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Es gibt weltweit viele unterschiedliche Gesetze, welche die Beziehungen zwischen Menschen des gleichen Geschlechts zu regeln versuchen. Viele dieser Gesetze formulieren Verbote, wobei häufig nur das gleichgeschlechtliche Sexualverhalten unter Männern behandelt wird. Eine weitere häufige Ausprägung von Gesetzen zum Thema Homosexualität behandelt Alltagsaspekte, zum Beispiel den Güterstand, von gleichgeschlechtlichen Paaren. Dabei werden zum Beispiel eingetragene Partnerschaften geregelt, oder Diskriminierungsverbote erlassen. Die Ausprägung der verschiedenen Gesetzgebungen variiert sehr stark. Während in manchen Ländern auch die zivilrechtliche Ehe für gleichgeschlechtliche Paare offensteht, sind in anderen Ländern sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Androhung der Todesstrafe verboten.

Geschichte


Die ersten Gesetze dazu gab es wohl um 600 v. Chr. im alten Kreta und Sparta, die jedem Mann eine päderastielle homoerotische Freundschaft auflagen.

Das erste bekannte Gesetz gegen sexuelle Beziehungen zwischen Männern kommt etwa aus dem Jahr 550 v. Chr. und wurde vom Jüdischen Volk während der Babylonischen Gefangenschaft im Buch Levitikus niedergeschrieben mit dem Tod bei Zuwiderhandlungen.

Es wird zur Unterscheidung des Judentums und dem Heidentums auf einer Ebene mit Götzendienst gesehen. Zur selben Zeit waren Gleichgeschlechtliche Beziehungen in den heidnischen Religionen angesehen. Dies wurde mit der Zeit weiterpraktiziert, jedoch mit immer mehr Strafen vom Judentum aus und dessen Folgereligionen: Islam und Christentum.

In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wandelte sich der Beischlaf zwischen Männern, der unter den Begriff Sodomie gefasst wurde, von einer zwar sündigen, aber meist völlig legalen Praxis zu einem Verbrechen, das fast überall in Europa mit der Todesstrafe bedroht wurde.

Im Zuge der Französischen Revolution kam es zu einer Reihe von Reformen, die entweder die komplette Abschaffung der Sodomie-Gesetze wie in Frankreich oder zumindest die Umwandlung in eine Gefängnisstrafe zur Folge hatten.

Mit dem Kolonialismus verbreiteten sich diese Verbote und damit die negative Einstellung zur Homosexualität durch die kaiserlichen Mächten dieser Religionen.

Es behielten auch nach der Kolonialzeit andere Religionen diese ablehnende Haltung zur Homosexualität.

Christliche Philosophen in Europa versuchten später die negative Einstellung zur Sodomie (vorherrschend im Mittelalter) zu kräftigen, in dem sie im Namen der Wissenschaft diese als krankhaft bezeichneten. So kam es, dass diese Meinung auch in der nicht-religiösen Wissenschaft der Kommunistischen Staaten übernommen wurde.

Geschichtliche Entwicklung in einigen Ländern

Deutschland
Hauptartikel: Paragraph 175
Der seit der Reichsgründung geltende und von den Nazis erheblich verschärfte § 175 StGB ("Unzucht zwischen Männern") wurde 1957 in der DDR und 1969 in der Bundesrepublik auf sexuelle Handlungen mit Jugendlichen unter 21 Jahren beschränkt. Dieses so genannte Schutzalter wurde 1968 (Ost) bzw. 1973 (West) auf 18 Jahre herabgesetzt.

1989 strich die Volkskammer der DDR ihre gegen Homosexualität gerichtete Sondergesetzgebung (§ 151) ersatzlos, das Schutzalter lag also wie bei Heterosexuellen bei 14 Jahren. Dieses Schutzalter war in den neuen Bundesländern bis zum 9. März 1994 rechtswirksam, zeitgleich existierte in den alten Bundesländern ein Schutzalter von 18 Jahren nach § 175.

Der deutsche Bundestag vereinheitlichte 1994 durch Aufhebung des § 175 das Schutzalter für Homo- und Heterosexuelle auf 14/16 Jahre im Zuge der Rechtsangleichung nach der deutschen Wiedervereinigung. Dadurch sank mit Wirkung zum 10. März 1994 das Schutzalter für Homosexuelle in Westdeutschland, während es in Ostdeutschland für Homo- und Heterosexuelle in Teilbereichen stieg.

Österreich
Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert galten in den österreichischen Ländern verschiedene Halsgerichtsordnungen (Landgerichtsordnungen), welche der Constitutio Criminalis Carolina sehr ähnlich waren.

1768 führte Maria Theresia mit der Constitutio Criminalis Theresiana ein einheitliches Strafrecht für die österreichischen und böhmischen Lande ein, welches stark an die Carolina angelehnt war und auch noch die Todesstrafe für Sodomie (darunter extra homosexuelle Handlungen beiderlei Geschlechts) vorsah.

1787 wurde sie vom großen Reformer Joseph II durch sein Josephinisches Strafgesetz abgelöst, welches eine Todesstrafe nur mehr im Standrecht vorsah. Im Gegensatz zu anderen Delikten blieb das im Falle der Sodomie auch 1795, 1803 und 1933 so. Damit war Österreich das erste Land Europas, welches die Todesstrafe für Sodomie abschaffte. Statt dessen gab es öffentliche Züchtigung, zeitliche öffentliche Arbeit, strenges Gefängnis und Verbannung. Außerdem erwähnte es heterosexuelle Unzucht wider die Natur nicht.

