| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen von Geseke.png | Lage der Stadt Geseke in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Arnsberg |
| Kreis: | Soest |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 104 m ü. NN |
| Fläche: | 97,44 km² |
| Einwohner: | 20.943 (31. Juli 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 210 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 59590 |
| Vorwahlen: | 02942 02954 (Eringerfeld) 02941 (Ermsinghausen) |
| Kfz-Kennzeichen: | SO |
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 74 020 |
| Stadtgliederung: | 8 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | An der Abtei 1 59590 Geseke |
| Website: | www.geseke.de |
| E-Mail-Adresse: | post@geseke.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Franz Holtgrewe (CDU) |
Geseke ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Soest.
Das Wappen der Stadt Geseke wurde am 17. August 1977 genehmigt. Vorher hatte die Stadt ein anderes Wappen. Das Wagenrad wurde in das Wappen aufgenommen, als Zeichen des Amtes Störmede, das im Rahmen der kommunalen Neuordnung mit der Stadt Geseke vereint wurde.
| 6./7. Jh. | Geseke ist altes Siedlungsgebiet. Bei Ausgrabungsarbeiten wird 1973 ein fränkischer Töpferofen auf dem Stiftsgelände (Innenstadt) entdeckt. |
| 833 | Erste schriftliche Erwähnung des Ortes Geseke in einer Schenkungsurkunde Ludwigs des Frommen. Damit wird zugleich karolingisches Königsgut in Geseke nachgewiesen. |
| 946 | Die Familie der Haholde gründet zu Ehren der Hl. Jungfrau und des Hl. Cyriakus ein freiweltliches Damenstift in Geseke. |
| 952 | König Otto I. bestätigt die Gründung und nimmt das Damenstift unter seinen Schutz. Die Bezeichnung Gesekes als "civitas" und die Erwähnung einer Befestigung, sind Zeichen für die Bedeutung des Ortes. |
| 1011 | Schenkung der umfangreichen Grafschaft der Haholde an Bischof Meinwerk von Paderborn durch Kaiser Heinrich II. Damit wurde auch das Geseker Gebiet den Bischöfen von Paderborn unterstellt. |
| 1014 | Übertragung des Kanonissenstiftes an den Erzbischof von Köln. |
| 1180 | Sturz des Sachsenherzogs Heinrich des Löwen durch Kaiser Friedrich Barbarossa. Der Kölner Erzbischof wurde mit dem neugeschaffenen Herzogtum Westfalen belehnt, zu dem auch die stadtähnliche Siedlung Geseke gehörte. Geseke war der wichtigste östliche Grenzort gegenüber dem Bistum Paderborn. |
| um 1217 | Der Kölner Erzbischof Engelbert I. erhebt Geseke zur Stadt. Als Stadtverfassung wird das ursprünglich aus dem Soester Recht entwickelte Rüthener Stadtrecht übernommen. Wegen seiner Grenzfunktion gegenüber Paderborn und den damit verbundenen ständigen Unruhen, Übergriffen und Plünderungen wurde Geseke nach der Stadterhebung zu einer imposanten Festung ausgebaut. Auf den alten Befestigungsanlagen wurde eine 3 km lange Mauer (2,50 bis 3,00 m hoch und 1,20 - 1,50 m breit) mit 6 Toren und 9 Türmen errichtet. Nach außen dienten ein 5 - 6 m tiefer Wallgraben und ein Hagen als Schutzvorrichtung. |
| 1286 | Erste Erwähnung eines Gografen mit Sitz in Geseke: Zum Gerichtsbezirk Geseke gehörten die Ortschaften Störmede, Langeneicke, Ermsinghausen, Mönninghausen, Ehringhausen, Bönninghausen, Dedinghausen, Rixbeck und Esbeck. |
| 1294 | Die bisherige konfliktreiche gemeinsame Herrschaft von Köln und Paderborn wird durch einen Schiedsspruch beendet. Geseke wird endgültig dem Kölner Territorium eingegliedert. |
