| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Giengen an der Brenz.png | Giengen an der Brenz Karte.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart |
| Region: | Ostwürttemberg |
| Landkreis: | Heidenheim |
| Gemeindeart: | Große Kreisstadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 464 m ü. NN |
| Fläche: | 44,05 km² |
| Einwohner: | 20.260 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 460 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 14,0 % |
| Postleitzahlen: | 89526-89537 (alt 7928) |
| Vorwahl: | 07322 |
| Kfz-Kennzeichen: | HDH |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 35 016 |
| Stadtgliederung: | Kernstadt und 4 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktstraße 11 89597 Giengen an der Brenz |
| Offizielle Website: | www.giengen.de |
| E-Mail-Adresse: | internet@giengen.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Clemens Stahl (SPD) |
Die ehemalige Freie Reichsstadt Giengen an der Brenz ist eine Stadt im Osten Baden-Württembergs an der Grenze zu Bayern etwa 10 km südöstlich von Heidenheim an der Brenz und 30 km nordöstlich von Ulm. Sie ist nach der Kreisstadt Heidenheim die zweitgrößte Stadt des Landkreises Heidenheim und eine der größten Städte in der Region Ostwürttemberg. Giengen gehört zum Mittelbereich Heidenheim, der alle Gemeinden des Landkreises Heidenheim umfasst.
Zu Burgberg gehört auch der räumlich getrennte Wohnplatz Schloss Burgberg. In der Kernstadt werden teilweise weitere Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Bezeichnungen sich im Zuge der Bebauung ergeben haben, deren Grenzen jedoch meist nicht festgelegt sind. Hierzu gehören zum Beispiel Schwage und Bühl.
Hürben liegt im Lonetal in der Schwäbische Alb. Hier findet sich auch eine der längsten Schauhöhlen Süddeutschlands, die Charlottenhöhle.
Die Einwohnerzahl der Stadt Giengen überschritt 1996 die 20.000-Einwohner-Grenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 1999 beschloss.
Die Burg im Stadtteil Burgberg wurde 1209 erstmals als Burg Berg, der zugehörige Weiler 1372 als Berg erstmals erwähnt. Von den Herren von Berg kam der Ort an verschiedene Geschlechter. Ein Teil kam 1328 schließlich an die Herren von Öttingen. Die andere Hälfte war im Besitz der Herren von Böbingen. Im 14. Jahrhundert waren die Herren von Stein Besitzer und schließlich 1452 waren die Herren von Grafeneck, die den Ort bis 1728 beherrschten, die Ortsherren. Dann fiel der Ort wieder an die von Öttingen. Im Schloss und im Weiler stand die hohe Obrigkeit und teilweise auch die niedrige Obrigkeit der württembergischen Herrschaft Heidenheim zu, sonst den Schlossherren. 1806 fiel der Ort an Bayern, 1810 an Württemberg und gehörte zum Oberamt Heidenheim. Das Schloss wurde 1838 von den Öttingen an Freiherr von Linden verkauft. 1936 erwarb es die Gemeinde. Im Ort wurde im 18. Jahrhundert von der Ortsherrschaft Fahrendes Volk angesiedelt, das überwiegend der Volksgruppe der Jenischen angehörten.
Hohenmemmingen wurde 1250 erstmals erwähnt. Der Ort gehörte zur Herrschaft Staufen, die den Ort 1353 an die Herren von Helfenstein verkauften. Somit gelangte der Ort an die Herrschaft Heidenheim und kam mit diesem 1504 an Württemberg. Es gehörte schon früh zum Oberamt Heidenheim.
Hürben wurde 1171 als Hurwin (Sumpf) erstmals erwähnt. Über mehrer Herrschaften kam auch Hürben an Heidenheim, wurde 1442 an Ulm verpfändet und 1448 jedoch wieder mit Heidenheim an Württemberg und gehörte zum Oberamt Heidenheim.
Sachsenhausen wurde 1143 als Sachsenhusen erstmals erwähnt. Auch dieser Ort kam über verschiedene Herrschaften an Heidenheim und damit 1448 an Württemberg und war dem Oberamt Heidenheim zugehörig.