Im Strafgesetzbuch von 1803 wurde in den §§ 113-114 mit dem Ausdruck "Unzucht wider die Natur" wieder alles summiert und als Strafe Kerker zwischen 6 Monaten und einem Jahr eingeführt.

Nach den §§ 129 I b (Tat) und 130 (Strafmaß) des Strafgesetzes (StG) von 1852 waren sexuelle Beziehungen zwischen Frauen und solche zwischen Männern als "Unzucht wider die Natur mit Personen desselben Geschlechts" zur Gänze verboten und wurden mit schwerem Kerker von einem bis bis zu 5 Jahren bestraft. Zwischen 1920 und 1938 war Österreich, auf die Gesamtbevölkerung bezogen, bei der Anzahl der Verurteilungen europaweit führend. Im 3. Reich wurde das Strafgesetz nie angepasst, aber die Rechtsprechung im Oberlandesgericht wurde mit der Zeit angepasst, sodass sie in etwa dem verschärften § 175 im Altreich entsprach und die Verurteilungen erreichten einen neuen Höhepunkt. Nach 1945 wurde wie vor 1938 weitergemacht.

Die kleine Strafrechtsreform 1971 ersetzte dieses Totalverbot durch vier neue Bestimmungen des StG: (in Klammer die §-Nummer des Strafgesetzbuches (StGB) nach der großen Strafrechtsreform am 1. Jänner 1975)

  • § 129 I StG (§ 209 StGB): "* Gleichgeschlechtliche Unzucht mit Personen unter 18 Jahren" (6 Monate - 5 Jahre)
  • § 500 StG (§ 210 StGB): "gewerbsmäßige * gleichgeschlechtliche Unzucht" (Prostitution)
  • § 517 StG (§ 220 StGB): "Werbung für Unzucht mit Personen des gleichen Geschlechts" (= Gutheißung)
  • § 518 StG (§ 221 StGB): "Verbindungen zur Begünstigung gleichgeschlechtlicher Unzucht"
1988 wurde das Mindestalter des Täters auf 19 Jahre angehoben und somit ein Übergangsbereich geschaffen. 1989 wurde § 210 aufgehoben und 1997 die §§ 220 und 221. Es gab mehrere Anläufe auch § 209 abzuschaffen, von denen die knappste 1996 mit Stimmengleichheit ausging. Erst mit Urteil vom 21. Juni 2002 hob der VfGH diese Bestimmung auf. Grund war die sich ändernde Strafbarkeit des älteren Partners im Laufe der Jahre bei ein und desselben Paar mit zwei Jahren Altersunterschied. Der VfGH gewährte aber der Regierung eine Schonfrist von 6 Monaten um die Schutzbestimmungen im Sexualstrafrecht anzupassen.

Am 14. August 2002 trat der § 209 außer und die Ersatzlösung § 207 b in Kraft. Dieser ist zwar geschlechtsneutral formuliert, aber verfolgt und abgeurteilt werden noch überwiegend männliche gleichgeschlechtliche Beziehungen. Es gab kein Amnestiegesetz wie in Deutschland und die Vorstrafen wegen der alten §§ sind, unter Beachtung der Verjährungsfristen, oft bis heute evident (Stichtag 12. Juli 2005 insgesamt 1434 Personen, davon 558 wegen § 129 I b vor 1971), soferne man sich nicht einzeln an den EGMR wendet, der bis jetzt in jedem Fall einer Verurteilung nach § 209 die Republik Österreich zur Aufhebung des Urteils und Schadensersatz verurteilt hat.

Polen
Homosexualität wurde in Polen 1932 legalisiert und das Schutzalter dem heterosexueller Personen angeglichen. 1969 wurde auch Homosexuelle Prostitution legalisiert. Schwule sind vom Militärdienst nicht gesetzlich ausgeschlossen. Seit 1991 wird Homosexualität nicht mehr als Krankheit betrachtet. Unterstütz werden Homosexuelle Rechte von den Parteien SLD, UP, SDPL, Zieloni 2004, APP RACJA und weiteren linksgerichteten Parteien.

2003 wurde das Antidiskriminierungsgesetz verabschiedet. Die Polnische Verfassung garantiert somit in jeder Beziehung Gleichbehandlung vor dem Gesetz, unabhängig der sexuellen Orientierung, auch wenn dies bisher noch nicht in einem Rechtsstreit als Gegenstand behandelt wurde. 1995 wurde der Vorschlag ein Diskriminierungsverbotes auf Grund sexueller Orientierung in die Verfassung aufzunehmen, wegen großer Einwände der Katholischen Kirche abgewiesen.

Es gibt keine gesetzliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften. Ende 2003 brachte die Polnische Senatorin Maria Szyszkowska den Vorschlag gleichgeschlechtliche Verpartnerungen unter der Bezeichnung „Registrierte Partnerschaft“, ähnlich der „PACS“ in Frankreich, einzuführen. Am 2. Dezember 2004 wurde die Idee vom Senat anerkannt, jedoch vor der Wahl 2005 nicht vom Parlament verabschiedet und wird durch den Wahlsieg der konservativen Parteien voraussichtlich nicht umgesetzt werden. Es gilt grundsätzlich als unwahrscheinlich dass gleichgeschlechtliche Ehen oder Partnerschaften in Zukunft anerkannt werden da die Bevölkerung zu 95% aus Katholiken besteht und die Kirche in Polen mehr politischen Einfluß als in vielen anderen Katholischen Ländern besitzt.

2004 gestattete es der Verkehrsverbund der Stadt Warschau, zusammenlebenden gleichgeschlechtlichen Mitarbeitern das Verkehrsnetz kostenlos zu nutzen was die erste Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare in Polen darstellt.

