| Wappen | Karte |
|---|---|
| Gerwisch-pt.png | |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt |
| Landkreis: | Jerichower Land |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 46 m ü. NN |
| Fläche: | 7,61 km² |
| Einwohner: | 2.689 (31. Dezember 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 357 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 39175 |
| Vorwahl: | 039292 |
| Kfz-Kennzeichen: | JL |
| Gemeindeschlüssel: | 15 3 58 015 |
| Adresse der Verwaltung: | Brunnenbreite 7-8 39291 Möser |
| Website: | www.Gerwisch.de |
| Bürgermeisterin: | Karla Michalski (CDU) |
| Gerwischeinw.jpg | |
Gerwisch ist eine Gemeinde an der Bundesstraße 1 auf halben Wege zwischen der Landeshauptstadt Magdeburg (12 km) und der Kreisstadt Burg (14 km) und hat Anschluss an die Bahnlinie Magdeburg - Berlin. Eine Anschlussstelle zur Bundesautobahn 2 ist acht Kilometer entfernt. Der Ort liegt am Westrand des Flämings, vier Kilometer von der Elbe entfernt. Das Umland ist landwirtschaftlich mit Böden mittlerer Qualität geprägt.
Die Zuordnung zum Domkapitel dauerte bis 1810, ehe Napoleon mit der Schaffung des Königreichs Westfalen die althergebrachten Herrschaftsverhältnisse beendete. Da Napoleons Machtbereich am Westufer der Elbe endete, blieb Gerwisch auch zu dieser Zeit unter preußischer Verwaltung und wurde von Potsdam aus verwaltet. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft bildete Preußen 1815 die Provinz Sachsen und führte eine Kreisreform durch, mit der Gerwisch in den Kreis Jerichow I mit der Kreisstadt Burg eingegliedert wurde.
Ein großer Brand vernichtete 1825 den gesamten Ort. Da inzwischen zwei Kilometer weiter östlich die Chaussee Magdeburg - Burg gebaut worden war, errichtete man dort Gerwisch völlig neu. 1846 wurde der Bahnhof an der Strecke Magdeburg - Berlin eröffnet. Damit wurde Gerwisch für die zu dieser Zeit aufstrebende Industrie interessant und so entstanden 1859 eine Zuckerfabrik, 1878 eine Konservenfabrik und 1888 ein Kieswerk. Die Zuckerfabrik musste allerdings nach zwanzig Jahren bereits wieder ihre Produktion einstellen, sie wurde abgerissen und auf dem nordöstlich des Dorfes gelegenen Gelände entstand eine neue Wohnsiedlung. Anfang des 20. Jahrhunderts richtete das preußische Heer ein großes Munitionsdepot bei Gerwisch ein, das bis zum Ende des 1. Weltkriegs bestand. Danach wurde an seiner Stelle in den 1920er Jahren auf einem Teil durch die Reichsbahn eine neue Siedlung gebaut, während ein weiterer Teil von einem Schrottaufbereitungswerk genutzt wurde. Nach dem 2. Weltkrieg richtete die Stadt Magdeburg bei Gerwisch ein Klärwerk für seine Abwässer mit einer Pumpstation ein, mit deren Hilfe die Felder der Umgebung berieselt wurde.
Auch nach dem Ende der DDR ist Gerwisch gemessen an seiner Größe ein guter Industriestandort mit dem Betonwerk, einer Verpackungsmittel- und einer Recyclingfirma geblieben. Westlich der Eisenbahn entstand eine neue Wohnsiedlung, sodass sich die Einwohnerzahl erheblich vergrößerte.
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