Der gesunde Menschenverstand (englisch common sense *; österreichisch auch Hausverstand) bezeichnet eine allgemein akzeptierte Mehrheitsmeinung sowie die Art des Denkens, nach dem diese Meinung von einem Individuum getroffen wird. Als Begründung gilt in der Regel vernünftiges Denken. Meist wird hierbei eine Entscheidung gefällt, welche von einer vermuteten Mehrheit der Bevölkerung getroffen würde.
Aufgrund von unterschiedlichen Erfahrungen, Sichtweisen und moralischen Werten ist bei verschiedenen Menschen auch mit unterschiedlichem gesundem Menschenverstand zu rechnen. Einen absoluten gesunden Menschenverstand gibt es nicht und darf nicht mit Konsens verwechselt werden. Auch können bei Urteilen des gesunden Menschenverstandes populäre Irrtümer auftreten.
Als Bestandteil der öffentlichen Meinung ist der Common Sense nicht statisch, sondern wandelt sich. Beispiele für Common Sense in der Bundesrepublik Anfang des 21. Jahrhunderts:
Eine andere Art der Entscheidungsfindung ist "aus dem Bauch heraus" (siehe Intuition).
Thomas Reid (1710–1796) gilt als Begründer der schottischen Common Sense-Philosophie, die im 19. Jahrhundert die Theologie des nordamerikanischen Protestantismus nachhaltig beeinflusste. Quelle1
Sozialphilosophie | Staatsphilosophie | Philosophische Anthropologie | Ethisches Prinzip | Entscheidungstheorie
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