In den Stadtteilen Hohenmemmingen, Hürben und Sachsenhausen wurde infolge der frühen Zugehörigkeit zu Württemberg ebenfalls die Reformation eingeführt. Daher gibt es in diesen Orten jeweils eine evangelische Kirchengemeinde und eine Kirche. Die Protestanten von Burgberg gehören zur Nachbarkirchengemeinde Hermaringen. Burgberg ist sonst überwiegend katholisch. Alle evangelischen Kirchengemeinden im Stadtgebiet Giengens gehören zum Dekanat Heidenheim innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
Katholiken gibt es in Giengen erst wieder seit dem späten 19. Jahrhundert. Für sie wurde 1909 eine eigene Kirche St. Maria gebaut. Doch wurde erst 1936 ein Expositurvikariat eingerichtet, das 1950 zur Pfarrverweserei und 1954 zur Pfarrei erhoben wurde. 1962 wurde die heutige Pfarreikirche Heilig Geist erbaut. Zur Kirchengemeinde Heilig Geist Giengen gehören auch die Stadtteile Hohenmemmingen und Sachsenhausen. Burgberg hat eine eigene Kirchengemeinde St. Vitus, zu der Hürben gehört. Beide Gemeinden gehören zur Seelsorgeeinheit 6 im Dekanat Heidenheim des Bistums Rottenburg-Stuttgart.
Auch die Neuapostolische Kirche ist in Giengen vertreten.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1634 | ca. 36 Familien |
| 1810 | 1.578 |
| 1823 | 1.792 |
| 1834 | 2.107 |
| 1843 | 2.143 |
| 1861 | 2.412 |
| 1. Dezember 1871 | 2.560 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 2.926 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 3.176 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 3.112 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 3.459 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 3.409 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 3.615 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 17. Mai 1939 ¹ | 3.900 |
| 1946 | 5.615 |
| 13. September 1950 ¹ | 6.627 |
| 6. Juni 1961 ¹ | 10.825 |
| 27. Mai 1970 ¹ | 14.440 |
| 31. Dezember 1975 | 18.939 |
| 31. Dezember 1980 | 18.643 |
| 27. Mai 1987 ¹ | 18.378 |
| 31. Dezember 1990 | 18.836 |
| 31. Dezember 1995 | 19.842 |
| 31. Dezember 2000 | 20.318 |
| 31. März 2005 | 20.294 |
Zwischen 1798 und 1819 amtierten Johann Eßlinger, Johann Michael Heinzelmann, Georg Schnapper, Johannes Nüsseler und Johann Jakob Hastermann teilweise mehrmals, jeweils für ein Jahr, als Bürgermeister.
| CDU | 51,4 % | ±0 | 15 Sitze | +1 |
| SPD | 37,2 % | +0,5 | 10 Sitze | ±0 |
| Die Grünen | 11,4 % | +2,6 | 3 Sitze | +1 |
| Andere | 0,0 % | -3,1 | 0 Sitze | ±0 |
Schon ein Siegel von 1293 zeigt das Einhorn als Wappenfigur, ebenso wie die Freie Reichsstadt Schwäbisch Gmünd. Doch haben beide Städte eine andere Blasonierung. Im 14. Jahrhundert tauchte in den Siegeln Giengens auch der Reichsadler auf. Im 19. Jahrhundert wurden Einhorn und die württembergischen Hirschstangen auf gespaltenem Schild dargestellt. Seit 1890 ist das Einhorn wieder das alleinige Wappensymbol. Die Flagge ist erstmals seit 1546 nachweisbar.
Die Stadt liegt an der Brenzbahn (Aalen – Heidenheim – Ulm) und gehört dem Heidenheimer Tarifverbund an. Im Stadtgebiet versorgen mehrere Buslinien den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).
Neu ist der Industriepark A 7, ein gemeinsames Projekt mit der Nachbarstadt Herbrechtingen an der Bundesautobahn 7.
Die im Juni 2005 neu eröffnete Welt von Steiff zeigt die Geschichte der Firma und deren weltbekannte Produkte.
In den Stadtteilen sind zu erwähnen: Das Stadtmuseum im alten Rathaus des Stadtteils Hürben, die Charlottenhöhle bei Hürben, das Schloss Burgberg im gleichnamigen Stadtteil sowie die evangelischen Kirchen in Hohenmemmingen (romanisch mit mehreren Veränderungen), Hürben (spätbarocker Bau von Christoph Friedrich Weyhing) und Sachsenhausen (nach Brand neu erbaut 1681). Die katholische Kirche Burgberg wurde 1966 anstelle der 1853 erbauten Kirche erstellt. Die Hohenmemminger katholische Kirche wurde 1958 erbaut.
Im August 2005 wurde bei der Charlottenhöhle in Hürben ein Höhlenhaus eröffnet. Dort wird Zeitgeschichtliches zum Thema Höhlen visuell dargestellt.
Landkreis Heidenheim | Ort in Baden-Württemberg | Reichsstadt
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