Gleitlager_(Käfig).JPG | Gleitlager.JPG Als Lager bezeichnet man in der Technik die funktionelle Verbindung von Maschinenteilen. Lager können Kräfte und/oder Bewegungen übertragen bzw. leiten.
Man unterscheidet
Die häufigste Anwendung mit weit über 95% der Anwendungsfälle ist die Rundführung: sie bezweckt, die prinzipiellen sechs Freiheitsgrade (drei Verschiebungsrichtungen, drei Drehachsen) zweier Körper zueinander auf eine einzige Rotationsachse einzuschränken. Jedoch werden Gleitlager auch als Linearführung gebaut.
Man unterscheidet Festkörperreibungslager, Hydrodynamische Gleitlager und Hydrostatische Gleitlager. Durch die Relativbewegung der beiden Lagerpartner, z. B. Schale und Welle, tritt Reibung auf. Beim Festkörperreibungslager tritt Festkörperreibung auf, bei den anderen Lagertypen erfolgt die Trennung der relativ zueinander bewegten Oberflächen durch einen Schmierfilm.
Oftmals haben Gleitlager allerdings Anforderungen der "Mischreibung" zu bewältigen; im Normalbetrieb sollen die Feststoffe durch den Schmierstofffilm voneinander getrennt sein, aber in der Anlaufphase ist ein Festkörperkontakt und dementsprechender Verschleiß meist nicht gänzlich zu vermeiden.
Abhängig von Belastung und Geschwindigkeit müssen die Materialien aufeinander abgestimmt werden. Häufig verwendete Lagerwerkstoffe sind
Häufig werden Motoren-Gleitlager galvanisch beschichtet mit Dreistoff-Schichten, und teils noch im Vakuum mit Metallen aufgesputtert oder aufgedampft. Insbesondere Turbodiesel-Motoren mit ihren hohen Lagerdrücken stellen heutzutage die komplexesten Bauformen hydrodynamischer Gleitlager dar. Der Fertigungsprozess von Gleitlagern ist ein Prozess mit großer Fertigungstiefe: nicht selten werden über 70 Arbeitsschritte auf verschiedenen Maschinen benötigt, bis aus dem Ausgangsmaterial Bandstahl ein Gleitlager geworden ist.
Zu beachten ist, dass bei diesen Lagern bei höherer Belastung und damit steigender Temperatur der Reibkoeffizient deutlich ansteigt. Er ist abhängig vom Feuchtegehalt der Oberfläche (C/C-Bremsscheiben aus Kohlenstofffaser-verstärktem Kohlenstoff müssen erst "trocken" gerieben werden, damit sie einen hohe Reibkoeffizienten zeigen und eine gute Bremsleistung erbringen können).
Die Hersteller entwickeln für diese Anforderungen spezielle Werkstoffe, sogenannte Compounds, die aus Basispolymer, Verstärkungsstoffen (z. B. Fasern) und aus Festschmierstoffen bestehen. Während des Betriebs gelangen durch Mikroverschleiß ständig Schmierstoffe an die Oberfläche und senken so die Reibung und den Verschleiß der Lager.
Wegen des besonders geringen Reibungskoeffizienten von PTFE (Teflon), etwa so groß wie beim Gleiten von nassem Eis auf nassem Eis, wird dieser Werkstoff gerne für lineare Lager und Rotationslager verwendet. Außerdem ist die Haftreibung genau so groß wie die Gleitreibung, sodass der Übergang vom Stillstand zur Bewegung ohne Ruckbewegung abläuft.
Bei Wälzlagern sind die zu lagernden Elemente durch rollende Teile voneinander getrennt. Damit ist hauptsächlich eine Rollreibung zu überwinden. Bekannteste Beispiel sind das Kugellager und das Rollenlager.
Beide Lagerbauformen können als Wälzlager oder Gleitlager ausgeführt sein.
Für den Fall einer Welle mit zwei Lagern nimmt das Loslager nur eine Kraft senkrecht zu den Lagerstellen auf und ermöglicht so eine gewisse Längsverschiebbarkeit, wie es z.B. bei Wärmeausdehnung notwendig ist. Das Festlager hingegen nimmt zusätzlich auch Kräfte in Längsrichtung auf, so dass sich das Bauteil nicht unkontrolliert seitlich aus den Lagern bewegen kann.
Konstruktiv sollte bei Wellen das Loslager an der Stelle vorgesehen werden, an der die größere Radialbelastung auftritt.
Ložisko | Leje | Bearing (mechanical) | Rodamiento | Laakeri | Roulement mécanique | מיסב כדורי | 軸受 | Łożysko (mechanika) | Подшипник | Lager (teknik) | 轴承
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Lager (Technik)".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world