Der Glasklischeedruck (auch Diaphanradierung oder Cliché verre genannt ) ist eine grafische Technik, die besonders in der 2.Hälfte des 19.Jahrhunderts bei französischen Künstlern recht beliebt war, da sie einen einfachen Ersatz für die technisch schwierigere Radierung darstellt.
So experimentierten Jean-François Millet, Eugène Delacroix, Camille Corot, Gustave Courbet und Charles-François Daubigny mit dieser Technik. Eine Glasplatte wird mit einer lichtundurchlässigen, hellen, nicht absplitternden Leimfarbe bestrichen und auf einen dunklen Untergrund gelegt. Die Zeichnung ritzt man mit einer Radiernadel in die Beschichtung dieser Glasplatte. Beim Zeichnen erscheinen die Linien durch den freiggelegten dunklen Untergrund schwarz auf weiß. An den gravierten Stellen wird die Platte lichtdurchlässig. Belichtet man diese Platte auf eine lichtempfindlich beschichtete Glasplatte oder ein Fotopapier, erscheint die eingeritzte Zeichnung als positive, seitenverkehrte Linienzeichnung und kann auf diese Art fotochemisch beliebig vervielfältigt werden.
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"Glasklischeedruck".
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