| Wappen | Karte |
|---|---|
| Gladbeck, Germany COA.png | Lage der Stadt Gladbeck in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Münster |
| Regionalverband: | Regionalverband Ruhr |
| Kreis: | Recklinghausen |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 52 m ü. NN |
| Fläche: | 35,9 km² |
| Einwohner: | 77.926 (31. Dezember 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 2.170 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 45964, 45966, 45968 |
| Postleitzahl bis 1993: | 4390 |
| Vorwahlen: | 02043 |
| Kfz-Kennzeichen: | bis 1975 GLA 1975 bis 1976 BOT seit 1976 RE |
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 62 014 |
| Stadtgliederung: | 9 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Willy-Brandt-Platz 2 45964 Gladbeck |
| Website: | www.gladbeck.de |
| E-Mail-Adresse: | info@gladbeck.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Ulrich Roland (SPD) |
Im Norden wird der zum Stadtgebiet gehörende Weiler Breiker Höfe von den Nachbarstädten Bottrop, Dorsten und Gelsenkirchen umgeben im Süden grenzt die Stadt an Essen.
Zuerst erwähnt wird Gladbeck in einem Güterverzeichnis des Klosters Werden vom 3. Mai 1020 als Gladbeki. Es könnte "Siedlung am glänzenden, glitzernden Bach (glad = hell, glänzend, klar; beck = bach) bedeutet haben. Da ist bei der Auflistung von Besitztümern, später ergänzt durch Notizen im Werdener Liber privilegiorum maior aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, von Gladbeki bzw. Gladebeke die Rede. Spekulationen über völlig andere Namensdeutungen (Waldbach, Gerichtshügel) sind weniger plausibel.
Das Dorf mit den fünf Bauernschaften (siehe unten) gruppierte sich um die St. Lamberti-Kirche. Es gehörte von 1180 bis 1802 zum Vest Recklinghausen und war so die längste Zeit verbunden mit Kurköln. Nach der Zeit von Napoleon geriet die Gegend 1815 an Preußen.
Die erste Zeche wurde ab 1873 abgeteuft, ab 1878 Kohle gefördert. Die kleine Dorfgemeinde wuchs zu einer mittelgroßen Industrieansiedlung, die im Juli 1919 die Stadtrechte erhielt (als "jüngste Stadt Neu-Deutschlands", wie das Lokalblatt schrieb). Sie hatte zwischenzeitlich fünf Schachtanlagen. Die Jahre 1925-1929 hatten etwas von einer kleinen Blütephase an sich, in der trotz aller Schwierigkeiten wichtige Bauvorhaben realisiert werden konnten, zum Beispiel:
Wie alle deutschen Städte wurde Gladbeck nach Machtergreifung Hitlers 1933, unter dem bereits vorher gewählten konservativen Bürgermeister Hackenberg, der sogleich in die NSDAP eintrat, gleichgeschaltet. Wie viele deutschen Städte wurde Gladbeck im Krieg stark zerstört, im Innenstadtbereich zu 80 Prozent und zählte somit zu einer der zerstörtesten Städte im Ruhrgebiet.
Bis 1960 steigerte sich die Einwohnerzahl auf bis zu 84.000 und liegt nun bei ungefähr 78.000. Die letzte Zeche Graf Moltke wurde 1971 geschlossen, seit dieser Zeit kämpft Gladbeck mit Strukturwandel und Arbeitslosigkeit.
Bei der Kommunalen Neuordnung in Nordrhein-Westfalen (1975) kam die kreisfreie Stadt Gladbeck zusammen mit dem Dorf Kirchhellen (Kreis Recklinghausen) zur Nachbarstadt Bottrop (siehe Glabotki). Gegner der Neuordnung bemängelten die geringe Siedlungsgeschlossenheit an der Grenze zwischen Gladbeck und Bottrop und führten an, dass Bottrop nur wenig größer war als Gladbeck. Ihr Slogan: "Glabotki is nich".
