Die Gesellschaft Museum war eine 1783 durch den Zusammenschluss verschiedener Gruppen entstandene Bremer Gesellschaft, auf deren Nachfolge sich heute sowohl der Club zu Bremen als auch das Überseemuseum berufen.
Nach einem Zusammenschluss mit weiteren Gruppen nannte man sich 1783 dann „Gesellschaft Museum“, bis 1805 aber auch noch „Physikalische Gesellschaft“. 1808, man zählte jetzt 300 Mitglieder, wurde ein Neubau Ecke Domshof / Schüsselkorb bezogen. Das Museum wurde 1813 durch die französischen Behörden geschlossen, nach der Befreiung aber wieder geöffnet.
1864 wird der „Naturwissenschaftliche Verein“ gegründet und übernimmt das Naturalienkabinett der „Gesellschaft Museum“, deren Sammlungen auch Kuriositäten enthielt wie Skelett und Kleidung der Giftmischerin Gesche Gottfried.
Die Gesellschaft entwickelte sich bis 1875 zu einem „Club für Literatur und Geselligkeit“ und die Mitgliederzahl war auf über 700 gestiegen. Das Museumsgebäude, 1838 wegen Raumnot bei wachsenden Sammlungen umgebaut und aufgestockt, wurde 1873-75 durch einen Neubau ersetzt, der aber 1911 wegen sinkender Mitgliederzahlen an die Deutsche Bank verkauft wurde. Mit dem Museum zog man in ein Gebäude am Wall.
Unter dem Namen „Städtische Sammlungen für Naturgeschichte und Ethnographie“ gehen 1875 die Sammlungen des „Naturwissenschaftlichen Vereins“ und Sammlungen einer 1872 gegründeten Anthropologischen Kommission in das Eigentum der Stadt über, die 1896 das „Städtische Museum für Natur-, Völker- und Handelskunde“, heute Überseemuseum, am Hauptbahnhof eröffnete.
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