Die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt-Wixhausen ist ein Forschungsinstitut, das 1969 gegründet wurde, um Forschung an und mit Schwerionenbeschleunigern zu betreiben. Gesellschafter sind die Bundesrepublik Deutschland (90 %) und das Land Hessen (10 %). Die GSI ist in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren eingegliedert.
Die GSI unterhält drei Anlagen:
Zusätzlich zu den Ionenbeschleunigern befinden sich an der GSI noch zwei Hochenergie Lasersysteme zur Erzeugung heißer und dichter Plasmen:
An den bei GSI stattfindenden Experimenten sind auch Forscher verschiedenener deutscher und ausländischer Universitäten und Forschungszentren beteiligt. Der Schwerpunkt liegt in der Atom- und der Kernphysik, aber auch praktische Anwendung wie zum Beispiel Strahlentherapie kommen hier zum Zuge.
Zu den großen Erfolgen der GSI zählen unter anderen die Synthese der chemischen Elemente Hassium, Meitnerium, Darmstadtium, Roentgenium und Ununbium.
Es ist geplant, dieses Zentrum von 2006-2012 zu bauen. Der Ausbau soll 675 Mio. Euro kosten. Kernstück ist ein Doppelringbeschleuniger mit 1100 m Umfang. Im Jahr 2014 sollen erste Experimente durchgeführt werden.
Die bestehende GSI-Anlage mit dem SchwerIonen-Synchrotron SIS dient als Vorbeschleuniger für den neuen Beschleunigerkomplex FAIR. In dessen Zentrum steht die Synchrotron-Doppelring-Anlage SIS 100/300. An diese schließen sich an: der Hochenergie-Speicherring HESR, der Collector-Ring CR und Recycled-Experimental-Storage-Ring RESR, der Neue-Experimentier-Speicherring NESR sowie der Super-Fragment-Separator SFRS. Dabei können bis zu fünf große Forschungsprogramme mit unterschiedlichen Anforderungen parallel durchgeführt werden.
Mit dem Projekt will man neue Einblicke in die Struktur der Materie und die Evolution des Universums ermöglichen, aber auch im Anwendungs- und Innovationsbereich arbeiten.Die Anlage soll mit hochenergetischen Antiprotonenstrahlen Erkenntnisse zur Entstehung der schweren Elemente gewinnen sowie grundlegende Fragen über die Starke Kraft zwischen den elementaren Bausteinen der Materie klären. Außerdem soll durch die Erzeugung eines Quark-Gluon-Plasmas ein Zustand der Materie näher untersucht werden, der Sekundenbruchteile nach dem Urknall bei der Entstehung des Universums für kurze Zeit bestanden hat. Abgebremste Antiprotonen eröffnen der Atomphysik ein völlig neues Forschungsgebiet, nämlich die exakte Vermessung von Antiatomen (Antiwasserstoff). Davon erhoffen sich die Physiker Rückschlüsse auf Symmetrieverletzungen zwischen den Naturgesetzen unserer Welt und einer Welt, die aus Antimaterie besteht.
Forschungsinstitut | Unternehmen (Darmstadt)
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