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Wappen Karte
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Basisdaten
Bundesland: Freistaat Sachsen
Regierungsbezirk: Dresden
Landkreis: Weißeritzkreis
Geographische Lage:
Höhe: 340 m ü. NN
Fläche: 41,76 km²
Einwohner: 4.540 (30. September 2005)
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01768
Vorwahl: 035053
Kfz-Kennzeichen: DW
Gemeindeschlüssel: 14 2 90 150
Stadtgliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 42
01768 Glashütte
Website: Stadt Glashütte
Politik
Bürgermeister: Frank Reichel (CDU)

Glashütte ist eine Stadt im Weißeritzkreis in Sachsen und ist unter anderem durch die Herstellung der Glashütte-Uhren weithin bekannt.

Geografie


Geografische Lage

Glashütte liegt im östlichen Erzgebirge im Müglitztal.

Stadtgliederung

Neben der eigentlichen Stadt Glashütte gliedert sich die Stadt in folgende Ortsteile: Dittersdorf, Börnchen, Neudörfel, Rückenhain, Johnsbach, Bärenhecke, Luchau und Schlottwitz.

Geschichte


Der Ort wird um das Jahr 1445 erstmals urkundlich erwähnt. Nachdem Silbererze gefunden werden, nimmt er einen schnellen wirtschaftlichen Aufschwung. Im Jahr 1506 verleiht der sächsische Herzog Georg dem Ort Glashütte das Stadtrecht.

Jahrhundertelang beherrscht der Erzbergbau die Stadt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts sind die Erzlagerstätten jedoch weitgehend erschöpft, die wirtschaftliche Lage der Bevölkerung verschlechtert sich erheblich. Die letzte Grube wird um etwa 1870 geschlossen.

Im Jahr 1845 läßt sich als erster Uhrmachermeister der Sachse Ferdinand Adolph Lange in Glashütte nieder. Er folgt damit einem Aufruf der königlich-sächsischen Regierung, von der er 7.000 Taler Anschubfinanzierung erhält. Lange beginnt mit der Ausbildung der ersten Uhrmacher. Trotz erheblicher Anfangsschwierigkeiten wird ab ca. 1875 die Uhren- und Feinmechanische Industrie zum wirtschaftlichen Rückgrat der Stadt.

Beim Hochwasser 1927 erlitt die Stadt schwere Schäden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wird die Glashüttener Uhrenfertigung in einem Gesamtbetrieb VEB Glashütter Uhrenbetriebe (GUB) zusammengefasst. Die einzelnen Glashütter Uhrenmarken verschwinden vom Markt. Glashütter Uhren gelten jedoch auch in dieser Zeit als die wertvolleren Zeitmesser, etwa im Vergleich zur Massenware aus Ruhla. Bekannte Automatikuhrwerke sind die "Spezimatik" (1960-1978), gefolgt von der "Spezichron" (1978-1985); danach werden nur noch Quarzuhren gebaut.

Bekannte Uhrenmarken, die nach 1990 aus dem ehemaligen Glashütte Uhrenkombinat wieder entstanden oder ganz neu gegründet wurden, sind:

Ein weiterer Meilenstein ist die Ansiedlung des Luxus-Juweliers Wempe aus Hamburg, welcher in der ehemaligen Sternwarte eine Uhrenproduktion aufgenommen hat. Hier findet auch die hauseigene Ausbildung zum Chronometeruhrmacher statt.

Ebenfalls weltweit bekannt sind die Flieger- und Beobachtungsuhren der Firma Tutima, die bis zum Ende des II. Weltkrieges ihren Sitz in der Uhrmacherstadt Glashütte hatte. Dazu kommen noch einige kleine Spezialfirmen für die Fertigung von Uhrenteilen.

Während des SED-Regimes war die Grabstätte des Mauerschützen Peter Göring auf dem Friedhof in Glashütte in der DDR ein Ort feierlicher Zeremonien.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1998 31. Dezember): bis 18991900 bis 1999ab 2000
Datenquelle 1551-1957: Zühlke 1966; 1990-2005: Statistisches Landesamt Sachsen
1 3. Oktober
2 30. September

Museen

  • Uhrenmuseum Glashütte

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Seit 1890 ist Glashütte an die 38 km lange Müglitztalbahn angeschlossen, welche die Uhrenstadt durch das Müglitztal mit Heidenau (Sachsen) und dem oberen Elbtal bzw. der Bergstadt Altenberg (Sachsen) im oberen Osterzgebirge verbindet. Auf der eingleisigen Strecke fungiert Glashütte als Kreuzungsbahnhof zwischen den berg- und talwärts fahrenden Zügen.

Ansässige Unternehmen

  • Lange Uhren GmbH Glashütte, 345 Beschäftigte
  • Glashütter Uhrenbetrieb GmbH, 270 Beschäftigte
  • PAKA Glashütter Pappen- und Kartonfabrik GmbH, 53 Beschäftigte
  • NOMOS Glashütte / SA Roland Schwertner KG, 51 Beschäftigte

Literatur


  • Blaschke, Karlheinz (1966): Die geschichtliche Entwicklung im Osterzgebirge. In: Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin * (1966): Östliches Erzgebirge. Werte der deutschen Heimat Bd. 10. Berlin, S. 187-193
  • Blaschke, Karlheinz (2003): Das Städtewesen vom 12. bis zum 19. Jahrhundert. Beiheft zur Karte B II 6 des Atlas zur Geschichte und Landeskunde von Sachsen (hrsg. von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften und dem Landesvermessungsamt Sachsen). Leipzig/Dresden
  • Fritzsch, Erich / Kempe, Lothar (1981): Osterzgebirge. Leipzig
  • Hammermüller, Martin (1961): Lauenstein - Bärenstein - Glashütte. Unser kleines Wanderheft Heft 40. Leipzig
  • KOMPASS Karten GmbH * (o. J.): Kompass-Wanderkarte 1027 Osterzgebirge (1: 50.000) mit Lexikon Osterzgebirge. Rum/Innsbruck
  • Müller, Gerhardt (1964): Zwischen Müglitz und Weisseritz. Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme im Gebiet von Dippoldiswalde/Glashuette. Werte der deutschen Heimat Bd. 8. Berlin
  • Schmidt, Otto Eduard (1927): Zur Siedlungsgeschichte der Flussgebiete der Müglitz und der Gottleuba. In: Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz Heft 9-12/1927. Dresden, S. 367-378
  • Schumann, Rudolf (2003): Manuskripte der Bergbaugeschichte des Osterzgebirges (hrsg. vom Knappenverein Altenberg e.V.). Kleinvoigtsberg
  • Stadtverwaltung Glashütte * (2006): Glashütte - Sachsen - 1506 bis 2006 - 500 Jahre Stadtgeschichte (ISBN: 3-937951-31-8)
  • Zühlke, Dietrich (1966): Stadtsiedlungen im östlichen Erzgebirge. In: Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin * (1966): Östliches Erzgebirge. Werte der deutschen Heimat Bd. 10. Berlin, S. 244-257

Weblinks


Erzgebirge | Ort in Sachsen

Glashütte | Glashütte

 

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