| 1317 | Pfarrteilung in Geseke: Die Stadtkirche und die Stiftskirche [http://www.geseke.de/stadtinfos/sehenswertes/sp_auto_263.php erhielten jeweils einen eigenen Pfarrbezirk. |
| 1348 | Pest in Geseke. |
| 1360 | Einteilung der Stadt in 4 Quartale oder Hoven: Osthove - Westhove - Nordhove - Mittelhove. Die Hoven hatten wichtige Funktionen wahrzunehmen, vor allem bei der Stadtverteidigung und bei der Wahl von Bürgermeister und Rat. |
| 1374 | Stiftung des Hospitals zum Hl. Geist. |
| 1380 | Erster schriftlicher Beleg für die Mitgliedschaft Gesekes in der 1356 gegründeten Städtehanse. * |
| 1412 | Die noch heute bestehende Geseker Schützenbruderschaft zu Ehren der Heiligen Fabian und Sebastian wird erstmalig erwähnt. |
| 1444 - 1449 | Soester Fehde: Während Geseke auf der Seite des Kölner Kurfürsten Dietrich II. von Moers stand, hielten Lippstadt und Paderborn zu Soest. 1445 überfielen Soester und Lippstädter die Stadt Geseke. Es waren 8 Gefallene zu beklagen, unter ihnen auch der Bürgermeister Friedrich von der Borg. Als Folge dieses Überfalls schlossen Geseke, Rüthen, Büren und Salzkotten 1446 ein Städtebündnis. |
| um 1465 | Der Maler Gert van Lon in Geseke geboren: Bedeutende Werke sind u. a. die Fresken der Kirche in Verne, Weltgerichtsaltar im Dom zu Paderborn, Hörster Kreuzigungsaltar und der Kreuzigungsaltar im Mindener Dom. |
| 1469 - 1480 | Der Geseker Johann Ymmink ist Weihbischof von Paderborn: 1476 - 1480 war er auch Generalvikar. |
| 1564 | Die lutherische Lehre wird in Geseke verbreitet. |
| 1584 | Unter dem neugewählten Kölner Kurfürsten Ernst von Bayern wird in Geseke ein Landtag abgehalten. |
| 1591 | Im Zuge der Truchsessischen Wirren wird die Stadt durch staatliche Truppen unter dem Befehl des Grafen v. Oberstein besetzt und muss hohes Kontributionsgeld zahlen. |
| 1608 | Bau der Stiftsschule * (sog. Trivialschule) durch das Damenstift. |
| 1613 | Pest. Viele Opfer waren zu beklagen. |
| 1622 | Geseke kämpft unter Dietrich Othmar von Erwitte erfolgreich gegen Herzog Christian von Braunschweig und bleibt damit in Westfalen die einzige vom "tollen Christian" nicht eroberte Stadt. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) eroberte Herzog Christian von Braunschweig, der "tolle Christian", die Städte Paderborn, Soest und Lippstadt. Am 06.04. und 09.04. griff er Geseke erfolglos an, das unter der Führung des Obersten Dietrich Othmar von Erwitte erbitterten Widerstand leistete. Geseke blieb damals die einzige nicht eroberte Stadt Westfalens. Aus Dankbarkeit und als Erinnerung an dieses Ereignis findet noch heute an jedem 3. Sonntag nach Ostern eine Lobetagsprozession statt. Sie führt über die Wälle der Stadt zu den Stationen am Steintor, Lüdischen Tor und Viehtor. |
| 1633 | Ernennung des Johann von Crane zu Geseke zum Kaiserlichen Reichshofrat in Wien. 1648 war Crane als Bevollmächtigter des Kaisers entscheidend an den Verhandlungen zum "Westfälischen Frieden" in Münster beteiligt. Geseke fällt nach achttägiger Belagerung in die Hände des Landgrafen Wilhelm von Hessen. |
| 1635 - 1636 | Pest. Die Bevölkerung Gesekes wird stark dezimiert. |
| 1637 | Gründung des Franziskanerklosters in Geseke. |
| 1664 | Bau des Handelshauses Dickmann. * |
| 1687 | Eröffnung des durch die Franziskaner geleiteten "Gymnasium Antonianum".* |
| 1689, 30. Aug. | Großer Stadtbrand: Fast ein Viertel der Stadt wurde vernichtet. |
| 1699 | Rote Ruhr in Geseke: In 2 Monaten waren 130 Todesfälle zu beklagen. |
