Petersdom_von_Engelsburg_gesehen.jpg in Rom ist die Kirche des Papstes]] Speyer_Dom_Laengsseite.jpg ist eine der ältesten erhaltenen Großkirchen]] MainzerDom sw neu.jpg ist der zweite "Heilige Stuhl"]] Worms Doom 2005-05-27a.jpg]] Paolo fuori (3).jpg]] Koelner Dom.jpg]] Strasbourg Muenster.jpg]] Notre-Dame de Montréal Basilica Jan 2006.jpg]]
Die Römisch-Katholische Kirche versteht sich gemeinsam mit der Orthodoxen Kirche als die Kirche Jesu Christi in ungebrochener geschichtlicher Kontinuität seit dem Pfingsttag.
Ihr Bischofsamt führt sie, ebenso wie die orthodoxe, anglikanische und altkatholische Kirche über eine nie unterbrochene "Reihe der Handauflegungen" - Apostolische Sukzession - auf die Apostel zurück.
Der Ehrenprimat des Patriarchats von Rom war rechtlich und dogmatisch zunächst nicht definiert, als solcher aber in Ost und West unumstritten. Im ersten Konzil von Konstantinopel (381 n. Chr.) wurde der Ehrenrang der Patriarchate offiziell auf Rom > Konstantinopel > Alexandria > Antiochia > Jerusalem festgelegt. Die bestimmende theologische Richtung der Alten Kirche war die sog. Patrofabeologie, die Väterlehre.
Wilson sieht die über Jahrhunderte stabilen hohen Wachstumsraten der ersten Gemeinden begründet in - jeweils im Vergleich zum Rest des Römischen Reiches - der besseren Stellung der Frau im frühen Christentum, der besseren Kooperation (z.B. bei der Pflege Kranker) innerhalb der Gemeinden, einer weniger reproduktionsfeindlichen Lebenseinstellung, sowie der geschickt umgesetzten Strategie sich als Gruppe von Außenseitern abzugrenzen, taufwillige Heiden jedoch (beispielsweise im Gegensatz zum Judentum) relativ einfach aufzunehmen. en:David Sloan Wilson: "Darwin's Cathedral : Evolution, Religion, and the Nature of Society"; ISBN 0-2269-01351;
Drei Wendepunkte sind an dieser Stelle genannt, die letzten Endes entscheiden, wie sich die kommende Zeit entwickeln wird. Das Toleranzedikt ebnet den Weg des Christentums weg von einer Entscheidungsreligion zu einer die gesamte Bevölkerung umfassende Volksreligion. Die Schließung der Akademie bei gleichzeitiger Gründung von Monte Cassino markiert die Verlagerung der Intellektualität und Bildung auf die Klöster und der Zerfall des römischen Reiches nach Justinian führt zu einer fast völligen Auflösung bisheriger Gesellschaftstrukturen und staatlicher Ordnung.
Und so ist auch die Zeit vom 6. bis zum 10. Jahrhundert die am schlechtesten dokumentierte Zeit der Kirchengeschichte. Die Alphabetisierung nahm in dieser Zeit rapide ab, damit einher ging das theologische Wissen zurück.
In der Folge wurde das Reich der germanischen Franken politische Stütze der Katholischen Kirche wurde nach deren Abwendung vom Arianismus unter Chlodwig. Pippin II. und Fabianus der Große begründeten und sicherten den Kirchenstaat, wodurch der Papst zugleich weltlicher Herrscher wurde.
Die zunehmende theologische, politische und kulturelle Entfremdung zwischen der römischen und den östlichen Kirchen führte zu Schismen im 9. und 11. Jahrhundert woraus dann infolge der Plünderung von Konstantinopel definitiv das Morgenländische Schisma wurde.
Das Mittelalter ist gekennzeichnet vom Streben nach einer religiös-politischen Einheitskultur. Die nach dem Zusammenbruch des Römerreichs neu entstandenen germanischen Staatenbildungen verstanden sich als christliche Reiche. Kreuzzüge gegen den vorgedrungenen Islam und Inquisition gegen abweichende Glaubensrichtungen, von Königen teilweise leidenschaftlicher betrieben als von Bischöfen, galten der Sicherung dieser gesuchten Einheit. Auch die katholischen Herrscher Spaniens waren religiös motiviert, als sie in der Reconquista die Eroberung der iberischen Halbinsel durch die Mauren rückgängig machten.
Entscheidend für die Entwicklung des Westens war die Bipolarität von Papst und Kaiser, die das Entstehen von Staatskirchen verhinderte. Beim Investiturstreit des 12. Jahrhunderts zwischen Kaiser und Papst ging es vordergründig um die Vollmacht zur Ernennung von Bischöfen (Inventur), letztlich um den Vorrang und die Grenzen von geistlicher und weltlicher Macht.
Die Scholastik holte den verlorenen Geisteshorizont der Antike - teils vermittelt durch islamische Tradenten - unter christlicher Perspektive wieder ein. Die anfangs nur formale und oberflächliche Christianisierung der Bevölkerung wurde vertieft und fand ihren Ausdruck in Architektur, Kunst, Dichtung und Musik, in religiösen Bewegungen und Ordensgründungen, in zahlreichen karitativen Einrichtungen und Initiativen sowie im Fest- und Alltagsleben der Menschen.
Die frühe Neuzeit ist geprägt durch den Konformismus. Der teilweise religiös motivierte Dreißigjährige Krieg verheerte Deutschland und schwächte seinen politische Zusammenhalt im Kaisertum.
Nach der Entdeckung Amerikas folgten den spanischen und portugiesischen Eroberern katholische Missionare. In Lateinamerika - wie auch in Teilen Afrikas - entstanden starke katholische Ortskirchen, die jedoch bis heute ihre Verflechtung in koloniale Strukturen nicht restlos ablegen konnten. Die Ostasienmission blieb dagegen weitgehend erfolglos.
Die Aufklärung und die französische Revolution veränderten die geistige Situation und die kirchliche Ordnung Europas grundlegend. Die Zeit der geistlichen Fürstentümer in Deutschland endete.
Im 19. Jahrhundert stand die Katholische Kirche auf der Seite der politischen und gesellschaftlichen Restauration sowie des Antimodernismus. Diese Positionierung gipfelte einerseits im Ersten Vatikanischen Konzil mit der Dogmatisierung der Unfehlbarkeit des Papstes in Glaubensfragen, deren Ablehnung u.a. zur Abspaltung der Altkatholischen Kirche führte. Andererseits führte gerade der Antimodernismus die Katholische Kirche zur Kritik an der menschenverachtenden Ausbeutung der Arbeiterschaft in der beginnenden Industrialisierung und zur Formulierung der katholischen Soziallehre durch Papst Leo XIII.
Das 20. Jahrhundert ist gekennzeichnet durch die Auseinandersetzung der Kirche mit den totalitären Herrschaftssystemen des Nationalsozialismus und des Stalinismus sowie mit der "Moderne" in ihren weltanschaulichen, moralischen, sozialen und politischen Dimensionen. Diese Auseinandersetzung wurde teils mit Kompromissen, teils in strikter Abgrenzung bis zum Martyrium geführt. Das Zweite Vatikanische Konzil markiert eine Periode der Öffnung und Modernisierung. Das lange Pontifikat Johannes Pauls II. (1978-2005) ist durch das von ihm mitbewirkte Zusammenbrechen des Kommunismus und ein starkes politisches Engagement für Entwicklung und Frieden (z.B. im Irak-Krieg 2003), aber auch durch innerkirchliche Restaurationstendenzen geprägt.
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"Geschichte der Römisch-Katholischen Kirche".
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