Ein Gewebe ist ein Verband gleichartig differenzierter Zellen, die über Interzellularkontakte und Extrazellularmatrix verbunden sind. Die Zellen eines Gewebes besitzen ähnliche oder gleiche Funktionen.
Mit dem Aufbau von Geweben befasst sich die Histologie, bei krankhaften Veränderungen die Pathohistologie.
Grundsätzlich lassen sich alle Anteile eines vielzelligen Organismus, das heißt alle Organe, Strukturen und sonstigen Inhalte von Tieren und Pflanzen, einem Gewebe zuordnen, beziehungsweise sind von einem Gewebetyp produziert worden.
Als Begründer der Histologie gilt Marie François Xavier Bichat, der eine Vielzahl von Gewebetypen im menschlichen Körper entdeckte. Die klassische Methode der Histologie ist das Untersuchen von fixierten und gefärbten Gewebeschnitten unter dem Lichtmikroskop. Elektronenmikroskopie, Fluoreszenzmikroskopie, Gefrierbruchtechniken und molekularbiologische Fortschritte haben die Kenntnisse über Aufbau und Funktion der Gewebe entscheidend beeinflusst und vorangetrieben.
Bei allen Wirbeltieren, insbesondere beim Menschen und fast allen Wirbellosen, mit Ausnahme der Gewebelosen wie zum Beispiel den Schwämmen, lassen sich vier Grundgewebearten unterscheiden:
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"Gewebe (Biologie)".
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