| 17. - 18. Jhd. | Zahlreiche Hexenprozesse * in Geseke: Der Volksmund prägt den Begriff "Hexen-Geseke". |
| 1705 | Weihe der Maria-Hilf-Kapelle. * |
| 1733 - 1745 | Der Abt des Klosters Abdinghof, der gebürtige Geseker Meinwerk Kaup, war Weihbischof von Paderborn. |
| 1802 | Nach Aufhebung des Kurfürstentums Köln untersteht mit dem Herzogtum Westfalen auch Geseke dem Landgrafen von Hessen-Darmstadt. |
| 1806 | Geseke hat 447 Häuser mit 2.741 Einwohnern. Davon waren 2.593 Einwohner katholischen, 14 Personen lutherischen und 134 Einwohner jüdischen Glaubens. |
| 1816 | Geseke wird preußisch und dem neugeschaffenen Kreis Lippstadt eingegliedert. |
| 1821 | Durch päpstliche Bulle wird das kölnische Westfalen dem Bistum Paderborn überwiesen, damit wird Geseke dem Paderborner Bischof unterstellt. |
| 1823 | Aufhebung des Damenstiftes St. Cyriakus. |
| 1834 | Aufhebung des Franziskanerklosters. |
| 1841 | In den Räumen des ehemaligen Franziskanerklosters wird die Provinzial-Pflegeanstalt, das spätere Landeskrankenhaus, eingerichtet. Bildung des Amtes Störmede. |
| 1850 | Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie Hamm-Soest-Paderborn. Geseke wird Bahnstation. |
| 1854 | Gründung der städtischen Sparkasse Geseke. |
| 1868 | Unter dem Titel "westfälischer Volksfreund" erscheint die erste Geseker Zeitung. Die erste städtische Straßenbeleuchtung - noch sind es Petroleumlampen - wird installiert. |
| 1870 | Aus dem 1811 eingerichteten Viehmarkt, später auch Krammarkt, wird der Gösselmarkt (Gössel=Gans) der 1933 mit einer Kirmes verbunden und zu einem großen Volksfest wird. |
| 1892 | Gründung der bis heute bestehenden "Geseker Zeitung". |
| 1894 | Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. * |
| 1899 | Kanalisierung der Bachstraße: Bis zu diesem Zeitpunkt war die Straße ein offener Wassergraben. Daran erinnert noch heute die Quelle vor dem Krankenhaus (genannt "Geseker Spring"). |
| 1900 | Die Eisenbahnlinie Geseke-Büren wird in Betrieb genommen und damit die Entwicklung der Zementindustrie gefördert, die für Geseke lange Zeit der wichtigste Wirtschaftszweig ist. Das Städtische Elektrizitätswerk beginnt mit der Stromerzeugung, die Straßenbeleuchtung wird elektrifiziert. |
| 1901, Okt. | Anschluss an das Fernsprechnetz. |
| 1912/1914 | Bau des städtischen Wasserwerkes. |
| 1918 | Geseke zählt 6.031 Einwohner. |
| 1933 | Bau der ersten evangelischen Kirche in Geseke. |
| 1935 | Einweihung des Kriegerehrenmales am Rosenteich. |
| 1944/1945 | Mehrere schwere Bombenangriffe fordern über 130 Todesopfer. Am 1. April 1945 wird die Stadt von Amerikanern besetzt. |
gezeichnet Avinee, Bürgermeister der Stadt Loos
gezeichnet Heinrichsmeier, Bürgermeister der Stadt Geseke
Die Anbindung an das Streckennetz der Eisenbahn erfolgt durch die RegionalBahn im Halbstundentakt (RB89: Münster-Hamm-Soest-Geseke-Paderborn) in West-Ost-Richtung. Die 1900 eröffnete, ehemals nach Büren verlaufende Bahnlinie (Personenverkehr wurde 1952 eingestellt) ist heute weitestgehend abgebrochen und führt nur noch zu den im Süden der Stadt liegenden Zementwerken und wird als Industriegleis von der WLE, der PE Cargo und der WAB genutzt.
Die Stadt verfügt außerdem über eine Stadtbuslinie (Linie 695) und Regionalbuslinien nach Lippstadt (Linie 560), Paderborn (Linie 490) und Büren (Linie 465).
Bei Büren-Ahden befindet sich der Flughafen Paderborn/Lippstadt, der von Geseke aus leicht zu erreichen ist.