Warszawa.ParadaR%C3%B3wno%C5%9Bci2006.5417.jpg In den vergangenen Jahren wurde die allgemeine Akzeptanz von Homosexualität auf die Probe gestellt. Warschau, Krakau und andere Polnische Städte untersagten homosexuelle Demonstrationen in den Jahren 2004 und 2005 unter der Anführung verschiedenster Gründe, unter Anderem auf Grund von möglichen Gegendemonstrationen oder Eingriffen seitens religiöser oder nationalistischer Gruppen, so wie auf Grund allgemeiner Ablehnung von Homosexualität und aus moralischen Gründen. Dennoch versammelten sich am 11. Juni 2005 etwa 2.500 Demonstranten zur Parada Równości, wobei es zu zehn Festnahmen kam. Die Parade wurde von dem Bürgermeister Lech Kaczynski mit der Aussage „Die Erlaubnis einer Schwulenveranstaltung in Warschau würde homosexuelle Lebensformen fördern“ stark verurteilt. Im Oktober 2005 wurde Kaczynski zum Präsident von Polen gewählt. Die Einstellung der Regierung gegenüber Homosexuellen, wie den Bemühungen ihnen das Unterrichten zu verbieten und Homosexualität als „unnatürlich“ zu betrachten ließ dabei ein Spannungsverhältnis zwischen Polen und der Europäischen Union entstehen.

Gegenwärtig ist Polen eines der intolerantesten Länder gegenüber Homosexuellen. Laut Umfragen betrachten 89% der Bevölkerung Homosexualität als abnormal und lediglich die Hälfte der Polen spricht sich für eine Tolerierung homosexueller Lebensformen aus. Obwohl während den 1990er und den frühen 2000er Jahren unter jungen Leuten in größeren Städten und höherer Bildung eine Zunahme der Toleranz zu verzeichnen war, nahm die Diskriminierung gegen schwul-lesbischer Minderheiten unter der 2005 gewählten konservativen Regierung erneut zu. Dennoch existiert im ganzen Land eine ausgeprägte homosexuelle Szene. Es existieren über 30 homosexuelle Organisationen. Die katholische Kirche kämpft mit großem Einfluß noch immer stark gegen Homosexualität an.

Russland

Während dem Russischen Reich entwickelten Fundamentalisten und Sozialisten eine sehr sittenstrenge Ansicht bezüglich Geschlechter und Sexualität. Russische Sozialisten waren der Meinung dass private Emotionen, Interessen oder Liebe der Gesellschaft gegenüber untergeordnet sein zu hätten um eine revolutionäre Bewegung zu schaffen und dass freie Liebe und Homosexualität ein entartetes Laster des Kapitalismus sei welches nach der Revolution nicht mehr existieren würde. Unterstützt wurde die Legalisierung von Homosexualität von russischen Anarchisten und mitte-links-Demokraten des russischen Parlaments. Jedoch war nach Meinung von Lenin, Leo Trotzki und Joseph Stalin sexuelle Freiheit kein Bestandteil der Befreiung des Proletariats, sondern eine Untugend kapitalistischen Bürgertums. Freie Liebe wurde als unvereinbar mit den Zielen des Marxismus betrachtet.

Nach der Russischen Revolution 1917 schaffte die kommunistische Partei alle alten Gesetze der Zaren ab, worunter auch das Verbot der Homosexualität fiel. Laut Strafgesetzbuch von 1922 und 1926 waren homosexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen legal, dennoch galt homosexuelles Verhalten in der Georgischen SSR, Zentralasien und Usbekistan während der 1920er Jahre als kriminelle Handlung. In einigen offiziellen Sowjetischen Dokumenten aus jener Zeit wird davon gesprochen Homosexualität nicht als Kriminalität, sondern als heilbare Krankheit zu behandeln.

Während der Sowjetunion besuchten Abgesandte das deutsche Institut für Sexualwissenschaft und internationale Konferenzen über menschliche Sexualität und befürworteten die Legalisierung von Homosexualität. In Sowjetrussland war es Mikhail Kuzmin und weiteren schwulen Schriftstellern gestattet ihre Werke mit homosexuellem Inhalt bis 1929 zu veröffentlichen. Dann erklärte die kommunistische Partei unter Stalin jedoch dass Homosexualität keine öffentliche Thematik darstellen solle. Schwule und Lesben die in der Russischen Regierung tätig sein wollten mussten einen Partner des anderen Geschlechts heiraten. 1933 führte Joseph Stalin ein neues Strafgesetz ein, wo nach § 121 Homosexualität mit bis zu fünf Jahren Zwangsarbeit bestraft werden konnte. Dieses Gesetz wurde bis zur Auflösung der Sowjetunion beibehalten.

Bis in die 1980er Jahre waren Schwule und Lesben verpflichtet sich unter mehrmonatiger Einnahme von Psychopharmaka therapieren zu lassen.

Am 27. Mai 1993 wurden homosexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen legalisiert und seit 1999 steht Homosexualität nicht mehr auf der Liste der Geisteskrankheiten. Im Februar 2006 verkündete der Großmufti von Russland Talgat Tadzhuddin in Bezug auf den geplanten ersten „Mockba Pride“, Mohammed selbst habe angeordnet Homosexuelle zu töten da ihr Verhalten zum Ende der menschlichen Rasse führt und man solle Homosexuelle auspeitschen, wenn sie auf die Straßen gehen sollten. Jeder normale Mensch würde dies tun - sowohl Moslems als auch Orthodoxe. Andere Geistliche haben sich von der harten Rethorik distanziert, nicht jedoch von der Ablehnung der Homosexualität. Mufti Nafgulla Aschirow, zuständig für den asiatischen Teil des Landes, sprach sich gegen Gewalt aus, sagte aber auch, dass schwule Paraden keinen Platz im Leben von normalen Menschen haben sollen. Der Patriarch der Orthodoxen Kirche sagte, dass es sich bei CSDs um Kampagnen handeln würde, die die russische Nation pervertieren und auch Oberrabbiner Berl Lazar, bezeichnete Schwule als „sexuell Perverse“, die Parade als Verstoß gegen die Moral und verglich sie mit den Mohammed-Karikaturen.

