Gokhlayeh (Bedonkohe: Goyaałé), später genannt Geronimo, (* 1823 oder 16. Juni 1829; † 17. Februar 1909) war der Kriegshäuptling und Schamane einer Gruppe der Bedonkohe-Inde (Apachen). Die Bedonkohe waren eine der vier Gruppen der Chiricahua-Inde.
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Als 1858 die mexikanischen Truppen des Militärgouverneurs von Sonora (Bundesstaat), General Jose Maria Carrasco, seine Mutter, seine Frau und seine drei Kinder töteten, schwor Gokhlayeh Rache. Dazu verbündete er sich mit Cochise, einem Häuptling der Cho-ko-nen-Inde, einer der vier Gruppen der Chiricahua. Mit diesen ging er in seine erste Schlacht gegen die Stadt Sonora, die viele feindliche Soldaten mit dem Leben bezahlten. Von nun an folgten jährliche Angriffe auf mexikanische Städte.
Es folgten bewegte Jahre, die er teils in Mexiko, teils in der San-Carlos-Reservation verlebte. Gokhlayeh brach aus der verhassten Reservation immer wieder aus. Er und seine Leute unternahmen immer wieder Angriffe auf kleine Dörfer und Farmen, wo sie sich Vorräte und Pferde erbeuteten. Dies führte dazu, dass er nicht nur von der US-Armee, sondern auch von den Mexikanern gejagt wurde. 1884 brach er ein letztes Mal aus der Reservation aus, da er beinahe Opfer eines Mordanschlages geworden war. Er führte mit seiner kleinen Schar an Kriegern Guerillakrieg gegen die ihn verfolgenden Truppen und schaffte es geschickt, sich ihnen zu entziehen, indem er die Grenze passierte, da ihm die feindlichen Truppen dorthin nicht folgen konnten. Die meiste Zeit hielt er sich mit seinen Männern in der Sierra Madre versteckt.
Zunächst schickte man ihn nach Fort Pickens, Florida, in die Verbannung, im Anschluss nach Fort Marion, Alabama und schließlich 1894 nach Fort Sill in Oklahoma ins Indianerterritorium, ohne dass er seine Sippe je wiedersehen konnte. Dort konvertierte er 1903 zum Christentum, wurde Methodist und besuchte regelmäßig den Gottesdienst. Gokhlayeh bekam in der Reservation ein Stück Land, auf dem er sich ein Haus baute und das übrige Land bebaute.
Im bereits betagtem Alter diktierte Gokhlayeh seine Lebensgeschichte einem weißen Autor. Eine Zeit lang wurde dieses Werk nicht veröffentlicht. Erst als Präsident Roosevelt seine Genehmigung zur Veröffentlichung gab, erschien es. Es gilt allerdings als sicher, dass viele Stellen eine Überarbeitung fanden und es sich nicht um die Originalgeschichte handelt, die Gokhlayeh erzählte.
Er starb am 17. Februar 1909 an einer Lungenentzündung und wurde auf dem Friedhof von Fort Sill bestattet. Einer Legende der Apachen zufolge sang der "letzte Freie Krieger" auf dem Totenlager folgende Worte "O Ha Le a". Die frei übersetzt bedeuten "Ich warte".Manche Indianer, auch außerhalb der Apachen, werten diese Worte als " Ich warte auf die Wende {des Schicksals}". Was die rote Nation bis heute bestärkt.
Ned Anderson, ein Apachenhäuptling hatte bereits 1986 mit Unterstützung des FBI, George W. Bush´s Bruder Jonathan Bush zur Herausgabe des Schädels aufgefordert. Bisher haben rund 4000 Menschen die Online-Petition "unterzeichnet".
Mann | Indianer | US-Amerikaner | Indianerkriege (Person) | Geboren 1823 | Gestorben 1909
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