Eine Geschirrspülmaschine ist ein Küchengerät zur maschinellen Reinigung von Töpfen, Geschirr, Gläsern und Besteck.
Durch das Zusammenwirken der Faktoren Zeit, mechanische Energie, Temperatur und Chemie wird das Spülgut gereinigt (Sinnerscher Kreis). Rotierende Düsen spritzen längere Zeit die stark alkalische Spüllauge gegen die Geschirrteile. Dabei ist der hohe pH-Wert der Lauge ebenso wichtig zum Lösen des Schmutzes wie der Druck der Wasserstrahlen.
Geschirrspülmaschinen verfügen über mehrere Spülprogramme, die sich in der Dauer und im Temperaturbereich voneinander unterscheiden. Spülprogramme gliedern sich in ein Spülprogramm (Temperatur ca. 55-65 °C) und ein Klarspülprogramm (Temperatur ca. 65-85 °C). Im Spülgang wird das Spülgut gereinigt, während der Klarspülgang zur Entfernung des Spülwassers, sowie zur Trocknung des Spülguts dient. Des weiteren wird die Bildung von Kalk- und Wasserflecken verhindert.
Spülmaschinenreiniger gibt es in Pulverform oder als Tabletten (Tabs). Flüssiger Klarspüler verhindert die Fleckenbildung durch Bestandteile des Reinigers. Regeneriersalz wird bei hartem Wasser benötigt, damit der Ionentauscher der Maschine das Wasser enthärten kann, wodurch die Bildung von Kalkseife und Kesselsteinablagerungen in Rohrleitungen und an Heizelementen verhindert werden.
Neben den weit verbreiteten Haushaltsspülmaschinen, die in der Regel Laufzeiten von bis zu 2,5 Stunden haben, werden im professionellen Bereich (Hotels, Restaurants, Altenheime, Krankenhäuser, Catering, etc.) Industriespülmaschinen eingesetzt, deren Laufzeiten üblicherweise unter einer Minute liegen.
Maschinelles Geschirrspülen verbraucht bei voller Bestückung der Maschine im allgemeinen weniger Wasser als manuelles, benötigt aber andererseits schädlichere Chemikalien und mehr Energie. Allerdings ist nicht jedes Geschirr spülmaschinenfest und verträgt die beim Geschirrspüler verwendeten aggressiven Reiniger und hohen Temperaturen, sondern muss mit der Hand gespült werden. Ein weiterer Vorteil des manuellen Spülens ist, dass durch die mechanische Schmutzablösung auch schwerste Verschmutzungen entfernt werden können, die maschinell nicht zu beseitigen sind.
Bereits 1886 wurde von der Amerikanerin Josephine Cochran ein Patent für einen mit Wasserdruck arbeitenden Geschirrspüler eingereicht. Sie gilt als Erfinderin des Geschirrspülers.
Aufgrund ihrer sehr unterschiedlichen Anforderungen muss zwischen Geschirrspülmaschinen für den Haushalt und für Gewerbe/Industrie unterschieden werden:
Geschirrspülmaschinen für den Privathaushalt werden üblicherweise mit einem Fassungsvermögen von 12 Maßgedecken in einer Breite von 60cm hergestellt. Sogenannte Single-Geschirrspülmaschinen sind i.A. 45 cm breit und fassen 8 Maßgedecke. Darüberhinaus werden diese Geschirrspülmaschinen von den Herstellern je nach Bauart in vier Kategorien eingeteilt.
Unterbaufähig: So gut wie alle Geschirrspülmaschinen bieten die Möglichkeit, die obere Geräteplatte abzunehmen, so dass das Gerät unter die Arbeitsplatte in die Küchenzeile geschoben werden kann. Ein nicht unterbaufähiges Gerät wird als reines Standgerät bezeichnet.