Ende April, Anfang Mai 2006 wurden mehrere Schwulenclubs in Moskau von Protestanten besetzt. Erst nach Beschwerden, dass die Polizei nicht eingegriffen habe, wurden bei späteren Besetzungsversuchen mehrere Personen verhaftet.

Im Mai 2006 wurde in Moskau eine Versammlung für homosexuelle Rechte abgehalten. Die begleitende Parade wurde von dem Bürgermeister untersagt. Einige Aktivisten gingen dennoch auf die Straße und wollten am Mahnmal des Unbekannten Soldaten Blumen niederlegen. Dabei kam es zu gewalttätigen Übergriffen von Gegendemonstranten und der Polizei. Ungefähr 50 Demonstranten und 20 Gegendemonstranten wurden verhaftet. Auch der Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen Volker Beck wurde dabei verletzt und festgenommen.

Liechtenstein
1989 hob das Fürstentum Liechtenstein das Totalverbot homosexueller Handlungen (§§ 129 und 130) auf und führte die fast wortgleichen Paragraphen wie in Österreich ein. (§ 208 Schutzaltersgrenze, § 209 Prostitution, § 220 Informationsverbot, § 221 Vereinsverbot). Im Dezember 2000 wurde die ersatzlose Streichung aller 4 Paragraphen beschlossen, welche im Jahre 2001 in Kraft trat.

USA
Bis ins letzte Viertel des 20. Jahrhunderts waren in vielen amerikanischen Bundesstaaten homosexuelle Handlungen bzw. sexuelle Praktiken, die unter Homosexuellen besonders verbreitet sind, unter zum Teil hohe Freiheitsstrafen und Geldbußen gestellt. Der erste Staat, die seine "Sodomy Laws" aufhob, war Illinois (1962). In den 1970er Jahren folgten 25 weitere Staaten, danach geriet die Liberalisierung wieder ins Stocken. Am längsten bestanden Sodomy Laws in Kansas, Louisiana, Mississippi, North Carolina, Oklahoma, South Carolina, Texas, Utah und Virginia. Durch eine Entscheidung des US Supreme Courts (Lawrence versus Texas) wurden im Jahre 2003 auch diese Gesetze außer Kraft gesetzt.

Von der Bundesgesetzgebung wird Homosexualität nicht generell verboten. Allerdings werden im sogenannten "Defense of Marriage Act" homosexuelle Beziehungen stark benachteiligt gegenüber die Möglichkeiten, die für Partner einer heterosexuellen Beziehung offen stehen. In den Streitkräften wird mit der sogenannten "Don't Ask, Don't Tell"-Politik Homosexualität bewusst zur Verschwiegenheit gezwungen; diese Auflagen gelten auch nicht für heterosexuelle Mitglieder der Streitkräfte.

Großbritannien
Im Jahre 1988 trat in England ein Gesetz in Kraft, das unter dem Signum Clause 28 bekannt wurde. In ihm wird festgelegt, dass die Kommunalbehörden dazu angehalten sind Homosexualität (inklusive Material, das Homosexualität enthält) nicht absichtlich zu befürworten. Des weiteren darf Homosexualität in der Schule nicht als gleichwertige Lebensgemeinschaft gegenüber der Familie dargestellt werden. Die britische Labour Regierung unter Tony Blair konnte im Jahr 2000 nicht durchsetzen, das homophobe Gesetz ersatzlos wieder abzuschaffen. Gegen Clause 28 gab es insbesondere nach dessen Einführung zahlreiche Proteste, an denen sich auch der Sänger Boy George mit dem Titel Clause 28 beteiligte. (en:Section 28)

Heutige Situation


Rechtsstatus-Homosexualitaet-Welt.png Viele Länder dieser Welt haben heute noch Gesetze gegen gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen. In manchen Ländern wird es sogar gerichtlich als eine Beleidigung der Ehre einer Person angesehen, jemanden öffentlich als homosexuell zu bezeichnen. Zum Beispiel verklagten Jason Donovan und Liberace eine Zeitung, die ihnen unterstellte schwul zu sein, mit gerichtlichem Erfolg. 2003 wurde Tony Halme, Mitglied des Finnischen Parlamentes, mit rechtlichen Schritten gedroht da er die Präsidentin Tarja Halonen als Lesbe bezeichnet haben soll.

Heute sind homosexuelle Handlungen in fast allen westlichen Industrieländern straffrei. Sodomie-Gesetze existieren jedoch auch weiterhin in der so genannten Dritten Welt. Oft handelt es sich dabei um ein Erbe der europäischen Kolonialgeschichte, manchmal auch, wie in verschiedenen islamischen Staaten, um die Wiederbelebung religiöser Gesetze, die in früheren Zeiten nur selten angewandt worden waren.

