Dabei fallen eine ganze Reihe von Zwischen- und Endprodukten an:
Außerdem kommen folgende Produkte ebenfalls aus einer Getreidemühle:
Siehe auch: Mühle
Die nostalgische Vorstellung vieler Menschen, dass der Müller heute noch in einer Windmühle oder Wassermühle arbeitet, entbehrt jeder Realität. Sicherlich gibt es noch solche Mühlen, die aber eher in Form eines Museums weiter geführt werden. Um heute z. B. die 80 Millionen Einwohner Deutschlands mit Getreideprodukten zu versorgen, ist modernste Technik nötig. Praktisch alle Getreideprodukte für die menschliche Ernährung werden heute mit einem Walzenstuhl hergestellt. Produkte für die tierische Ernährung werden oft mit einer Hammermühle zerkleinert. Im Jahr 2003 gab es in Deutschland nur noch 347 Mühlenbetriebe (ohne die Mühlen, die weniger als 500 t Jahresvermahlung aufwiesen). 2003 wurden von diesen Mühlen 7,9 Millionen Tonnen Brotgetreide (Weizen und Roggen) vermahlen. Sechs Betriebe davon vermahlen sogar 200.000 t Getreide pro Jahr oder mehr. Quelle: Verband Deutscher Mühlen e. V. Bonn.
Das Ziel des Müllers ist es, möglichst kleiefreies Mehl und möglichst mehlfreie Kleie herzustellen. Die Ausbeute an Mehl der Type 550 beträgt bei Weizen durchschnittlich 72–76 %.
Die Förderung der Rohstoffe, Zwischen- und Endprodukte innerhalb der Mühle erfolgt durch Elevatoren (Gurtbecherwerke), Trogkettenförderer, Schneckenförderer, Gurtbandförderer oder durch Pneumatik.
Getreide- und Mehlproben werden zur Analyse im Mühlenlabor untersucht.
Pro Jahr werden über 7 Mio. Tonnen Brotgetreide in deutschen Mühlen verarbeitet. Diese können daraus mehr als hundert verschiedene Mahlprodukte herstellen. Dazu gehören nicht nur die 16 Standardmehltypen nach DIN-Norm sondern auch eine Vielzahl von Spezialprodukten: Vollkornmehle und -schrote, Grieße sowie Mehle und Mischungen, die speziell auf die Bedürfnisse von Bäckern, Konditoren, Pizza-, Keks- und Kuchenbäckern hergestellt werden.
Bei allen modernen Mühlen für Genussmittel (Kaffee oder Gewürze) ist die Kühlung wichtig, denn das Mahlgut darf sich nicht zu stark erwärmen; Kaffee oder Gewürze verlieren durch Wärme schnell ihr Aroma. Deswegen sind gute Mühlen auch groß, massiv und relativ langsam.
Spätestens seit dem Mittelalter ist ein Mahlgang (oder auch Gerbgang) zur Kornzerkleinerung üblich. Dabei wurde das Mahlgut zwischen zwei Mühlsteinen zerbrochen und zerrieben. Die gleiche Technik, wenn auch in einem kleineren Maßstab, findet auch in einer handbetriebenen Pfeffermühle Anwendung. Diese verfügt jedoch über ein Mahlwerk aus Metall oder Keramik.
Der erste voll mechanisierte Betrieb war die Mühle von Oliver Evans. Er baute die Mühle 1785 am Redclay Creek in Delaware, USA. Seine bahnbrechende Idee war es, alle Verarbeitungsmaschinen und Fördermittel aufeinander abzustimmen und zu verknüpfen. Oliver Evans kann damit als Erfinder der mechanisierten Fließfertigung angesehen werden. In seinem Betrieb gab es jedoch noch keine Walzenstühle (ab etwa 1820), Plansichter (1887) oder Grießputzmaschinen (1807). Diese wurden erst später erfunden.
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"Getreidemühle".
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