Ginger Rogers, eigentlich Virginia Katherine McMath, (* 16. Juli 1911 in Independence, Missouri, USA, † 25. April 1995 in Rancho Mirage, Kalifornien) war eine US-amerikanische Schauspielerin, die als Tanzpartnerin von Fred Astaire (Ginger & Fred) berühmt wurde.
Durch ihren Erfolg als weibliche Hauptrolle im Broadway-Musical Girl Crazy wurde Paramount auf sie aufmerksam und nahm sie unter Vertrag. So trat sie bis 1933 in verschiedenen Filmen auf, bis sie im Musical Carioca/ Flying Down to Rio auf Fred Astaire traf. Die beiden wurden ein populäres Gespann und waren 1936 auf Platz 3 der kassenträchtigsten Schauspieler in Amerika.
Ginger versuchte früh, sich nicht auf das Image als Partnerin von Astaire festzulegen. Ihr Talent für leichte Komödien liessen sie deshalb rasch zu einem der größten Stars ihres Studios RKO werden. 1938 drehte sie gemeinsam mit Katherine Hepburn in dem Film Stage Door, für den sie ausgezeichnete Kritiken bekam. 1939 hatte sie einen ihrer größten Erfolge mit dem Streifen Bachelor Mother.
Unzufrieden mit den meist leichten Drehbüchern verlangte sie zunehmend ersthaftere Rollen. Für die Leistung im Drama Fräulein Kitty/Kitty Foyle bekam sie zur allgemeinen Überraschung einen Oscar.
Bis zum Ende der 40er Jahre war sie eine erfolgreiche Schauspielerin mit entsprechend hohen Gagen. Zu ihren bekannteren Rollen zählte die Verfilmung des Kurt Weill Musicals Lady in the Dark von 1944 sowie Weekend At The Waldorf, einem Remake von Menschen im Hotel / Grand Hotel aus dem Jahre 1945, wo sie die Rolle von Greta Garbo übernahm.
1949 ersetzte sie die erkrankte Judy Garland und spielte ein letztes Mal mit Fred Astaire zusammen in dem Streifen The Barkleys of Broadway.
Rogers konzentrierte sich daher auch zunehmend auf das Theater, mit dem sie sich immer noch verbunden fühlte. Erst im Jahr 1984 erklärte sie ihren Rückzug aus dem Showgeschäft. 1991 veröffentlichte sie ihre Autobiografie unter dem Titel Ginger, My Story. Vier Jahre später starb sie im Alter von 83 Jahren.
Ginger Rogers war fünf Mal verheiratet.
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