Weltweite Übersicht

Dies ist eine Liste mit Gesetzen aus aller Welt, die sich mit Homosexualität befassen. Sie ist alphabetisch nach Kontinenten geordnet. Diese Liste kann jedoch nicht aussagen, wie Homosexualität generell in einem Land gesehen wird. Viele Nationen die negative Gesetze dazu hatten oder noch haben können auch Gesellschaftsformen sein, die Homosexualität nicht aktiv verfolgen, z.B. Thailand. Wiederrum gibt es Länder in denen keine/kaum Gesetze gegen Homosexualität existieren, Homosexuelle aber gesellschaftlicht geächtet oder sogar verfolgt werden. Schutz davor, z.B. in Form von Antidiskriminierungsgesetzen, ist nicht immer gewährleistet.
Afrika
Zu Ländern, die mit einem Stern (☆) gekennzeichnet sind, gibt es einen gesonderten Artikel über Homosexualität in diesem Lande.
LandGesetze gegen HomosexualitätHöchst- strafeMindest- strafeGleichgeschl. LebensformenAntidiskri- minierungs- gesetzBemerkung
ÄgyptenNein---NeinObwohl nicht illegal, häufig unterdrückt mit vielen Moralgesetzen.
AlgerienJa3 JahreBußgeld-Nein 
AngolaJaUnbek.Unbek.-Nein
ÄquatorialguineaNein---Nein 
ÄthiopienJa3 Jahre10 Tage-Nein 
BeninJa3 JahreUnbek.-Nein 
BotswanaJa5 JahreBußgeld-Nein 
Burkina FasoNein---Nein 
BurundiNein---Nein
DschibutiNein---NeinZwar bestehen keine Verbote, dafür muss aber mit ablehnenden Reaktionen der Bevölkerung gerechnet werden.
ElfenbeinküsteNein---Nein 
EritreaJa3 Jahre10 Tage-Nein 
GabunJaUnbekannt-Nein1994 wurden Grobe Sittlichkeitsvergehen und Akte gegen die Natur dekriminalisiert; allerdings beträgt das Mindestalter 21 Jahre, statt 15 Jahre für heterosexuellen Geschlechtsverkehr. "Homosexuelles Verhalten" wird jedoch nach wie vor nach gabunischem Recht als "Verstoß gegen die guten Sitten" geahndet.
GambiaJa14 JahreBußgeld-Nein 
GhanaJa??-Nein 
GuineaJa3 Jahre6 Monate-Nein 
Guinea-BissauNein---Nein 
KamerunJa5 JahreBußgeld-Nein 
Kap VerdeNein---Nein 
KeniaNur Männer14 JahreBußgeld-Nein 
KomorenUnklar---Nein 
Dem. Rep. KongoNein---Nein 
LesothoNur Männer??-Nein 
LiberiaJaBußgeldBußgeld-Nein 
LibyenJa5 JahreBußgeld-Nein 
MadagaskarNein---Nein 
MalawiJa5 Jahre--Nein 
MaliNein---Nein 
MarokkoJa3 Jahre6 Monate-Nein 
MauretanienJaTodTod-Nein 
MauritiusJa5 JahreBußgeld-Nein 
MosambikJa3 JahreBußgeld-Nein 
NamibiaNein---JaAntidiskriminierungsgesetz seit 1992 im Gespräch
NigerNein---Nein 
NigeriaNur Männer14 JahreBußgeld-NeinGebiete unter der Sharia bestrafen mit dem Tod.
RuandaNein---Nein 
SambiaNur Männer5 Jahre--Nein 
São Tomé und PríncipeNein---Nein 
SenegalJa5 Jahre1 Monat-NeinWird als Sittenwiedrigkeit geahndet. H. direkt ist nicht strafbar.
SeychellenJein---NeinNicht strafbar, es gibt jedoch verurteilungen aufgrund des "Sittenverbrechens"
Sierra LeoneJaLebenslänglich--Ja?Die Anti-Korruptions-Kommission lies verlauten, dass qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland unter einem besondern Schutz stehen, der sogar Diskriminierung gegen die Sexualität verbietet.
SimbabweNein---NeinWerden nicht bestraft, aber von der Regierung und der Bevölkerung als "sittenwiedrig" verurteilt.
SomaliaJa3 Jahre3 Monate-NeinGebiete unter der Sharia bestrafen mit dem Tod.
SüdafrikaNein--gleichgeschlechtliche EheJaVerfassung verbietet Diskriminierung explizit. Supreme Court entschied sich für eine gleichgestellte Ehe, die 2006 in Kraft tritt.
SudanJaTod5 Jahre-NeinStrafgesetzt an der Schari'a angelehnt.
SwasilandNur MännerFreiheitsstrafeBußgeld-Nein 
TansaniaJa25 JahreBußgeld-NeinSeit 13. April 2004 gibt es ein Gesetz, dass für Männer 25 Jahre Gefängnis vorsieht (mit Mord gleichgesetzt). Für Frauen bis zu 7 Jahre.
TschadUJaUnbekanntUnbekannt-Nein 
TogoJa3 JahreBußgeld-Nein 
TunesienJa3 JahreBußgeld-Nein 
UgandaNur Männer20 JahreBußgeld-Nein 
ZentralafrikaNein---Nein 

