| Wappen | Karte |
|---|---|
| Glueckstadt-Wappen.png | Karte von Glückstadt.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein |
| Kreis: | Steinburg |
| Geographische Lage: | |
| Höhe: | 2 m ü. NN |
| Fläche: | 22,76 km² |
| Einwohner: | 11.909 (31. Mai 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 523 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 25348 |
| Vorwahl: | 04124 |
| Kfz-Kennzeichen: | IZ |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 61 029 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Markt 4 25348 Glückstadt |
| Website: | www.glueckstadt.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Gerhard Blasberg (parteilos) |
Glückstadt (dänisch: Lykstad) an der Unterelbe, ist nach Itzehoe die zweitgrößte Stadt des Kreises Steinburg. Überregional bekannt ist die Stadt vor allem durch die Fähre, die die Schleswig-Holsteiner Elbmarschen mit Wischhafen in Niedersachsen verbindet.
Der König versuchte neue Einwohner durch das Versprechen der Religionsfreiheit zu locken. Neben Dänen und deutschen Exulanten bildeten so portugiesische Juden die dritte große Einwohnergruppe bei der Gründung der Stadt. Der Stadtkern ist bis heute ein Musterbeispiel für eine auf dem Reißbrett entworfene Fürstenstadt der Neuzeit.
Das Stadtgebiet, welches häufig von der Elbe überschwemmt wurde, musste erst eingedeicht und trockengelegt werden. Die Mündung des Rhin wurde als Hafen ausgebaut. Mit Glaubensfreiheit und Handelsprivilegien warb Christian IV. um Einwohner für Glückstadt. Das hatte zur Folge, dass sich Glaubensverfolgte aus vielen Ländern, besonders aus den Niederlanden, in Glückstadt ansiedelten. Wirtschaftlich bedeutend waren Zucker-, Salz- und Seifensiedereien, eine Ölmühle, eine Münze und der Walfang um Grönland. Glückstadt wurde Sitz der Guineischen, Isländischen und Norwegischen Handelskompanie.
1649 wurde die Regierungskanzlei von Schleswig und Holstein nach Glückstadt verlegt und Glückstadt stieg zur Hauptstadt des Landes auf. Aufgrund dessen wurde Glückstadt 1845 an die Eisenbahnlinie Altona-Elmshorn-Kiel angeschlossen.
Bereits im 18. Jahrhundert. war der wirtschaftliche Höhepunkt Glückstadts erreicht und es zeigte sich, dass die Konkurrenz Hamburgs und Altonas zu stark war. Entscheidend war hierbei, dass die Schifffahrt durch die heute vor der Stadt in der Elbe liegende Sandbank behindert wurde und das tiefe Fahrwasser, westlich der Sandbank, in Richtung Hamburg erhalten blieb. Insgesamt war die Entwicklung Glückstadts deutlicher von Militär und Regierung geprägt als von Gewerbe und Handel. Später siedelten sich noch einige bedeutende Betriebe an, z.B. die Deutsche Bahn mit einem Eisenbahausbesserungswerk und die Firma Gehlsen mit einem Sägewerk, allerdings schlossen einige der neuen Betriebe gegen Ende des 20. Jahrhunderts, darunter die genannten. Nach dem Zweiten Weltkrieg verdoppelte sich die Einwohnerzahl durch den Zuzug von Flüchtlingen, v.a. aus Ostpreußen. Seit 1968 finden jährlich im Juni die Glückstädter Matjeswochen statt.
Die Glückstädter Kirche, errichtet von 1618-1623, ist ein Saalbau im Übergang vom der Renaissance zum Frühbarock. Sie beherbergt neben dem schönen Altar und dem Taufbecken verschiedene Kunstwerke aus ihrer Erbauungszeit. Am Turm ist ein Anker befestigt, welcher 1630 von einem hamburgischen Kriegsschiff erbeutet wurde.
Das im Stile der Spätrenaissance steht an dieser Stelle schon seit 1642. Als das alte Rathaus Mitte des 19. Jahrhunderts zunehmend baufälliger wurde, wurde von 1873 bis 1874 ein Neubau errichtet, dessen Fassade jedoch dem Vorgängerbau nachgebildet wurde.
An einem Haus am Binnenhafen ist der Wiebeke Kruse Turm angebaut, das inzwischen stark veränderte Gebäude war ein Geschenk König Christians an seine Mätresse.
Ebenfalls am Binnenhafen befinden sich der historische Salzspeicher und das Königliche Brückenhaus als freistehende Gebäude. Die gesamte Häuserzeile entlang des Binnenhafens befindet sich unter Denkmalschutz.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Binnenhafens, am Reethövel liegt das Adelspalais mit markantem Türmchen, das Gebäude wurde vor dem Zweiten Weltkrieg als Gefängnis benutzt.
Am nördlichen Rand der Altstadt liegt auf dem künstlich aufgeschütteten Venusberg der Wasserturm.
In der gesamten Altstadt befinden sich ebenfalls zahlreiche andere qualitätsvolle Gebäude.
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