Wfm glasgow_cityhall.jpg Glasgow [ ist mit (2005) 599.503 Einwohnern, auf englisch Glaswegians, Schottlands größte Stadt und kommt mit den Vororten sogar auf über eine Million. Sie liegt im Südwesten des Landes am Fluss Clyde, an der Westküste Schottlands. Das Stadtzentrum liegt bei ca. .
Glasgow ist Standort von Schiffbauindustrie und gilt als „Arbeiterstadt“ – im Gegensatz zu Edinburgh, der Hauptstadt Schottlands.
Glasgow hat eine Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert und drei Universitäten (University of Glasgow, University of Strathclyde und Glasgow Caledonian University) sowie die Glasgow School of Art.
Wichtige Museen in Glasgow sind das Kelvingrove Art Gallery and Museum, die Hunterian Art Gallery (an der University of Glasgow) und die Burrell Collection. Letztere geht auf die Privatsammlung von William Burrell zurück, der sie der Stadt vermachte.
In der Stadt stehen auch mehrere große Fußball-Stadien:
Glasgow selbst wurde vom christlichen Missionar Sankt Mungo (auch bekannt als Sankt Kentigern) im 6. Jahrhundert gegründet. An der Stelle der heutigen Kathedrale errichtete er eine Kirche, und in den folgenden Jahren wurde Glasgow zu einem religiösen Zentrum. Die Sankt Mungo zugesagten Wunder finden sich noch heute auf dem Stadtwappen.
1451 wurde die Universität zu Glasgow durch päpstliches Dekret gegründet. Anfang des 16. Jahrhunderts war Glasgow zu einem bedeutenden religiösen und akademischen Zentrum gewachsen.
Glasgows Position im Zentrum des British Empires machte es darüber hinaus zum zentralen Umschlagplatz im Handel mit den britischen Kolonien. Der leichte Zugang zum Atlantischen Ozean erleichterte den Import von amerikanischem Tabak, der dann in ganz Europa verkauft wurde. Handel mit der Karibik erlaubte den Import von Zucker.
Seit den 1770er Jahren ermöglichte die Entschlammung des Clyde, größere Schiffe weiter den Fluss hinunter zu fahren, was den Grundstein für den Industrie- und Werftbau während des 19. Jahrhundert legte.
Durch den Überfluss an Kohle und Eisen aus Lanarkshire wurde Glasgow eine Industriestadt, die den Beinamen 'die zweite Stadt des Empire' erhielt. Auch die Baumwollindustrie und Textilherstellung florierte. Arbeiter aus Schottland, Irland und dem Rest Europas zog es in die aufstrebende Stadt.
Durch die industrielle Revolution wurde Glasgow zu einer der reichsten Städte der damaligen Welt. Wohlhabende Händler finanzierten spektakuläre Bauten, Parks, Museen und Bibliotheken.
Glasgow erhielt die dritte U-Bahn auf der Welt. Am 14. Dezember 1896 eröffnete die Glasgow Underground Railway (jetzt "Glasgow Subway") ihren Betrieb, musste ihn aber am selben Tag nach einem Unfall wieder einstellen. 1897 wurde die Wiedereröffnung gefeiert.
Fabriken wurden als wahre Prachtbauten errichtet, so zum Beispiel eine Teppichfabrik (Templeton's carpet factory), die als Kopie des Dogenpalastes von Venedig gestaltet wurde. Teppichfabrik.jpg
Glasgow wurde auch kulturell zu einem wichtigen Zentrum. Zahlreiche Galerien siedelten sich an, und außergewöhnliche Gebäude entstanden, wie die Glasgow School of Art, erbaut von Charles Rennie Mackintosh.
In den 1960er Jahren ging es mit der Wirtschaft der Stadt steil bergab. Trotz Schiffsneubauten wie der Queen Elizabeth 2 wurde eine Werft nach der anderen geschlossen. Zur Jahrtausendwende existierten nur noch zwei Werften, die beide ausschließlich aus Rüstungsaufträgen der Regierung finanziert wurden.
In den 1970er und 1980er Jahren wurden Stahlwerke, Kohleminen, Motorwerke und andere Schwerindustrie in und um Glasgow geschlossen, was zu Massenarbeitslosigkeit und Zerfall der Stadt führte. Seit Mitte der 1980er Jahre gibt es jedoch einen beschwerlichen Aufschwung – ein Finanzdistrikt wurde geschaffen, und die ehemaligen Fabrikgelände in den Vororten werden von der Unterhaltungsindustrie bezogen. Kritiker dieser Entwicklung bezweifelten allerdings, ob eine solche reine Service-Industrie langfristig Bestand haben kann.
Ein besonderes Augenmerk kann in Glasgow auf die Vielfalt der Museen gelegt werden, die fast alle ohne Eintrittsgebühren zu besichtigen sind. Eine Ausnahme bildet z. B. das Science Center, das einen Eintrittspreis von 6.95 Pfund pro Erwachsenen erhebt.
Weiterhin bietet sich Glasgow mit hervorragenden Malls als Einkaufsstadt an und genießt inzwischen den Ruf, nach London die zweitbeste Einkaufsstadt Großbritanniens zu sein.
Die gestiegene Lebensqualität ist auch an den gleichfalls stark verteuerten Miet- und Kaufpreisen für Wohnraum erkennbar. Glasgow ist damit nicht nur eine der attraktivsten, sondern leider auch eine der teuersten Städte Großbritanniens geworden.
Mit dem Science Center, dem Glasgow Tower und dem Clyde Auditorium von Norman Foster hat die Stadt auch jede Menge moderne Architektur zu bieten.
Glasgow besitzt einen eigenen Flughafen auf Stadtgebiet (Flughafen Glasgow) und ist auch über Glasgow-Prestwick an den Luftverkehr angebunden.
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