Asien
Zu Ländern, die mit einem Stern (☆) gekennzeichnet sind, gibt es einen gesonderten Artikel über Homosexualität in diesem Lande.
LandGesetze gegen HomosexualitätHöchst- strafeMindest- strafeGleichgeschl. LebensformenAntidiskri- minierungs- gesetzBemerkung
AfghanistanJa15 Jahre5 Jahre-NeinH. Handlungen sind noch immer ein Verbrechen, aber die Todesstrafe (wie unter den Taliban) wird nicht weiter verhängt. Das Gesetz von 1976 sieht jedoch immer noch die Freiheitsstrafe vor.
BahrainNur Männer10 JahreBußgeld-Nein 
BangladeschJaLebenslängl.10 Jahre-Nein 
BhutanJa??-Nein 
BruneiJa10 JahreBußgeld-Nein 
China (VRC)Nein---NeinEhegesetz wird überarbeitet. // Siehe Homosexualität in China
Hong Kong Nein - - -In ErwägungEhe noch unter Erwägung. 2005 stellte das Parlament das Mindestalter für den Beischlaf mit dem für Heterosexuelle gleich.
IndienJaLebensl.Bußgeld-NeinAltes Gesetz noch immer existent, Regierung verfolgt aber nicht.
IndonesienNein---NeinEin Antrag aus 2003 h. Handlungen zu verbieten ist gescheitert.
IranJaTodTod-NeinGeschlechtsanpassende Operation wird vom Staat unterstützt, um Geschlechtsidentität zu heilen. Exekutierungen von H. werden jedoch fortgesetzt, z.B. der Jungen Mahmoud Asgari und Ayaz Marhoni im Jahre 2005 (in diesem Fall unter der umstrittenen zusätzlichen Anklage der vermeintlichen Vergewaltigung eines 13-jährigen Jungen)Queer.de: Iran: Jugendliche gehängt, 21.07.2005 mit Auszug aus dem iranischen Strafrecht auf Deutsch in den Kommentaren.(Mit deutscher Übersetzung des iranischen Strafrechts)
IrakUnklar---NeinTodesstrafe sollte 2001 eingesetzt werden. US-Besatzung setze ein Gesetz von 1969 wieder in Kraft. Weitere Entwicklung unklar.
IsraelNein--Unregistr. ZusammenlebenJaEinziges Land im Nahen Osten mit breiter Unterstützung für Legalisierung der gleichgeschl. Ehe. Israelische Armee lässt jeden zu ohne Unterscheidung der sexuellen Orientierung.
JapanNein---Ja**In Tokyo Antidiskriminierungsgesetz. Jedoch übermäßig starke Opposition zum Partnerschaftsgesetz. // Siehe Homosexualität in Japan
JemenJaTodTod-Nein 
JordanienNein---NeinObwohl nicht illegal, sind Schwule jedoch auch Opfer von "Ehrenmorden".
KatarJa5 JahreBußgeld-Nein 
KambodschaNein---NeinEhem. König Norodom Sihanouk äußerte Wunsch nach gleichgeschl. Ehe.
KasachstanNein---Nein 
KuwaitJa7 JahreBußgeld-Nein 
KirgisistanNein---Nein 
LaosNein---NeinUS Department of State berichtet von keiner Diskriminierung von H., ist mit Interviews von Schwulen in Laos von 1992 bestätigt.
LibanonJa1 JahrBußgeld-NeinEs existiert eine Kampagne um h. Beziehungen im Privatem zu legalisieren.
MacaoNein---Nein 
MalaysiaJa20 JahreBußgeld-NeinDer ehem. stellv. Ministerpräsident Anwar Ibrahim, der selber wegen seiner H. eingesperrt wurde, hat Einspruch erhoben. Die Tochter des Ministerpräsidenten Mahathir Mohamad, Marina Mahathir, rief im Oktober 1998 zu einem Ende der Diskriminierung auf Grund der Sexualität auf.BBC News: World: Asia-Pacific PM's daughter slams Malaysian anti-gay group, 23. 10. 1998 Doch ihr Vater warnte im Oktober 2001 schwule Minister anderer Länder sein Land zu besuchen. BBC News:Gay ministers barred, Malaysia tells UK, 1. 11. 2001
MaledivenNur Männer10 JahreBußgeld-Nein 
MongoleiNein---Nein 
MyanmarJaLebensl.10 Jahre-Nein 
NepalJa1 Jahr--Nein 
NordkoreaNein---NeinKeinerlei öffentliche Erwähnung von H. erlaubt. Wird als kapitalistische Eigenheit gesehen.
OmanJa3 JahreBußgeld-Nein 
PakistanNur MännerLebensl.2 Jahre-Nein 
Palästinensische AutonomiegebieteNein---Nein Schwule Palästinenser fliehen häufig nach Israel da sie daheim zum Tode verurteilt würden.
PhilippinenNein---In Erwägung2003 wurden gleichgeschl. Ehen verboten. Nur die kommunistische Partei erwägt diese zu erlauben.
Saudi-Arabien JaTodStrafe-NeinGefängnisstrafe, Bußgeld oder Auspeitschung kommen auch vor, bisher alles nur bei Männern.
SingapurJaLebensl.2 Jahre-NeinGesetz wird selten gebraucht, normalerweise nur dann, wenn die Verbreitung von AIDS befürchtet wird, wie zB bei Sexparties. Regierung hat offiziell zur Tolerierung gegenüber Verschiedenartigkeit aufgerufen. Ehem. Ministerpräsident Goh Chok Tong gab an, dass offen Schwule ohne Probleme in der zivilen Arbeitswelt angestellt werden können.
SüdkoreaNein---JaArtikel 31 der Nationalen Menschenrechtskommission besagt das „niemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden darf“, was jedoch von der Regierung ignoriert wird.
Sri LankaJa10 JahreBußgeld-Nein 
SyrienJa3 JahrBußgeld-Nein 
TaiwanNein---NeinGesetz für Homo-Ehe ist in Schwebe. // Siehe Homosexualität in China#Taiwan
TadschikistanNein---Nein 
ThailandNein---Nein Thailand gewährt seit August 2005 Schwulen und Transsexuellen den Zugang zur Armee.365gay.com, Newscenter Staff: Thailand OKs Gay, Transsexual Soldiers, 10. 8. 2005
TürkeiNein---NeinSchwule in der Türkei hoffen auf Besserung durch einen EU-Beitritt.
TurkmenistanNur Männer2 JahreBußgeld-Nein 
UsbekistanNur Männer3 JahreBußgeld-NeinBestrafung nur bei Analverkehr.
VietnamNein--- NeinGleichgeschlechtliche Ehe seit 1998 verboten. Gutachten schlagen vor, auch das Zusammenleben von gleichgeschl. Partnern und deren zeremonielle Trauung in Öffentlichkeit zu verbieten.
Vereinigte Arabische Emirate JaTodUnbek.-Nein 

