Gimchi oder Kimchi (Hangeul 김치, McCune-Reischauer kimch'i) nennt man sowohl eine auf der Milchsäuregärung basierende Zubereitungsart von Gemüse in der koreanischen Küche als auch alle auf diese Art zubereiteten Gemüse.
Gimchi wird traditionell wie Sauerkraut als Vitamin C-Speicher für den Winter eingemacht, wobei das sauer schmeckende Kimjang besonders beliebt ist. Jede Hausfrau und jedes Restaurant hat eigene Rezepte für die Gimchi-Herstellung. Gimchi gehört zu jeder Mahlzeit, genauso wie Reis, Seetang, Sojasprossen (kong namul) und eine Suppe (guk).
Gimchi ist eine eigenständige Zubereitungsart von rohen Lebensmitteln und steht damit in einer Reihe mit anderen Zubereitungsarten wie Kochen, Braten, Backen oder Pökeln. Es gibt Hunderte verschiedener Gimchiarten in Korea, deren Fermentierung, Würze und Aroma für die Provinz oder das Dorf, in dem sie ihren Ursprung haben, typisch sind. Je weiter südlich man auf der koreanischen Halbinsel kommt, desto schärfer wird das Gimchi.
Das Wort Gimchi ist aus 沈菜 "versenktes Gemüse" entstanden; diese Hanja werden aber heute anders ausgesprochen.
Zur Entstehung der modernen standardsprachlichen Aussprache gimchi schreibt Samuel E. MartinSamuel Elmo Martin: A Reference Grammar of Korean. Charles E. Tuttle, Rutland (Vermont) / Tokio 1992, ISBN 0804818878, S. 47 (englisch) (Angaben in eckigen Klammern fehlen im Original):
Zum besseren Verständnis des Zitats sei zunächst erwähnt, dass die koreanische Sprache einen regelmäßigen Lautwandel von /ti/ und /tyV/ zu /ci/ bzw. /cV/ erfuhr. Hierbei wurde das /ti/ des mittelkoreanischen tim˙choy (沈菜; "eingelegtes Gemüse") zu /ci/.
In einigen Mundarten wurden jedoch auch /ki/ und /kyV/ der zentralen Mundarten als /ci/ bzw. /cV/ artikuliert. Als aus einer solchen Mundart das dort /cimchi/ ausgesprochene, aus tim˙choy entstandene Wort in andere Mundarten gelangte, in denen der Wandel von /ki/ nach /ci/ nicht stattgefunden hatte, hielt man das /ci/ in /cimchi/ fälschlich für eine mundartliche Veränderung /ki/s zu /ci/ und sprach das Wort /kimchi/ aus, im Glauben, ihm so seine ursprüngliche Lautung wiederzugeben. Tatsächlich handelte es sich aber nicht um einen Wandel von /ki/ nach /ci/, sondern wie oben beschrieben von /ti/ nach /ci/.
Neben dieser Erklärung gibt es in Korea noch weitere populäre Etymologien.*
In chinesischen Texten werden heute üblicherweise nicht die Zeichen 沈菜 shěncài, sondern 泡菜 pàocài "Gimchi" verwendet.
Gemüseprodukt | Koreanische Küche
Kimchi | Kimĉio | Kimchi | Kimchi | キムチ | 김치 | Kimchi | Kimchi | Kimchi | Kimchi | 韓國泡菜