Krankenschwester Janine01.jpg Gesundheits- und Krankenpfleger/in ist ein Ausbildungsberuf des Teilbereichs Krankenpflege im Gesundheitswesen, ehemals als Krankenschwester bzw. -pfleger bekannt. Eng verwandte Berufsbilder sind die Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in und die Altenpfleger/in.
Die Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/-in dauert in Deutschland drei Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Die Ausbildung findet an staatlich anerkannten Gesundheits- und Krankenpflegeschulen statt.
Die theoretische Ausbildung umfasst folgende Wissensgrundlagen:
Der Unterricht beschränkt sich dabei nicht auf reine Wissensvermittlung, sondern beinhaltet Demonstration und Einübungen zahlreicher Handlungabläufe aus der praktischen Pflege: Körperpflege des Patienten, Verbände anlegen, Wundversorgung, Medikamente fachgerecht verabreichen und Essen anreichen sind nur einige Beispiele.
Die praktische Ausbildung findet in den ersten beiden Jahren in den folgenden Gebieten statt:
1. Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen in der stationären Versorgung in den Fachgebieten
2. Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen in der ambulanten Versorgung.
Im Gegensatz dazu findet im dritten Jahr die Ausbildung ausschließlich in der stationären Versorgung in den Fachgebieten
Diese besondere Aufteilung zwischen den ersten beiden und dem dritten Jahr wurde mit der Novellierung des gesetzlichen Rahmenbestimmungen als Teil erster Reformen eingeführt. Dadurch soll eine gemeinsame theoretische und praktische Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zumindest in den ersten beiden Jahren ermöglicht werden. Das dritte Jahr gilt dabei als Differenzierungsbereich, in welchem die Auszubildenden die jeweils spezifische theoretische und praktische Ausbildung erhalten.
Die Ausbildung endet mit einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung. Sollte eine dieser Prüfungen nicht erfolgreich abgeschlossen werden, so hat man die Möglichkeit diese einmal zu wiederholen. Nach erfolgreichem Abschluss erlangt man die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung "Gesundheits- und Krankenpfleger/in".
Bereits seit geraumer Zeit gibt es verschiedenste Überlegungen die Ausbildung zu reformieren, z.B. die Pflegeausbildung von Krankenhausschulen an Fachhochschulen oder an Berufsschulen zu verlagern. Jedoch hat sich bisher kein Vorschlag durchsetzen können. Mit der Novellierung des Krankenpflegegesetzes im Jahre 2004 hat es zwar eine kleine Reform gegeben, die die Ausbildung praxisorientierter gestalten soll, aber die Diskussion um eine tiefgreifendere Reform geht weiter http://www.verdi.de/0x0ac80f2b_0x00ac937e.
Pionierin auf dem Gebiet der Ausbildung von Krankenpflegepersonal war Mitte des 19. Jahrhunderts die Engländerin Florence Nightingale. Ihr ist es zu verdanken, dass die Krankenpflege heute zu dem anerkannten Berufen zählt.
Kirchliche Arbeitgeber bezahlen meist einen an den TvöD angelehnten Tarif.
Bei privaten Arbeitgebern, wie Krankenhauskonzernen (z.B. Asklepios-, Helios- oder Sana-Kliniken), gibt es oft Haustarifverträge, die vom TvöD abweichen können. Oft sind hier auch leistungsabhängige Gehaltskomponenten üblich. Die meisten Krankenhäuser zahlen noch Beiträge für eine tariflich vereinbarte ergänzende Altersversorgung, z.B. in die Kirchliche Zusatzversorgungskasse.
Bis zum Jahr 1955 erhielten Krankenschwestern im Öffentlichen Dienst (Tarifvertrag) noch 5 % weniger Gehalt als Krankenpfleger. Begründet wurde das mit der körperlich schwereren Arbeit der Pfleger, die aber in der Praxis nicht erkennbar war. Den Vertrag hatte die Gewerkschaft ÖTV mit abgeschlossen. Trotzdem unterstützte der ÖTV-Bezirk Hamburg eine Reihe von Krankenschwestern, um auf gerichtlichem Wege diesen Unterschied aufzuheben. Die Stadt Hamburg zahlte nach dem positiven Gerichtsurteil an alle bei ihr beschäftigten Krankenschwestern den vollen Lohnausgleich rückwirkend für zwei Jahre. Im nächsten Tarifvertrag wurde der Unterschied natürlich aufgehoben. Nachlesbar im Jahresbericht 1955 oder 1956 des ÖTV-Bezirks Hamburg.
Infermeria | nurse | enfermería | Infirmier | Verpleegkundige | 看護師 | pielęgniarka | Nesi
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"Gesundheits- und Krankenpfleger/in".
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