Europa
Zu Ländern, die mit einem Stern (☆) gekennzeichnet sind, gibt es einen gesonderten Artikel über Homosexualität in diesem Lande.
LandGesetze gegen HomosexualitätHöchst- strafeMindest- strafeGleichgeschl. LebensformenAntidiskri- minierungs- gesetzBemerkung
AlbanienNein---Nein 
AndorraNein--Eingetragene Partnerschaft? 
ArmenienNein---Nein 
AserbaidschanNein---Nein 
BelgienNein--EheJa 
BelarusNein---Nein 
Bosnien-HerzegovinaNein---JaGleichstellungsgesetz seit 2003
BulgarienNein---Ja 
DänemarkNein--Eingetragene PartnerschaftJa 
DeutschlandNein--Eingetragene PartnerschaftJa*Juni 2006 im Bundestag beschlossen
EstlandNein---Ja 
FäröerNein---Nein 
FinnlandNein--Eingetragene PartnerschaftJa 
FrankreichNein--Eingetragene PartnerschaftJa 
GeorgienNein---Ja 
GriechenlandNein---Ja 
Guernsey  
IslandNein--Eingetragene PartnerschaftJa 
IrlandNein---Ja 
Isle of ManNein---Ja 
ItalienNein--Eingetragene Partnerschaft in manchen RegionenJaPartnerschaften werden anerkannt in Toskana, Umbrien, Emilia-Romagna, Campania, Marche, Veneto, Puglia und Lazio.
JerseyNein---Nein 
KroatienNein--Unregistr. ZusammenlebenJa 
LettlandNein---Neintaz.de: Reinhard Wolff: Homophobie bleibt ganz legal, 24. Juni 2006, S. 9Gleichgeschlechtliche Ehe in der Verfassung verboten.
LiechtensteinNein---Nein 
LitauenNein---Ja 
LuxemburgNein--Eingetragene PartnerschaftJa 
MazedonienNein---Nein 
MaltaNein---Ja 
MoldawienNein---In Erwägung 
MonacoNein--JaJa 
MontenegroNein---Nein 
NiederlandeNein--Eingetragene Partnerschaft und EheJa 
NorwegenNein--Eingetragene PartnerschaftJa 
ÖsterreichNein--einzelne Gleichstellungen zur unregistr. PartnerschaftNur Arbeitsrecht**In manchen Ländergesetzen weitergehende Bestimmungen bei Zuständigkeit der Länder.
PolenNein---Ja 
PortugalNein--Unregistr. ZusammenlebenJa 
RumänienNein---Ja 
RusslandNein---NeinAnträge, H. wieder zu kriminalisieren, sind 2001, 2003 und 2004 gescheitert.
San MarinoNein---Nein 
SerbienNein---Ja**Im Kosovo ADG
SlowakeiNein---Ja 
SlowenienNein--Eingetragene PartnerschaftJa 
SpanienNein--Ehe Ja 
SchwedenNein--Eingetragene PartnerschaftJa 
SchweizNein--Eingetragene Partnerschaft ab 2007*Ja***Noch Anpassung kantonaler Gesetze und der Administration notwendig // **in Bundesverfassung Art.8Tagesanzeiger.ch: „Homo-Ehe“ ab 2007 möglich, 1. 05. 2006
TschechienNein--Eingetragene Partnerschaft*Ja*Eingetragene Partnerschaft gegen Veto des Präsidenten mit absoluter Mehrheit beschlossen gay-industries.com: Tschechien führt Homo-Ehe ein, kein Datum; Das Gesetzt ist mit 1. Juli 2006 in Kraft getreten.queer.de: Erste Homo-Ehen in Tschechien, 03. Juli 2006
UngarnNein--Unregistr. ZusammenlebenJa 
UkraineNein---Nein 
Vereinigtes KönigreichNein--Eingetragene PartnerschaftJa 
VatikanNein---NeinH. ist gesetzlich legal, aber gegen die Lehre der Staatskirche.
ZypernNein---Ja 

