es durch Grundwasser im Bodenkörper zu Oxidations- und Reduktionsprozessen kommt. Böden, die nicht vom Grundwasser- sondern von Stauwasserprozessen geprägt werden, nennt man Pseudogley.

Die typische Horizontabfolge lautet: Ah/Go/Gr, wobei Übergangshorizonte zwischen Go und Gr bestehen können, die je nach Ausprägung der Merkmale, entweder Gro oder Gor benannt werden.

  • Ah-Horizont: oberster Horizont, h für Humus; der Horizont ist humos. Der obere Bodenhorizont (A-Horizont) ist ein feuchter, gut zersetzter Mullhumus. Bei Normgley ist der A-Horizont mindestens 4 dm mächtig.
  • Go-Horizont: G für Grundwasser, o für oxidiert, er liegt im Schwankungsbereich bzw. Kapillarsaum des Grundwassers und ist periodisch durchlüftet. Er weist durch Eisen(III)-Verbindungen eine rostfleckige Färbung auf.
  • Gr-Horizont: r für reduktiv (Sauerstoffarmut). Der Gr-Horizont weist eine blau-graue Färbung auf, da er durch das anstehende Grundwasser ständig wassergesättigt ist und das Eisen fein verteilt in reduzierter Form (FeII) vorliegt. Beim Aufgraben eines solchen Horizontes ist ein etwas fauliger Geruch zu bemerken, was durch die im anoxischen Milieu vorherrschenden fermentativen Umsetzungsprozesse bedingt ist.

Bodentyp

Gley soil | נזאז

 

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