Giusep Nay (* 9. August 1942 in Trun, Graubünden) war von 2004 bis 2006 Präsident des Schweizerischen Bundesgerichts. Er ist der erste Bundesgerichtspräsident romanischer Sprache.
Er studierte in Freiburg und Zürich Rechtswissenschaften und war anschliessend in Graubünden als Rechtsanwalt tätig. Dort bekleidete er auch verschiedene Justizämter. 1988 wurde er von der CVP für das Bundesrichteramt vorgeschlagen, das er seit 1989 innehat.
Im Mai 2006 erklärte Nay seinen Rücktritt vom Bundesgericht auf das Ende des Jahres. Zusammen mit Giorgio Malinverni und Lili Nabholz wurde er vom Bundesrat als Nachfolger von Luzius Wildhaber als Schweizer Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vorgeschlagen. *
Wissenschaftlich ist Nay vor allem im Strafrecht und im Verfassungsrecht – in den Bereichen der Sprachenfreiheit und des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche – tätig. Er ist auch Redaktor der Zeitschrift für Gesetzgebung und Rechtsprechung in Graubünden (ZGRG), Mitglied des Hochschulrates der Universität Freiburg und der Fachgruppe „Reform im Strafwesen“ der Caritas Schweiz.
Nay ist verheiratet. Zu seinen Hobbys gehören Geschichte, Skifahren und Bergwandern.
Mann | Schweizer | Geboren 1942 | Richter | Korporierter im SchwStV
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Giusep Nay".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world