| Gesamtschule Bonn-Bad Godesberg | ||||
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| Gründung: | 1991 | - bgcolor="#FFFFFF" | Schulträger: | Stadt Bonn |
| Schüler | - bgcolor="#FFFFFF" | Sek. I + II: | 850 | |
| Kontakt | - bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Schule: | Hindenburgallee 50 53175 Bonn | |
| Website: | Schulseite | - bgcolor="#FFFFFF" | Tel.: | (02 28) 77 75 50 |
Nach der Grundschule kann jeder Schüler die Gesamtschule besuchen. Sie gehört zu den Schulen in Deutschland, die es Kindern und Jugendlichen möglich macht, bis zum 10. Schuljahr gemeinsam zu lernen. Seit der Gründung der Schule war sie vierzügig. Nach einem Beschluss des Rates der Stadt Bonn vom Dezember 2005 wird die Schule vom Schuljahr 2006/2007 an sechszügig ausgebaut.
Die Godesberger Schule ist eine Ganztagsschule. Montags, mittwochs und donnerstags haben die Schüler bis Nachmittags Unterricht. In einer schuleigenen Mensa können die Schüler zu Mittag essen. In den Unterrichtspausen dient die Mensa als Cafeteria.
Die Gesamtschule Bonn-Bad Godesberg ist eine der wenigen deutschen Integrationsschulen in der Sekundarstufe I. Jedes Jahr werden im fünften Schuljahr Kinder in eine Klasse aufgenommen, in der sie wegen eines Handicaps besonders gefördert werden können. In dieser Klasse unterrichtet neben dem "klassischen" Fachlehrer ein Sonderschullehrer.
Im Herbst 2005 wurde ein Aufzug eingeweiht, der es Schülern im Rollstuhl ermöglicht, barrierefrei Klassen- und Fachräume auch in der ersten und zweiten Etage des Schulgebäudes zu erreichen. Es bedurfte eines Bürgerantrages, den Eltern initiiert hatten, um den Rat dazu zu bringen, im städtischen Haushaltsplan die finanziellen Mittel zum Bau des Aufzuges einzusetzen. Alle Bereiche des Gebäudes können allerdings auch jetzt noch nicht barrierefrei erreicht werden. Das gilt z.B. für den Technikbereich.
Im Dezember 2005 beschloss der Rat der Stadt, dass die Schule vom Schuljahr 2006/2007 an im Bereich der Sekundarstufe I (Klassen 5 - 10) 6-zügig werden soll. Eine Erweiterung der Sekundarstufe II beinhaltet der Beschluss nicht. Hintergrund dieser Entscheidung ist der Umstand, dass seit mehreren Jahren 400 - 500 Kinder keinen Platz an einer der drei städtischen Gesamtschulen in Bonn bekommen und abgewiesen werden müssen.
Der Ratsbeschluss wurde trotz zahlreicher ungeklärter Fragen gefasst. So gab es zum Zeitpunkt des Beschlusses von Seiten der Stadt lediglich Ideen für den weiteren Ausbau, aber keine Planung. Unklar war u.a., wo Neubauten für Klassen- und Fachräume angebracht werden sollen. Außerdem sind Mensa und Turnhallen nur für die jetzige Zahl von Schülern vorgesehen.
Gegen den Plan, die Bad Godesberger Schule zu erweitern, sprachen sich die Lehrerkonferenz und die Schülervollsammlung mit überwältigender Mehrheit aus. Lediglich eine knappe Mehrheit der Schulpflegschaft konnte der Entscheidung Positives abgewinnen. Zwei Tage vor der Ratsentscheidung drückte auch die Mehrheit der Schulkonferenz ihre ablehnende Haltung aus, ohne jedoch formal ein Votum abzugeben.
