Markgraf Ottokar IV., welcher von Kaiser Friedrich I. im Jahre 1180 die herzogliche Würde erhielt, schloss, da er ohne männliche Erben war, 1186 mit dem Babenberger Leopold V. von Österreich einen Erbfolgevertrag, zufolge dessen der letztere nach Ottokars Tod 1192 das Herzogtum Steiermark mit seinen Ländern vereinigte. (siehe: Georgenberger Handfeste) Leopolds Söhne Friedrich und Leopold VI. von Österreich teilten sich 1194 die Herrschaft von Österreich und Steiermark, doch kam schon 1198 mit Friedrichs Tod beides wieder in Leopolds Hand. Diesem folgte 1230 Friedrich der Streitbare. Da er sehr willkürlich regierte, führten die Steiermärker Klage bei dem Kaiser Friedrich II. und erhielten von demselben ihre in Ottokars Testament erhaltenen Freiheiten von neuem bestätigt. Dieser Freiheitsbrief und Ottokars Testament gaben der steirischen Landhandfeste ihr Fundament. Nach dem Tode des letzten Babenbergers, Friedrichs des Streitbaren (1246), folgte das für die Steiermark so verderbliche Zwischenreich, in welchem das Herzogtum, obgleich eine Partei der Stände Heinrich von Bayern 1253 zum Herzog wählte, 1254 unter Vermittelung des Papstes zwischen den Königen Ottokar II. von Böhmen und Bela IV. von Ungarn geteilt wurde. Ottokar II. besiegte die Ungarn 1260 auf dem Marchfeld. Er wurde 1262 vom deutschen (Gegen-)König Richard mit Österreich und der Steiermark belehnt, aber 1276 vom deutschen König Rudolf von Habsburg dieser Lehen verlustig erklärt, worauf letzterer 1282 seine Söhne, Albrecht I. und Rudolf II., als Statthalter einsetzte. Albrecht wurde 1283 als alleiniger erblicher Landesherr mit der Steiermark belehnt. Fortan blieb das Herzogtum im Besitz des Hauses Habsburg. Bei der nach Rudolfs IV. Tod 1365 zwischen dessen Brüdern Albrecht III. und Leopold III. 1379 vorgenommenen Teilung fiel die Steiermark mit Kärnten, Tirol etc. an den letztern. Als dessen Söhne 1406 wiederum teilten, wurde die Steiermark Ernst dem Eisernen zugesprochen. Sein ältester Sohn und Nachfolger (seit 1424) war der nachmalige Kaiser Friedrich III., der wiederum alle habsburgischen Lande vereinigte. Als 1456 die gefürsteten Grafen von Cilli ausstarben, erwarb Friedrich auf Grund früherer Verträge deren Besitzungen.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war das Bergbaugebiet der Obersteiermark eines der Zentren der Industrialisierung, Vorschub leistete eine traditionelle Kleineisenindustrie.
Im Zeitalter des Nationalismus nahmen die Spannungen zwischen deutsch- und slowenischsprachigen Steirern zu, ohne allerdings dieselben Auswirkungen wie in Böhmen und Mähren zu erreichen. Brennpunkte waren die deutschsprachigen Städte in slowenischsprachiger Umgebung, neben Marburg (Maribor) vor allem Cilli (Celje). Wegen des Plans, im Cillier Gymnasium slowenischsprachige Klassen einzuführen, wurde 1895 sogar die österreichische Regierung gestürzt.
Im Vertrag von Saint-Germain wurde die Steiermark geteilt: Die Untersteiermark mit den Städten Cilli und Marburg kam an das SHS-Königreich, der Rest blieb bei Österreich. Anders als in Kärnten gab es dabei aber keine blutigen Auseinandersetzungen.
Im SHS-Staat wurde die Untersteiermark mit Krain zum Draubanat zusammengeschlossen. Heute bildet sie ungefähr das östliche Drittel Sloweniens.
Während der Zwischenkriegszeit teilte die Steiermark das Schicksal der anderen österreichischen Bundesländer, das Industriegebiet der Obersteiermark war von der Wirtschaftskrise besonders stark betroffen.
Nach dem "Anschluss" bildete sie im Dritten Reich zusammen mit dem Südburgenland den Reichsgau Steiermark, an den die Untersteiermark 1942-1945 nochmals angeschlossen wurde.
Nach kurzer sowjetischer Besatzung kam die Steiermark zur britischen Besatzungszone, in der sie bis 1955 verblieb.
Ab den 1970er-Jahren ist eine Umlagerung der Industriestruktur zu beobachten: Das alte Industriegebiet in der Obersteiermark macht bis heute einen massiven Schrumpfungsprozess durch, während sich in der traditionell agrarischen Oststeiermark neue Industrien entwickeln.
Siehe auch: Geschichte Österreichs, Steiermark (Begriffsklärung)
Steiermark Österreichische Geschichte Geschichte Sloweniens | Historisches Territorium | Styria (duchy) | Stirio
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