Nord- und Mittelamerika
Zu Ländern, die mit einem Stern (☆) gekennzeichnet sind, gibt es einen gesonderten Artikel über Homosexualität in diesem Lande.
LandGesetze gegen HomosexualitätHöchst- strafeMindest- strafeGleichgeschl. LebensformenAntidiskri- minierungs- gesetzBemerkung
Antigua und BarbudaJa15 Jahre--?Strafe für Männer und Frauen
ArubaNein--?JaNiederländische Regierung besagt, dass das zum Niederl. Königreich gehörende Aruba gleichgeschl. Ehen anerkennen muss, wogegen sich aber die Regierung in Aruba stellt. Ein Gerichtsfall entschied zugunsten der Niederl. Regierung. Fall wird nun in höherer Instanz überarbeitet.
BahamasNein---Nein 
BarbadosJaLebensl.--NeinGesetze werden überprüft.
BelizeJaUnbek.--Nein 
BermudaNein---In Erwägung 
Cayman IslandsNein---Ja 
Costa RicaNein---JaGleichgeschlechtliche Ehe und unzüchtige Sodomie verboten.
Dominikanische RepublikNein---Nein 
El SalvadorNein---Nein 
GrenadaNur Männer10 Jahre--Nein 
GuadeloupeNein--Eingetragene PartnerschaftJa 
GuatemalaNein---Ja
HaitiNein---Nein 
HondurasNein---NeinVerbot von Gleichgeschlechtlicher Ehe und Adoption seit 2005 in Verfassung.
JamaikaNur Männer10 Jahre2 Jahre-Nein§76 des Offenses against the Person Act (aus britischen Kolonialzeit) ahndet männlichen h. Verkehr als das abscheuliche Verbrechen der Sodomie mit bis zu 10 Jahren Gefängnis, verbunden mit schwerer Zwangsarbeit.
KanadaNein--EheJa
KubaNein---NeinIn den 1960ern-1970ern wurden Schwule in Konzentrationslager geschickt. AIDS-Infizierte wurden unter Quarantäne gestellt bis 1993. H. im Privatem ist nicht illegal, H. Beziehung seit 1979 nicht strafbar.
MartiniqueNein--Eingetragene PartnerschaftJa 
MexikoNein---Ja 
Niederländische AntillenNein--JaJaAls Teil der Niederlande werden gleichgeschl. Ehen anerkannt, können aber nicht selber in den Antillen eingetr. werden
NicaraguaJa3 JahreBußgeld-Nein 
PanamaNein---Nein 
Saint Kitts und NevisNur Männer10 Jahre--Nein 
Saint LuciaNur Männer10 JahreBußgeld-Nein 
St. Vincent und die GrenadinenJa10 JahreUnbek.-Nein
Trinidad und TobagoJa25 JahreBußgeld-Nein
Turks- und CaicosinselnNein---Nein 
Vereinigte Staaten von AmerikaNein--Ja*Ja*Eingetragene Partnerschaft und unregistr. Zusammenleben in: Vermont, Connecticut, Kalifornien, New Jersey, Maryland, Maine, Columbia, Hawaii. Ehe in: Massachusetts. Antidiskriminierungsgesetze nur teilweise auf kommunaler bzw. bundesstaatlicher Ebene.

Ozeanien
Zu Ländern, die mit einem Stern (☆) gekennzeichnet sind, gibt es einen gesonderten Artikel über Homosexualität in diesem Lande.
LandGesetze gegen HomosexualitätHöchst- strafeMindest- strafeGleichgeschl. LebensformenAntidiskri- minierungs- gesetzBemerkung
AustralienNein--Eingetragene Partnerschaft in Tasmanien und ACT, unregistr. Zusammenleben*Ja*Außer in South Australia und Victoria.
Cook IslandsNur Männer14 JahreBußgeld-Nein&;nbsp;
FijiNein---JaNach einer Gerichtsentscheidung wurde das Strafgesetzt überarbeitet.
GuamNein---Nein 
KiribatiNur Männer14 JahreBußgeld-Nein 
MarshallinselnNur Männer10 JahreBußgeld-Nein 
MikronesienNein---Nein 
NauruJaLänderinformationen des Deutschen Auswärtigen Amtes über Nauru am 6. Juni 2005??-Nein 
Neu KaledonienNein--In ErwägungNein 
NeuseelandNein--Eingetragene PartnerschaftJa 
NiueNur Männer10 JahreBußgeld-Nein 
PalauNur Männer10 JahreBußgeld-Nein -
Papua NeuguineaNur Männer14 JahreBußgeld-Nein 
SamoaJa7 JahreBußgeld-Nein 
Solomon InselnJa14 JahreBußgeld-Nein 
TahitiNein---Nein 
TokelauNur Männer10 JahreBußgeld-Nein 
TongaNur Männer10 JahreBußgeld-Nein 
TuvaluNur Männer14 JahreBußgeld-Nein 
VanuatuNein---Nein 

Südamerika
Zu Ländern, die mit einem Stern (☆) gekennzeichnet sind, gibt es einen gesonderten Artikel über Homosexualität in diesem Lande.
LandGesetze gegen HomosexualitätHöchst- strafeMindest- strafeGleichgeschl. LebensformenAntidiskri- minierungs- gesetzBemerkung
ArgentinienNein--Ja*Ja*Eingetragene Partnerschaft in Buenos Aires und Rio Negro
BolivienNein---Nein 
BrasilienNein--Eingetragene Partnerschaft in Rio Grande do SulIn einigen Städten und RegionenNur einige Regionen schützen vor Diskriminierung. Andere haben keinerlei Gesetze dazu 
ChileNein---JaEingetragene Lebenspartnerschaft wird parlamentarisch beraten
EcuadorNein---Ja 
Falkland InselnNein--JaNein 
Französisch GuyanaNein--Eingetragene Partnerschaft.Ja 
GuyanaNur MännerLebensl.--In Erwägung 
KolumbienNein---Nein 
ParaguayNein---Nein 
PeruNein---Ja 
SurinamNein---Nein 
UruguayNein---Ja 
VenezuelaNein---Ja 

Siehe auch


Allgemein
Geschichte

Gleichgeschlechtliche Partnerschaftsformen

Gleichstellung / ADG

Literatur


  • Int. Bar Association, H. Graupner, Ph. Tahmindjis: Sexuality and Human Rights, Haworth Press, 2005, ISBN 1-56023-555-1

Weblinks


Deutsch

Englisch

Quellen


Geschichte der Homosexualität | Rechtsgeschichte | Deutsche Geschichte | Homosexualität und Politik | Familienrecht

Zákony týkající se homosexuality | Homosexuality laws of the world | Sodomía (delito) | Omosessualità e legge | LMBT törvények | Sodomiewetgeving | Direitos dos homossexuais pelo mundo | 鸡奸法

 

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