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Um 500 n. Chr. wanderten von Nordosten her die zu den Sudanidenvölkern gehörenden Wolof und Serer in das Gebiet des heutigen Senegals ein. Im 9. Jh. ließen sich sudanide Tukulor im Flusstal des Senegals nieder.

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Einfluss von Ghana und Mali (um 900 - 15. Jh.)


Das westsudanische Ghana-Reich dehnte um 900 seinen Herrschaftsbereich vom oberen Niger bis in das Mündungsgebiet des Senegal aus. Im 11. Jh. setzte der Niedergang des Ghana-Reiches ein. Angriffe von Berbervölkern - darunter die Almoraviden, die den Islam nach Senegal brachten - schwächten das Reich. 1240 wurde es vom Reich Mali erobert, das auch die Herrschaft über die kleinen Königreiche in Senegal übernahm. Mit dem Machtzerfall des Mali-Reiches erlangten diese Wolof-Reiche im 14. Jh. und 15. Jh. erstmals ihre Unabhängigkeit.

Kolonialzeit (1444 - 1960)


1444 errichteten die Portugiesen ihre erste Handelsniederlassung in Senegal. Die Niederländer, Franzosen und Engländer folgten im 16. Jh. Die Wolof-Reiche stiegen zu wichtigen Handelspartnern der Europäer auf, besonders auf dem Gebiet des Sklavenhandels. Erst im 18. Jh. versuchten die verschiedenen europäischen Kolonialmächte die Herrschaft im Senegal zu übernehmen. Dabei setzten sich die Franzosen durch. 1845 machten die Franzosen Senegal offiziell zu ihrer Kolonie. In zwei Stufen entließen die Franzosen das Land in die Unabhängigkeit. 1958 wurde die autonome Republik Senegal innerhalb der Französischen Gemeinschaften ausgerufen. Senegal schloss sich im darauf folgendem Jahr mit Mali zur Mali-Föderation zusammen. 1960 wurde Senegal, wie fast alle französischen Kolonien, unabhängig.

Ära Senghor (1960 - 1980)


Unter der Führung von Léopold Sédar Senghor entstand eine präsidiale Republik, die auf der Einparteienherrschaft der Union Progressiste Sénégalaise (UPS) beruhte. Nach einem Putschversuch von Ministerpräsident Mamadou Dia erhielt Senghor durch eine Verfassungsänderung 1963 erweiterte Machtbefugnisse und übernahm auch den Posten des Ministerpräsidenten (bis 1970). Auf Massendemonstrationen gegen sein autoritäres Regime reagierte er in den siebzigern Jahren mit einer schrittweisen Demokratisierung. Bei den ersten freien Wahlen 1978 errang die Regierungspartei, die sich in Parti Socialiste Démocratique (psd) umbenannt hatte, über 80 Prozent der Stimmen. Die liberale Parti Démocratique Sénégalais (PDS) zog als Opposition ins Parlament ein. Am 31. Dezember 1980 erklärte Senghor verfassungsgemäß seinen Rücktritt - ein in Schwarzafrika bis dahin einmaliger Fall.

Liberalisierung (seit 1981)


Seine Nachfolge trat sein Vertrauter Abdou Diouf an, der seit 1971 das Amt des Ministerpräsidenten innehatte. Unter seiner Leitung schlossen sich Senegal und Gambia 1982 auf politischem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet zur Konföderation Senegambia zusammen, die allerdings 1989 wieder auseinander brach. Erneute Unruhen Ende der achtziger Jahre veranlassten Diouf Anfang der neunziger Jahre zu weiteren Liberalisierungsmassnahmen. So begrenzte er zum Beispiel die Amtszeit des Präsidenten auf zwei Amtsperioden.

Siehe auch


Senegal | Geschichte (Senegal)

History of Senegal | Historia de Senegal

 

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