Da für weitere Schüler in dem bestehenden Gebäude keine Räume vorhanden sind, bedeutet der Ratsbeschluss, dass in den kommenden beiden Schuljahren Container aufgestellt werden müssen, um die zusätzlichen Schüler aufnehmen zu können. Platz dafür gibt es auf einem Schulhof oder auf der bisher für Schüler gesperrten Fläche des ehemaligen Sportplatzes. Zeitweilig gab es eine andere Variante, um die zusätzlichen Schüler bis zum Ausbau unterzubringen. Sie sah so aus, dass das 5. und 6. Schuljahr in ein leerstehendes Schulgebäude in Bad Godesberg ausgelagert werden sollten, einige Kilometer von dem Gebäude der Gesamtschule entfernt. Erst Anfang Juni teilte die Stadt mit, dass die zweite Variante nicht in Frage komme.
Seit dem 5. November 2001 trägt die Gesamtschule Bonn-Bad Godesberg den Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Schulpate ist der Kabarettist Volker Pispers.
In den vergangenen Jahren gab es mehrfach Versuche, der Schule einen Namen zu geben. Zuletzt initiierten Schüler eines Oberstufenprojekts im Frühjahr 2005 eine Diskussion über den Schulnamen. Sie nannten die Namen von drei Personen, die als Namensgeber in Frage kämen: Marie Kahle, Lothar von Faber und Salo Cahn, Sohn jüdischer Eltern aus Bad Godesberg, der im Alter von vier Jahren nach der Deportation durch die Nazis verschollen ist. Wie vorherige Diskussionen verlief auch diese im Sand...
Die Schule hat ein Orchester mit dem Schwerpunkt Blasinstrumente. Um Eltern die Finanzierung der oft teuren Geräte zu erleichtern, wurden von der Leitung des Orchesters rund achtzig Musikinstrumente angeschafft, die gegen eine monatliche Gebühr verliehen werden können. Ein großer Teil von knapp 200 Kindern hat seit 1998 die zweijährige Ausbildungsphase durchlaufen und besitzt nun ein eigenes Instrument. Diese Kinder spielen heute in den Schulenesembles oder außerhalb.
Derzeit (Schuljahr 2005/2006) gibt es ein Holzbläserensemble, ein großes Orchester, eine Big-Band, und viele kleine lose Formationen. Auftritte der Schulensembles finden regelmäßig statt, z.B. auf Weihnachtsmärkten, Festen, Konzerten oder Schulfestivals innerhalb und außerhalb der Schule. Zehn Instrumentallehrer unterstützen die Schüler. Es bestehen Vernetzungen oder Patenschaften zu anderen Orchestern, Musikschulen und freien Trägern, außerdem zu zahlreichen anderen Schulen und Kirchengemeinden.
Im sechsten Jahr nimmt die Gesamtschule Bonn-Bad Godesberg an einem Austausch mit einer französischen Partnerschule, dem Collège Paul Éluard in Vigneux-sur-Seine bei Paris, teil. Die Deutschlehrerin der französischen Schule begleitet seit 6 Jahren die Austauschwochen und führt mit Unterstützung der Schulleiterin und einigen französischen Kollegen das Programm in Frankreich durch.
Das Schulprogramm der Godesberger Schule sieht die Teilnahme aller Schülerinnen und Schüler vor, die das Wahlpflichtfach Französisch gewählt haben. In der Regel findet der Austausch im 8. Jahrgang statt und wird in den Französischstunden vorbereitet. Wochen vor der Fahrt werden Kontakte zu den Austauschpartnern geknüpft. Die Französischlehrerinnen und -lehrer planen zusammen mit Eltern das Programm in Bonn und Umgebung und begleiten die Gruppen.
Während des Aufenthalts in Vigneux werden sämtliche Kosten für Verpflegung und Ausflüge von der Stadt Vigneux, der Schule und den französischen Eltern übernommen. Die deutschen Schüler bezahlen lediglich die Fahrt nach Paris und zurück (i.d.R. Thalys ab Köln).
Es wird von beiden Seiten angestrebt, auch über die Zeit des Austauschs hinaus, die Kontakte zu den Austauschpartnern aufrecht zu erhalten.
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