Bereits 1975 gelang es Gladbeck - per Verwaltungsgerichtsbeschluß und Nikolausurteil vom 6. Dezember - Bottrop zu verlassen. Das Oberverwaltungsgericht Münster, das vom ehemaligen Gladbecker Oberstadtdirektor Rump angerufen worden war, befand, dass Bürgernähe und höhere Verwaltungseffizienz durch die Neuordnung nicht gegeben waren. Dieses aber war die Begründung für die Neuordnung gewesen. Die Vereinigung wurde rückgängig gemacht und die Gemeinderatswahl von 1975 zum ("Groß-")Bottroper Gemeinderat für ungültig erklärt.
Seit 1976 gehört Gladbeck dem Kreis Recklinghausen an, obwohl es nur mit einem kleinen Zipfel mit dem Gebiet des Kreises verbunden ist.
Am 16. August 1988 erlangte Gladbeck traurige Berühmtheit, als zwei Räuber eine Bank in Gladbeck ausraubten und mit mehreren Geiseln tagelang durch Deutschland und die Niederlande fuhren. Bei diesem als Gladbecker Geiseldrama bekanntgewordenen Fall starben drei Menschen.
Gladbeck hatte im Mittelalter und der frühen Neuzeit nur wenige hundert Einwohner. Durch Kriege, Seuchen und Hungersnöte wurde das Ansteigen der Einwohnerzahl immer wieder unterbrochen. Doch mit dem Beginn der Industrialisierung und der Entwicklung des Bergbaus Ende des 19. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung sehr schnell an. Lebten 1875 erst 3.000 Menschen in dem Ort, so waren es 1905 bereits 20.000. Bis 1910 verdoppelte sich diese Zahl auf 40.000 und so bekam Gladbeck 1919 die Stadtrechte verliehen. Bis 1956 verdoppelte sich die Bevölkerung noch einmal, auf nun 80.000 Personen.
Im Jahre 1969 erreichte die Bevölkerungszahl mit 85.927 ihren historischen Höchststand. Am 1. Januar 1975 wurde die Stadt Gladbeck mit 81.868 Einwohnern nach Bottrop eingemeindet, aber schon am 1. Juli 1976 wieder ausgegliedert. Seit Mitte der 1950er Jahre pendelt die Bevölkerungszahl um die Grenze von 80.000. Am 30. Juni 2005 betrug die „ Amtliche Einwohnerzahl“ für Gladbeck nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 76.987 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner | - | 1575 | 1.500 | - | 1650 | 1.400 | - | 1730 | 1.800 | - | 1800 | 2.000 | - | 1818 | 2.453 | - | 1830 | 2.505 | - | 3. Dezember 1843 ¹ | 2.638 | - | 3. Dezember 1858 ¹ | 2.735 | - | 1. Dezember 1871 ¹ | 2.760 | - | 1. Dezember 1875 ¹ | 3.000 | - | 1. Dezember 1885 ¹ | 4.464 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 5.648 | - | 2. Dezember 1895 ¹ | 7.827 | - |
|---|
| Jahr | Einwohner | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 11.704 | - | 1. Dezember 1905 ¹ | 20.762 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 39.171 | - | 1. Dezember 1916 ¹ | 48.302 | - | 5. Dezember 1917 ¹ | 47.556 | - | 8. Oktober 1919 ¹ | 52.834 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 60.175 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 61.239 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 58.713 | - | 31. Dezember 1945 | 59.439 | - | 29. Oktober 1946 ¹ | 61.497 | - | 13. September 1950 ¹ | 71.612 | - | 25. September 1956 ¹ | 79.158 | - |
|---|
| Jahr | Einwohner | - | 6. Juni 1961 ¹ | 84.196 | - | 31. Dezember 1965 | 84.097 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 83.246 | - | 31. Dezember 1975 | 81.220 | - | 31. Dezember 1980 | 79.747 | - | 31. Dezember 1985 | 76.592 | - | 25. Mai 1987 ¹ | 78.343 | - | 31. Dezember 1990 | 80.267 | - | 31. Dezember 1995 | 79.605 | - | 31. Dezember 2000 | 77.789 | - | 30. Juni 2005 | 76.987 |
|---|
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)
Bei der Kommunalwahl 1999, als in NRW die Direktwahl der Bürgermeister flächendeckend eingeführt wurde, gelang Schwerhoff die Wiederwahl.