Dekorfähig: In die Gerätefront kann eine 2-3 mm dicke Dekorplatte eingesetzt werden, die von einem am Gerät befestigten Rahmen gehalten wird. Üblicherweise wird diese Dekorplatte passend zum Küchendekor ausgewählt. Die Blende mit den Bedienelementen bleibt dabei weiter sichtbar. Eine dekorfähige Geschirrspülmaschine ist unterbaufähig.
Integrierbar: Wie bei einer dekorfähigen Maschine bleibt bei einer integrierbaren die Bedienblende weiterhin sichtbar. Der Unterschied besteht darin, dass statt einer dünnen Dekorplatte eine normale Küchenfront (2-3 cm stark) auf der Gerätefront befestigt wird. Diese Platte wird nicht von einem Rahmen gehalten. Eine integrierbare Geschirrspülmaschine ist unterbaufähig.
Voll integrierbar: Wie integrierbar, nur verdeckt die aufgesetzte Küchenfront die gesamte Gerätevorderseite. Die Bedienelemente befinden sich auf der Oberseite der Gerätetür. Es sind also bei geschlossener Tür keine Bedienelemente (insbesondere kein Display) sichtbar. Eine voll integrierbare Geschirrspülmaschine ist unterbaufähig.
In Gewerbe oder Industrie eingesetzte Spülmaschinen unterscheiden sich von den im Haushalt eingesetzten vor allem darin, dass Geschirrtransport bzw. -logistik technisch unabhängig vom eigentlichen Reinigungsvorgang stattfindet. Bei kleineren Einheiten wird das zu reinigende Geschirr in einen standardisierten Korb oder Rack einsortiert, evtl. zwischengelagert, (manuell) vorgespült, gespült, getrocknet (bzw. trocknen gelassen) und wieder ausgeräumt. Größere Maschinen benutzen zum Zweck des Transportes häufig ein Förderband, welches das Geschirr den einzelnen Bearbeitungsstufen zuführt. Meistens werden dabei verschiedene Geräte für Geschirr/Besteck und für Gläser eingesetzt. Meist lohnen sich bei den gewerblich genutzten Maschinen aufwändigere Wasseraufbereitungssysteme, die das mehrmalige Wiederverwenden des gleichen Spülwassers für viele Spüldurchgänge ermöglichen.
Fronttürgeschirr- oder -gläserspülmaschinen: In dieser Bauform gibt es die kleinsten Gewerbespülmaschinen - die oft als Unterbaumaschinen in beengten Verhältnissen eingesetzt werden. Spezialspülmaschinen (wie z.B. Topfspülmaschinen oder Maschinen zur Reinigung von Gastro-Norm-Behältern) werden oft in dieser Bauform angeboten. Nachteil dieser Maschinen ist allerdings, dass das Spülgut grundsätzlich in das Gerät hineingehoben werden muss.
Haubengeschirr- oder -gläserspülmaschinen: Im Gegensatz zur Fronttürmaschine lässt sich bei dieser Bauform das gesamte Gehäuse des Spülraumes nach oben abheben - und macht das Spülgut so zu allen Seiten zugänglich. Mit dieser Technik wird es so auch möglich, die Spülkörbe oder -racks per Schienensystem in die Maschine ein-, und aus der Maschine auszuschieben.
Korbdurchlaufmaschinen: Bei dieser Bauform ist der Durchlauf des Spülkorbes durch die einzelnen Reinigungsstationen automatisiert und in ein geschlossenes Gehäuse integriert.
Bandspülmaschinen: Bei großen Mengen regelmäßig anfallenden Geschirrs (wie z.B. bei Mensen oder Betriebskantinen) lohnt sich ein kontinuierlich durch das Spülgerät durchlaufendes Band, welches zugleich über Halteelemente für die einzelnen Geschirrteile verfügt. Da der Spülvorgang ununterbrochen läuft, ergibt dies jedoch nur Sinn, wenn in der Geschirrzufuhr weder größere Lücken, noch Schwankungen in der zugeführten Geschirrmenge auftreten.
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