In der Stichwahl vom 10. Oktober 2004 wurde Ulrich Roland (SPD) zum Bürgermeister gewählt.
Das Museum hat auch ein museumspädagogisches Angebot: alle Themenbereiche der Sammlungen und Dauerausstellung werden für Schulklassen und Gruppen angeboten, beispielsweise zur Ritterzeit, da das Wasserschloss Wittringen ein Rittersitz war.
| Land- und Forstwirtschaft, Fischerei | 71 (0,5%) |
| Produzierendes Gewerbe | 6.010 (37,9 %) |
| Handel | 2.738 (17,3 %) |
| Gastgewerbe | 271 (1,7 %) |
| Verkehr und Nachrichtenübermittlung | 750 (4,7 %) |
| Kredit- und Versicherungsgewerbe | 389 (2,5 %) |
| Dienstleistungen für Unternehmen | 1.426 (9,0 %) |
| Öffentliche Verwaltung u.ä. | 840 (5,3 %) |
| Öffentliche und private Dienstleistungen (ohne öffentliche Verwaltung) | 3.345 (21,1 %) |
| Gesamt | 15.840 (100,0 %) |
| bebaute Fläche | 1.322,84 (36,8%) |
| Landwirtschaftliche Fläche | 998,31 (27,8 %) |
| Betriebsfläche | 156,88 (4,4 %) |
| Erholungsfläche | 202,58 (5,6%) |
| Verkehrsfläche | 473,87 (13,2 %) |
| Waldfläche | 316,55 (8,8 %) |
| Wasserfläche | 69,89 (1,9 %) |
| Sonstige Nutzung | 49,53 (1,4 %) |
| Gesamt | 3.590,45 (99,999 %) |
Gladbeck ist über die nachfolgend aufgeführten Autobahnen und Anschlusstellen an das Fernstraßennetz angebunden.
| A 2 (E 34) | Oberhausen – Dortmund – Hannover - Berlin AB-AS-blau.svg 5 Essen/Gladbeck, AB-AS-blau.svg 4 Gladbeck-Ellinghorst |
| A 31 | Bottrop – Gronau – Emden AB-AS-blau.svg 41 Gladbeck |
| A 52 | Marl-Nord – Gelsenkirchen – Gladbeck AB-AS-blau.svg 42 Gelsenkirchen Buer-West / Gladbeck |
| B 224 | Raesfeld - Erle - Dorsten - Gladbeck - Essen - Velbert - Wuppertal - Solingen AB-AS-gelb.svg Gladbeck-Zentrum, AB-AS-gelb.svg Gladbeck Schloss Wittringen, AB-AS-blau.svg Gladbeck A 2, AB-AS-gelb.svg Gladbeck-Kösheide |
ICE/IC-/EC-Haltepunkt Essen mit überregionaler Anbindung an das Fernstreckennetz der Deutschen Bahn in direkter Nachbarschaft.
Die Busverbindungen innerhalb Gladbecks und in die Nachbarstädte gehören zum Netz der Vestischen Straßenbahnen. Gladbeck ist über den Kreis Recklinghausen dem VRR-Tarifgebiet angeschlossen. Seit Mitte 2005 gilt für Verbindungen außerhalb des VRR-Tarifgebiet und innerhalb von NRW der NRW-Tarif .
Sie liegt an der Hamm-Osterfelder Bahn, der Niederländisch-Westfälische Eisenbahn und der Eisenbahnstrecke Dorsten – Wanne-Eickel nebst Verbindungslinie zwischen diesen beiden Strecken von Gladbeck-Zweckel nach Gladbeck West, außerdem ist hier der Zechenbahnbetrieb der Ruhrkohle AG beheimatet.
Fahrradwache
Fahrradstation am Bahnhof West
Der Lokalsender Radio Emscher-Lippe berichtet über alle Neuigkeiten aus den Nachbarstädten Bottrop und Gelsenkirchen sowie natürlich aus Gladbeck.
In Gladbeck gibt es:
Im Schulzentrum Brauck sind als Ganztagseinrichtung eine Haupt- und eine Realschule untergebracht.
Siehe auch: Gladbecker Geiseldrama.
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Gladbeck | Gladbeck | Gladbeck | Gladbeck | Gladbeck | Gladbeck
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